Berichtsvorlage - M/16/2328-01
Grunddaten
- Betreff:
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Antrag gem. § 2 der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Oberhausen, der SPD-Fraktion, der Fraktion DIE GRÜNEN und der FDP-GruppeVeränderungen der Marktzeiten in Alt-Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Öffentliche Ordnung
- Bearbeitung:
- Margarete Ditzler
- Verantwortung:
- Ohletz
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Kenntnisnahme
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26.01.2017
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Erledigt
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Bezirksvertretung Alt-Oberhausen
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Kenntnisnahme
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01.02.2017
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Der Wochenmarkt in Alt-Oberhausen wurde bis zum 31.12.2016 vom CityO.-Management e.V. veranstaltet. Ab dem 01.01.2017 ist die Verantwortung auf die Stadt Oberhausen übergegangen. Die Verwaltung übernimmt seitdem der Bereich 2-4/Bürgerservice, Öffentliche Ordnung, der ein Konzept für den Wochenmarkt Alt-Oberhausen erarbeitet hat. Er ist auch für die Wochenmärkte in Osterfeld, Sterkrade, Schmachtendorf und Holten zuständig. Um die Beteiligung der beteiligten Personen zu gewährleisten, wurde dieses Konzept am 15.11.2016 mit Vertreter_innen des CityO.-Management e.V. (Frau Schöpker, Herr Behnert), Herrn Wonsyld (Marktmeister des CityO.-Management e.V.), Herrn Bröker und den Eheleuten Gorny (Markthändler_innen) vorbesprochen. Die eingeladenen Markthändler_innen wurden von Frau Tucker vom CityO.-Management e.V. als stellvertretende Ansprechpartner der Marktleute benannt. Im Gespräch wurde bereits verdeutlicht, dass eine Reduzierung der Markttage angestrebt wird. Hierbei zeichnete sich eine konsensuale Lösung ab. In der Sitzung des Verwaltungsvorstandes am 20.12.2016 wurde das untenstehende Konzept genehmigt. Die Markthändler_innen wurden daraufhin mehrfach vor dem 01.01.2017 schriftlich und durch persönliche Vorsprachen vor Ort über die Änderungen und Reduzierung der Markttage informiert.
Leider wurde es verabsäumt, auch die Öffentlichkeit durch eine städtische Pressemitteilung über diese Änderung rechtzeitig zu informieren.
Für die Politik war eine Berichterstattung in der ersten Sitzung der BV Alt Oberhausen im Jahr 2017 vorgesehen.
Die vom Rat in seiner Sitzung am 15.12.2008 beschlossene Wochenmarktsatzung regelt, dass die Wochenmärkte von der örtlichen Ordnungsbehörde festgesetzte Veranstaltungen im Sinne der Gewerbeordnung sind. In der Festsetzung bestimmt die Ordnungsbehörde als Geschäft der laufenden Verwaltung Gegenstand, Zeit, Öffnungszeit und Platz der Veranstaltungen.
Konzept ab 01.01.2017
Veranstaltungstage:
Im Zuge der Neustrukturierung des Wochenmarktes wurde eine Reduzierung der Veranstaltungstage auf vier Tage pro Woche angestrebt. Als Markttage bieten sich in erster Linie die starken Tage vor und während des Wochenendes (donnerstags, freitags und samstags) sowie der Dienstag als erster Markttag nach dem Wochenende an. Die bisher praktizierte tägliche Durchführung wirkt der Stärkung des Marktes nach hiesiger Einschätzung entgegen:
Wochenmärkte leben zu großen Teilen von Stammkundschaft, Kunden steuern gezielt Händler_innen an, um spezielle Waren zu kaufen. Erfahrungsgemäß findet die Versorgung mit Lebensmitteln, Blumen oder Textilien nicht täglich, sondern an wenigen Tagen in der Woche statt. Bei sechs Markttagen pro Woche verteilt sich die Kaufkraft auf die einzelnen Veranstaltungstage.
Dies führt dazu, dass entsprechend wenige Händler_innen zufriedenstellende Einnahmen generieren können, die anderen wechseln zu lukrativeren Märkten.
