Berichtsvorlage - M/16/2434-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

 

Durch die enge Bebauung in der Innenstadt fehlen Jugendlichen oftmals Bewegungs- und Aufenthaltsräume im öffentlichen Raum. Daher wurde im Rahmen des Städtebauförderprojektes „Soziale Stadt – Innenstadt Alt-Oberhausen“ der Neubau einer Jugendfreizeitfläche in der Oberhausener Innenstadt beantragt. Ein Zuwendungsbescheid liegt vor. Für die weitere Planung der Jugendfreizeitfläche wird ein breites Beteiligungsverfahren umgesetzt (siehe auch Drucksachen-Nr.: M/16/2041-01).

 

In der ersten Stufe dieses Beteiligungsverfahrens für die Jugendfreizeitfläche geht es vorrangig darum, die Standortfrage und die Funktionsweise der Fläche zu klären.

 

Zu diesem Zweck fand im Rahmen des breit angelegten Beteiligungsverfahrens am 23. November 2016 eine Begehung der Innenstadt mit Besichtigung von insgesamt 7 Flächen unter Beteiligung des Jugendparlaments, des Beirates Innenstadt von Alt-Oberhausen und Vertretern der verschiedenen Fachbereiche der Stadt Oberhausen statt.

 

Besichtigt wurden der Parkplatz gegenüber dem DGB-Haus an der Friedrich-Karl-Straße, der Südmarkt zwischen Hermann-Albertz-Straße und der Grenzstraße, die Flächen im Umfeld des Hallenbades Oberhausen bzw. der Willi-Jürissen-Halle inkl. Spielflächen im Styrumer Park (Conti-Park), der Blücherplatz, der Parkplatz Düppel-/ Gewerkschaftsstraße, die Grün- und Freiflächen an der Christian-Steger-Straße bzw. vor der Christus-Kirche und abschließend der Königshütter Park.

Hierbei wurden die verschiedenen Flächen systematisch erfasst, dann anhand eines Kriterienkataloges überprüft (siehe Anlage 1) und über die Webseite dokumentiert, mit der Möglichkeit der Kommentierung durch Jugendliche und/oder Anwohner.

 

Als Fazit empfiehlt das beauftragte Planungsbüro den Südmarkt als potentielle, neu zu gestaltende Jugendfreizeitfläche. „Die zentrale und ruhige Lage, die großen Gestaltungsspielräume sowie die positiv besetzte Umgebung sprechen für das Gebiet am Südmarkt. Die heute bereits bestehenden Angebote des Life-Line Trucks sind ein interessantes Potential, das es zu nutzen gilt.“ (Zitat aus der o. g. Anlage 1).

Angesichts der Tatsache, dass mehreren Beteiligten der Fachverwaltung bereits zum Zeitpunkt der Begehung der Flächen bekannt war, dass der Südmarkt von einer dichten Bebauung umsäumt ist und in der Vergangenheit bereits Anwohnerbeschwerden über Lärmbelästigungen durch Anwohner/innen vorgetragen wurden, schlägt das Planungsbüro als Alternativfläche das Umfeld des Hallenbades Oberhausen inkl. Spielflächen an der Grenzstraße und im Styrumer Park vor. „Diese Flächen bieten das Potenzial der Realisierung eines linearen Angebotes, welches interessante Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Trotz der Herausforderung, eine Einheit der einzelnen Flächen entstehen zu lassen, gibt es bereits vorhandene, gut funktionierende Angebote vor Ort, die man mit einbeziehen und erweitern kann.“ (siehe S. 26, Anlage 1)

 

„Beide Flächen funktionieren bereits als Freizeitflächen im Stadtgefüge und haben eine zentrale sowie attraktive Lage im Stadtgebiet, bedürfen aber einer Neugestaltung und Überarbeitung, um für eine Nutzung durch Jugendliche attraktiv zu sein.“ (Anlage 1, S. 26)

 

Mit diesem Hintergrundwissen wurde in einem zweiten Schritt am 21. Januar 2017 ein interaktiver Workshop (Planungswerkstatt) mit den Jugendlichen im Café stay des Jugendhauses (place2be) durchgeführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Workshop wurden Wünsche, Vorstellungen und Bedarfe der Jugendlichen  abgefragt und dann entwickelten die Jugendlichen erste Visionen nach ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen auf den beiden favorisierten Flächen.

 

Details des Jugendworkshops können der Anlage 2 entnommen werden, sodass an dieser Stelle lediglich eine zusammenfassende Darstellung der wesentlichen Ergebnisse erfolgen soll.

 

Im Anschluss an einen gemeinsamen Rundgang berichteten die Jugendlichen, welche Aktivitäten sie gerne draußen und zu welcher Zeit sie diese unternehmen. Zu nennen sind: Verstecken, Fangen, Basketball, Beachvolleyball und Fußball spielen, Inline-Skates und Fahrrad fahren, Klettern, Trampolin springen, kostenloses WLAN nutzen.

Genutzt würde das Freizeitareal nach der Schule, also ab ca. 15:00 bis ca. 20:00 Uhr.

 

Ferner wurden Wünsche und Ängste notiert bzw. Konflikte durch die Beteiligten aufgezeigt: der Kontakt zu alkoholisierten Menschen, Junkies und Drogenhändlern sowie aggressiven Leuten wird nicht gewünscht. Konflikte werden in Bezug auf Anwohner/innen wegen erhöhter Lautstärke gesehen. Darüber hinaus sind Hundekot, Müll, Schmutz, Scherben und Kippen nicht gern gesehen und auch das Fußballspielen sollte nicht unbedingt im Vordergrund stehen.

 

Im zweiten Teil des Workshops fertigten die Jugendlichen anhand von Collagen/ Referenzbildern erste Projektskizzen auf Luftbildern von beiden Flächen an.

Zahlreiche Bewegungsmöglichkeiten in Form von Hangeln, Klettern, Balancieren und Tanzen wurden aufgezeigt, aber auch das Chillen bzw. Ausruhen unter Bäumen und Sträuchern, Spielen am/im und mit Wasser werden gewünscht.

 

Weiteres Vorgehen:

 

Das Planungsbüro erarbeitet zurzeit drei Entwurfsvarianten für die beiden Flächen, damit diese Entwürfe im Rahmen einer öffentlichen Anwohnerversammlung Anfang April mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern, den Jugendlichen, Politikern und Mitarbeitern der verschiedenen Fachbereichen der Stadt Oberhausen diskutiert werden können.

 

Mit Hilfe der projektbegleitenden Homepage (http://openspace-ob.de/) als Basis für die Aktivierung der Oberhausener Jugendlichen und die Einbeziehung von Anwohnern und Politik wird Transparenz sowie der Planungsfortschritt in Wort und Bild dargestellt.

So kann die Öffentlichkeit jederzeit Fragen stellen oder kritische Anmerkungen machen.

 

Zum Abschluss des umfangreichen Beteiligungsprozesses wird eine Entwurfsvariante durch die Gremien der Stadt Oberhausen ausgewählt.

Hierzu und zur anschließenden Beauftragung der Leistungsstufe 2, der Realisierung der Baumaßnahme, ist eine Beschlussfassung durch die zuständigen Gremien im Herbst erforderlich.

Der Bau der Fläche ist ab Frühjahr 2018 vorgesehen.

 

 

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Anlagen

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