Antragsvorlage - A/16/2395-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der CDU-Fraktion zur Aufstellung von sog. „Citytrees“ in der Innenstadt von Alt-Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- CDU-Fraktion
- Bearbeitung:
- Matthias Wissing
- Beteiligt:
- Umweltschutz
- Verantwortung:
- Stehr , Bandel
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Umweltausschuss
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Beschlussfassung
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09.03.2017
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
- Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Unternehmen Green City Solutions Verhandlungen über die Aufstellung von sog. „Citytrees“ (evtl. inkl. WLAN-Hotspot oder E-Bike Ladestation) an neuralgischen Punkten in der Innenstadt von Alt-Oberhausen zu führen.
- Gleichzeitig soll eine Überpüfung von potenziellen Fördermöglichkeiten (Land, Bund, EU) und möglichem Sponsoring (Stadtsparkasse, städtische Tochterunternehmen) für die Aufstellung von „Citytrees“ in Oberhausen erfolgen und die Einbindung in bestehende Programme überprüft werden (Soziale Stadt, Brückenschlag, etc.).
Sachverhalt
Begründung
In Oberhausen werden bekanntlich auf der Mülheimer Straße kontinuierliche Messungen zur Luftqualität (Konzentration von Stickstoffmonoxid (NO), Stickstoffdioxid (NO2) und Schwebstaub (PM10)) durchgeführt. Zwar werden in Oberhausen die Grenzwerte eingehalten, jedoch wird dies auch durch die Wetterbedingungen (Regen, wenige Hitze-Tage) der vergangenen Jahre begünstigt. Insgesamt ist für unsere Stadt festzuhalten, dass eine weitere Reduzierung der Feinstaubbelastung in Oberhausen geboten ist.
Das Dresdener Unternehmen Green City Solutions hat sich mit der Entwicklung seiner „Citytrees“ der Verringerung dieser Feinstaubbelastung in Städten gewidmet.
Bei diesen „Citytrees“ handelt es sich um einladende Sitzbänke, die sich dadurch auszeichnen, dass ihre Rückenlehnen drei Meter hoch sind und in dem Bereich, der nicht zum Anlehen dient, sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite durchgehend mit Moos beplanzt sind. Die Feuchtigkeit und Versorgung wird über eine spezielle Technik reguliert. Durch eine Solarzelle wird die Wand mit Strom versorgt.
Untersuchungen der Universität Bonn zu diesem Thema haben bereits im Jahr 2007 ergeben, dass Moose pro Quadratmeter jeden Tag Feinstaubmengen von 13 bis 20 Gramm aufnehmen können. Die Bepflanzung mit Moosen ist neben der Optik deshalb sinnvoll, weil durch die unzähligen feinen Verästelungen und die riesige Oberfläche der Moose ein wesentlicher stärkerer Effekt bei der Absorption von Feinstaub entsteht als bei Blattpflanzen.
Berechnungen des Unternehmens Green City Solutions geben daraus folgernd an, dass eine der Mooswände so viel Feinstaub aus der Luft filtern kann wie 275 Bäume.
Der durch die Aufstellung der Wände für die Umgebung entstehende Kühleffekt würde in Verbindung mit den gleichzeitig entstehenden Sitzgelegenheiten neue attraktive Verweilmöglichkeiten in der Innenstadt schaffen.
Standorte der „Citytress“ gibt es bereits u. a. in Oslo, Paris, Dresden und Berlin.
Eine Installation von WLAN-Hotspots oder E-Bike Ladestationen in den einzelnen „Citytrees“ ist hierbei eine sinnvolle Ergänzung, die weiter zur Belebung und zur Attraktivierung der Innenstadt beitragen wird. Auch hierfür wird der Strom über Solarzellen an der Konstruktion gewonnen.
Die Kosten pro „Citytree“ belaufen sich auf ca. 25.000 Euro. Durch die Gewinnung von Fördermitteln bzw. die Einbindung in bestehende Förderprogramme sowie die Ansprache von Sponsoren können die Kosten aufgefangen werden.
Die weitere Begründung erfolgt mündlich.