Durch die Streichung des Markttages wird erwartet, dass sich die Anzahl der Händler_innen und Besucher_innen auf die verbleibenden Veranstaltungstage konzentriert. Hierdurch werden Kunden an diesen Tagen ein größeres Angebot vorfinden. Diesbezüglich ist anzumerken, dass sich die Akquise neuer Markthändler_innen im Allgemeinen äußerst schwierig gestaltet. Lediglich für den Wochenmarkt in Sterkrade (mittwochs und samstags) gibt es eine Bewerberlage. Händler_innen, die sich um einen Standplatz auf dem Sterkrader Wochenmarkt beworben haben, könnte dieser zukünftig unter der Maßgabe zugeteilt werden, dass diese an einem anderen Tag den Wochenmarkt in Alt-Oberhausen beschicken.
Durch die Streichung des Mittwochs wird die bestehende Konkurrenzsituation zwischen den beiden Märkten aufgelöst, an den restlichen Tagen (dienstags, donnerstags, freitags) könnte der Markt in Alt-Oberhausen zukünftig profitieren. Darüber hinaus wurde in der Vergangenheit die Marktsituation in Alt Oberhausen von Händlern_innen und Besuchern_innen immer als unbefriedigend bewertet.
Markthändler_innen und Angebot:
Ziel der Marktverwaltung ist es, das vorhandene Angebot um mehrere Frischehändler zu erweitern. Zwar werden bereits jetzt zahlreiche Branchen im Segment der Frischewaren abgedeckt, jedoch führen Konkurrenzsituationen unter den Händler_innen auf demselben Markt regelmäßig zu einer Attraktivitätssteigerung des Angebotes. Die Anwerbung neuer Händler_innen für den Wochenmarkt in Alt-Oberhausen erfolgt bereits jetzt auf mehreren Wegen:
- Gespräche mit Händler_innen anderer städtischer Märkte
- Prüfung der aktuellen Bewerberliste (auch die, die sich für andere Märkte beworben haben)
- Vergabe der Standplätze auf starken Märkten (Sterkrade) erfolgt nur unter der Maßgabe, an einem anderen Tag den Markt in Alt-Oberhausen zu beschicken
- Werbung durch Händler_innen
Marktfläche und Bebauung:
Als Marktfläche sollen weiterhin sowohl der Altmarkt als auch die Marktstraße (von Altmarkt bis Havenstein-/Wörthstraße) festgesetzt werden. Bezüglich der Sondernutzungen wurden bereits Rücksprachen mit dem FB 5-6-50/Verkehrs- und Baustellenmanagement geführt.
Der Marktplatz wird in einer zur Marktstraße hin offenen U-Form bebaut.
Dadurch werden Marktbesucher_innen in einem Rundlauf über den Platz geführt. Abhängig von Anzahl und Standgröße der anwesenden Händler_innen soll zusätzlich der Bereich der Marktstraße, der der U-Form auf dem Altmarkt gegenüberliegt, mit Marktständen bebaut werden.
Die Reihe der Stände kann bestenfalls bis zum Lebensmittelgeschäft „Netto“ erweitert werden. Hierdurch wird bewusst eine direkte Anbindung der Marktfläche an den belebten Teil der Fußgänger- und Einkaufszone hergestellt. Im Rahmen von Veranstaltungen, die den Altmarkt während der Marktzeiten belegen, wird die Marktfläche komplett auf die Marktstraße verlagert.
Einige Markthändler (Stenkamp, Stamm, Korpadi) äußerten den Vorschlag, den Wochenmarkt aufgrund der höheren Publikumsfrequenz durchgehend auf der Marktstraße stattfinden zu lassen. Von Seiten des FB 2-4-20 wird jedoch die kombinierte Nutzung von Altmarkt und Marktstraße bevorzugt.
Personalbedarf:
Um einen Wochenmarkt zu verwalten, bedarf es neben der haushaltstechnischen Abwicklung, die von der Sachbearbeitung am Arbeitsplatz vorgenommen wird, einer Ansprechperson vor Ort. Zu diesem Zweck wird ein Mitarbeiter der Verwaltung als Marktmeister eingesetzt. Zu dessen Aufgaben zählen die Zuweisung von Standplätzen, die Kassierung der Händler_innen, die die Standplatzgebühr in bar entrichten (Tageshändler_innen), die Überwachung des Auf- und Abbaus sowie die satzungsgemäße Durchführung der Veranstaltung.
Abschließend ist zu bemerken, dass diese neue Konzeption in diesem Jahr durchgeführt werden sollte. Danach wird durch die Verwaltung eine Erhebung und Befragung der Markthändler_innen, gegebenenfalls Besucher_innen, zur Bewertung der Ist-Situation erfolgen.
