Beschlussvorlage - B/16/2598-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Verleihung von Auszeichnungen für besondere Verdienste um die Stadt Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Stadtkanzlei
- Bearbeitung:
- Cigdem Aksoy
- Verantwortung:
- Jehn
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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22.05.2017
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
1.Der Rat der Stadt verleiht gemäß § 2 Absatz 2 der Satzung über Auszeichnungen für besondere Verdienste um die Stadt Oberhausen vom 06.06.2005
der Institution Friedensdorf International e. V
die Glückauf-Bronze der Stadt Oberhausen
und bekundet damit Dank und Anerkennung für ein seit 50 Jahren bestehendes unverzichtbares Hilfswerk, mit dem sich der Verein in besonderer und hervorragender Weise große Verdienste auf dem sozialen Gebiet erworben und damit in erheblichem Maße das Wohl und das Ansehen der Stadt Oberhausen nachhaltig gefördert hat.
2.Der Rat der Stadt verleiht gemäß § 2 Absatz 2 der Satzung über Auszeichnungen für besondere Verdienste um die Stadt Oberhausen vom 06.06.2005
Herrn Alt-Oberbürgermeister a. D.
Klaus Wehling
die Glückauf-Bronze der Stadt Oberhausen
und bekundet damit Dank und Anerkennung für sein außerordentliches Wirken in vielen ehrenamtlichen Positionen und Hilfswerken und die damit verbundenen besonderen Verdienste, mit denen er sich in besonderer und hervorragender Weise auf sozialem Gebiet um die Stadt Oberhausen verdient gemacht hat.
3.Der Rat der Stadt verleiht gemäß §2 Absatz 2 der Satzung über Auszeichnungen für besondere Verdienste um die Stadt Oberhausen vom 06.06.2005
Herrn Peter Carp
die Ehrennadel der Stadt Oberhausen
und bekundet damit Dank und Anerkennung für die Verdienste, die er sich durch sein erfolgreiches Wirken als Intendant um das „Theater Oberhausen“ und damit gleichermaßen um die Förderung des Wohles und des Ansehens der Stadt Oberhausen erworben hat.
4.Die entsprechenden Haushaltsmittel stehen im Haushalt 2017 beim Auftrag 810001010101/Politische Gremien, Sachkonto 543188/FL Beschaffungswesen zur Verfügung.
Sachverhalt
Begründung
Friedensdorf International e.V
Das Friedensdorf International e.V. ist eine Hilfseinrichtung in den Städten Oberhausen und Dinslaken, die verletzte und kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung und Rehabilitation nach Deutschland holt. Rund 1.500 verletzte oder kranke Mädchen und Jungen können durch das Engagement des Friedensdorfes Jahr für Jahr in Deutschland oder mit Hilfe zahlreicher Projekte an vielen Orten dieser Welt, u.a. in Vietnam, Afghanistan oder Sri Lanka, behandelt werden. Neben der medizinischen Einzelfallhilfe, die in den jeweiligen Herkunftsländern aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich ist, liegen weitere Aufgabenschwerpunkte der Einrichtung in der Planung und Organisation von Hilfsprojekten in Kriegs- und Krisengebieten zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur und Versorgung vor Ort sowie in der friedenspolitischen Arbeit zur Förderung humanitären Bewusstseins und sozialen Engagements.
Nach der medizinischen Erstversorgung in den Krankenhäusern werden die weiteren Rehabilitationsmaßnahmen im Friedensdorf sichergestellt: hier werden die Wunden versorgt, die Kinder lernen das Laufen oder Greifen mit Prothesen, den Umgang mit Medikamenten und vor allem, ohne Angst zu spielen. Nach Abschluss der medizinischen Behandlung und Rehabilitation kehren die Kinder mit einer neuen Lebensperspektive zu ihren Familien in die Heimat zurück.
