Berichtsvorlage - M/16/2609-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Wissenschaftliche Aufarbeitung des Nachlasses Rudolf Holtappel – Einwerbung von Mitteln aus dem Programm Regionale Kulturförderung des LVR
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kunst
- Bearbeitung:
- Cigdem Aksoy
- Verantwortung:
- Dr. Vogt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Gestoppt
|
|
Kulturausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
20.06.2017
|
Sachverhalt
Sachdarstellung
Die Witwe des Fotografen hat der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen unverhofft den Nachlass ihres Mannes Rudolf Holtappel zum Kauf angeboten. Seine Arbeiten geben ein Zeugnis von Geschichte und Entwicklung der Städte und Landschaften des Ruhrgebiets ab. Das Konvolut umfasst mehrere 10.000 Filme und mehrere hundert Abzüge. Rudolf Holtappel ist der wohl wichtigste Oberhausener Fotograf des 20. Jahrhundert. Seine Werke stellen einen kunsthistorischen Schatz mit ganz eigener Bildsprache dar. Es ist der erklärte Wunsch des Fotografen, dass sein Erbe in seiner Heimatstadt bleibt. Aus diesem Grund hat der Kaufpreis von 50.000 EUR eher symbolischen Charakter. Der Wert der Sammlung ist x-fach höher. Das Angebot der Witwe kam völlig überraschend, deshalb konnte die Mittelanmeldung nicht mit der Aufstellung des Haushalts 2017 erfolgen.
Die Mittel in Höhe von 50.000 EUR wurden nach der Vorstellung des Projektes im Verwaltungsvorstand im Investivhaushalt 2017 außerplanmäßig bereitgestellt.
Die LUDWIGGALERIE wird das Konvolut durch ein Werkverzeichnis sichten. Die Finanzierung für die Beschäftigung des hierfür erforderlichen Fachpersonals soll mit Mitteln des LVR erfolgen.
Der Antrag wurde Mitte April 2017 auf den Weg gebracht. Beantragt wurde bei Gesamtkosten von 219.600 EUR ein Förderbetrag in Höhe von 160.000 EUR für die Jahre 2018 und 2019. Der Eigenanteil beträgt inklusive Ankaufskosten 59.600 EUR.
Die wissenschaftliche Bearbeitung soll in eine große Retrospektive im Haupthaus und in einem umfangreichen Katalog münden.
Außerdem wird das Museum mit geringem Aufwand die Fotografien sachgerecht verwahren und im Rahmen von Ausstellungspräsentationen und Publikationen lebendig halten.
