Beschlussvorlage - B/16/2275-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Einrichtung einer auf fünf Jahre befristeten Teilzeitplanstelle im Bereich 2-2/Umweltschutz
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Personal und Organisation
- Bearbeitung:
- Beate Hemm
- Verantwortung:
- Kawicki
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Vorberatung
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26.01.2017
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Erledigt
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Finanz- und Personalausschuss
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Vorberatung
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02.02.2017
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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13.02.2017
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt beschließt mit sofortiger Wirkung die Einrichtung einer auf fünf Jahre befristeten Teilzeitplanstelle (19,5 Std.) mit dem Stellenwert EG 12 TVöD im Fachbereich 2‑2‑30/Klima- und Ressourcenschutz zur Begleitung des Projektes „Innovation City roll out“.
Sachverhalt
Begründung
Oberhausen hat sich mit dem Quartier „Osterfeld-Mitte/Vondern“ an dem Projektaufruf „Innovation City roll out“ beworben und am 2. Mai 2016 den Zuschlag erhalten. Das Projekt hat den klimagerechten Stadtumbau und eine damit verbundene nachhaltig positive Quartiersentwicklung zum Ziel. Im Vorfeld der Bewerbung der Stadt Oberhausen zum Projekt „Innovation City roll out“ wurde entschieden, dass der Bereich Umweltschutz im Falle einer Bewerbung und eines Projektzuschlags federführend den roll out Prozess in Oberhausen bearbeiten soll. Die konkrete Konzepterarbeitungsphase ist für den Zeitraum November 2017 bis Mai 2018 geplant. Nach Erarbeitung des Quartierskonzeptes erfolgt die Umsetzungsphase durch die Stadt Oberhausen. Unterstützungsleistungen der ausgewählten Kommunen sind für eine erfolgreiche Quartierskonzeptentwicklung erforderlich. Finanzielle Eigenleistungen in Form von Barmitteln müssen jedoch nicht erbracht werden. Im Rahmen eines mit der Kommune abzustimmenden Projektarbeitsplans werden allerdings Eigenleistungen in Form von Personal- und Sachmitteln vereinbart. In diesem Zusammenhang sollte eine Personalstelle in Teilzeit eingerichtet werden.
Über die Gegenstände des Projektantrags, die nächsten Schritte und die zeitlichen Abläufe wurde der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 04.07.2016 durch die Berichtsvorlage Drucksache Nr. M/16/1703-01 unterrichtet.
Aufgabenfelder
Die Aufgabenfelder basieren auf der Grundlage der Prozessbegleitung und Umsetzung von Maßnahmen des „Innovation City roll out“. Zu den genauen Aufgaben zählen im Wesentlichen folgende Punkte:
•Eigenverantwortliche Projektleitung und -bearbeitung der energetischen Stadtsanierung auf Basis der Maßnahmenplanung zum InnovationCity roll-out;
•Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung, Energieversorgern und lokalen Akteuren;
•Konstruktive Zusammenarbeit und Kooperation mit Fachämtern, Behörden und enge Abstimmung mit dem Quartiersmanagement;
•Integration der klimarelevanten Belange in den Stadterneuerungsprozess Osterfeld;
•Aktivierung, Beratung und Begleitung von Privateigentümern, Eigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen und Wohnungsbaugesellschaften;
•Öffentlichkeitsarbeit, Moderation, Vorbereiten von Fachvorträgen;
•Sachstands- und Projektberichte in Gremien/Ausschüssen der Stadt;
•Mitarbeit bei der Finanzplanung und Finanzabwicklung von Maßnahmen/Projekten und Fördermaßnahmen;
•Projektevaluation, Datenerhebung und Auswertung.
Stelleneinrichtung
Die sechsmonatige Konzepterarbeitungsphase startet im November 2017 und endet mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung der in den Quartieren handelnden Akteure mit dem Ziel, die entwickelten Maßnahmen im Rahmen einer ganzheitlichen Quartiersentwicklung umzusetzen.
Im Anschluss an die Projektphase findet die ca. 60-monatige Umsetzungsphase statt, die ebenfalls personell intensiv begleitet werden muss.