Des Weiteren bietet das Friedensdorf mit seiner Begegnungsstätte einen außerschulischen Lernort. Hier erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die Arbeit des Friedensdorfes und lernen Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten persönlich kennen. Jedes Jahr begrüßt das Friedensdorf etwa 100 nationale und internationale Gruppen in der Begegnungsstätte.
Der Verein wurde anlässlich des vietnamesischen Sechs-Tage-Krieges vor 50 Jahren am 6. Juli 1967 aus der Mitte der Oberhausener Stadtgesellschaft gegründet und nahm als Bürgerinitiative „Aktion Friedensdorf e.V.“ seine Arbeit auf. Der Verein finanziert das Friedensdorf sowie alle Hilfen und Einsätze ausschließlich mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen.
Klaus Wehling
Alt-Oberbürgermeister Klaus Wehling hat sich über Jahrzehnte hinweg auf mannigfache Weise in einer Vielzahl von Ämtern, Funktionen und Aktivitäten für seine Heimatstadt Oberhausen und ihre Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Seit 1979 gehörte er dem Rat der Stadt an. Als Vorsitzender des Ausschusses für Soziales und Gesundheit (1984 bis 1999) setzte er wesentliche Akzente zur Verbesserung der Lebensverhältnisse und zur Anerkennung ehrenamtlichen Engagements in Oberhausen. In seiner Funktion als Vorsteher der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen begleitete er maßgeblich das Förderprojekt zur Erneuerung des Knappenviertels. Für seine Verdienste erhielt Klaus Wehling 1992 den Ehrenring der Stadt. 1998 wurde er zum 1. Bürgermeister Oberhausens gewählt. Sofort nach seiner Direktwahl zum Oberbürgermeister im Jahre 2004 setzte er sein sozial geprägtes Engagement mit dem Projekt „Gemeinsam in Oberhausen“ fort. Zahlreiche Hilfsprojekte wurden in den Folgejahren von Klaus Wehling initiiert und umgesetzt.
In diesen und vielen weiteren ehrenamtlichen Positionen hat sich Klaus Wehling stets für das Wohl Oberhausens und seiner Menschen in besonderer und hervorragender Weise engagiert. In den Zeiten des Strukturwandels hatte dessen Gestaltung, die Erneuerung Oberhausens, für ihn oberste Priorität.
Peter Carp
Im August 2008 übernahm Peter Carp die Intendanz des Theaters Oberhausen. Unter seiner Leitung wurde das Theater zu einem Haus mit internationaler Ausstrahlung. Ein Schwerpunkt von Peter Carps Intendanz ist die Öffnung des Theaters hin zu einer international arbeitenden Kultureinrichtung. So inszenierten vermehrt Regisseure aus anderen Ländern und Kulturkreisen wie der Ukraine, Ungarn, Serbien, Großbritannien, Australien etc. in Oberhausen.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Ensemble und mit Gastregisseuren. Die regelmäßige Zusammenarbeit des Regisseurs Herbert Fritsch mit dem Oberhausener Ensemble führte zu einer Einladung zum Berliner Theatertreffen 2011 mit der Inszenierung Nora, sowie zu Gastspielen auf Festivals in Bogota, Caracas, Oslo, Prag, Le Havre.
Neben der internationalen Ausrichtung interessiert sich Peter Carp besonders für die multikulturelle Stadtgesellschaft Oberhausens. Mit Außenprojekten versuchte das Theater Oberhausen verstärkt neue Zuschauergruppen zu erreichen und seiner Aufgabe als „Theater für die Stadt“ gerecht zu werden.
Auch als Jurymitglied bei verschiedenen Festivals und als Teilnehmer in unterschiedlichen theaterpolitischen Gremien ist Peter Carp gefragt. (2012 Jurymitglied beim Festival Divina Comedia in Krakau, 2015 Jurymitglied des Körber Studio Junge Regie in Hamburg, Engagement im Ausschuss für künstlerische Fragen des Deutschen Bühnenvereins Sprecher des Netzwerkes RuhrBühnen und Mitglied des Beirates der Akademie Schloss Solitude).