Die Prozessbegleitung und die Umsetzungsphase können vor dem Hintergrund der Arbeitsauslastung mit dem vorhandenen Personal des Bereichs 2-2/Umweltschutz nicht bewältigt werden. Nach heutiger Einschätzung soll der roll out Prozess für das Quartier Osterfeld/Vondern Vorbild für weitere Projekte eines klimagerechten Stadtumbaus in Oberhausen sein und ist dementsprechend als Daueraufgabe anzusehen.
Um die oben beschriebene Aufgabenwahrnehmung im erforderlichen Umfang und in erforderlicher Qualität gewährleisten zu können, ist die Einrichtung von einer Teilzeitplanstelle mit 19,5 Stunden notwendig. Die Stelle sollte zunächst auf fünf Jahre befristet werden, da zum jetzigen Zeitpunkt der genaue Zeitraum der Umsetzungsphase sowie die Erfolgsaussichten des Projektes nicht eingeschätzt werden können. Nach ca. vier Jahren kann im Rahmen einer Evaluation das Projekt begutachtet werden. Bei positiver Entwicklung könnte die Stelle für die Betreuung und Umsetzung zukünftig weiterer Projekte eines klimagerechten Stadtumbaus entfristet werden.
Die Stelle soll im Fachbereich 2-2-30/Klima- und Ressourcenschutz eingerichtet werden.
Stellenbesetzung
Bei der Besetzung der Stelle ist davon auszugehen, dass innerhalb der Stadtverwaltung nahezu kein entsprechendes Fachpersonal mit dem Stundenpotential vorhanden ist. Aus diesem Grund wird eine externe Ausschreibung anvisiert. Die Besetzung der Stelle soll im Rahmen eines auf fünf Jahre befristeten Zeitvertrages erfolgen. Da vorab eine Vorbereitungsphase mit verschiedenen Versammlungen am „Projekttisch Ruhr“ zum regionalen Wissenstransfer erfolgt, sollte die Stelle zum 01.07.2017 besetzt werden.
Aufgrund der fachlich einschneidenden Aufgaben und der Verantwortung werden besonders hohe Anforderungen an den potenziellen Bewerberkreis gestellt.
Die Bewerber/innen müssen ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium der Fachrichtung Stadtplanung, Raumplanung oder Architektur mit Vertiefung Stadtplanung vorweisen.
Der bzw. die potenzielle Bewerber/in muss insbesondere ein hohes Maß an Verantwortungsbereitschaft, Eigeninitiative, Flexibilität und Belastbarkeit darbieten. Gute Kenntnisse im Bereich Klimaschutz, Klimafolgenanpassung, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und globale Klimapolitik gehören zu den Bewerbungsvoraussetzungen. Sowohl Berufserfahrung im Tätigkeitsfeld der kommunalen Stadtentwicklung oder Stadterneuerung als auch Kenntnisse der Verwaltungsstrukturen sind zudem wünschenswert.
Aufgrund der Schnittstellenaufgaben zwischen Verwaltung, Energieversorgern und lokalen Akteuren sowie der Zusammenarbeit u. a. mit Fachämtern und dem Quartiersmanagement wird eine hohe Kommunikationskompetenz und Aufgeschlossenheit erwartet. Ein sicheres, fachlich kompetentes und ergebnisorientiertes Auftreten in der Öffentlichkeit sowie Organisationstalent, Teamfähigkeit und Überzeugungskraft haben eine große Bedeutung.
Vor dem Hintergrund der Verantwortung des Arbeitsfeldes, der öffentlichen Wirksamkeit und der allgemeinen Schwierigkeit und Bedeutung wird sich der Stellenwert entsprechend einer ersten Einschätzung nach EG 12 TVöD richten und ist nach Erstellung einer Arbeitsplatzbeschreibung im Rahmen einer Bewertung durch die Bewertungskommission endgültig festzulegen.
Kosten/Refinanzierung
Das Gesamtvolumen der Teilzeitstelle beträgt gem. den KGSt.-Richtwerten jährlich:
für Tarifbeschäftigte EG 12 TVöD = 63.720,00 Euro.
Eine Refinanzierung der Stelle ist nicht gegeben, Einnahmen z. B. aus Gebühren werden in diesem Aufgabengebiet nicht erhoben.
Die entsprechenden Beteiligungsverfahren werden derzeit parallel durchgeführt.
