Berichtsvorlage - M/16/2176-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR) hat in Kooperation mit der Stadt Oberhausen und 15 weiteren Kommunen (siehe Anlage 1) mit dem Verbundprojekt „VRRadbox Digital gesteuerte Radabstellanlagen an Verknüpfungspunkten zum ÖPNV“ am Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit teilgenommen. Der Wettbewerbsbeitrag wurde in einer Arbeitsgruppe erarbeitet, an welchem die Fachbereiche Verkehrsplanung und Klimaschutz sowie der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Oberhausen beteiligt waren. Der eingereichte Wettbewerbsbeitrag wurde von einer Jury aus einer Vielzahl von Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt, sodass der VRR einen formellen Förderantrag einreichen konnte, welcher voraussichtlich im Dezember 2016 bewilligt wird.

 

Das geplante Projekt soll dazu beitragen, den Mobilitätsverbund dauerhaft durch die Bereitstellung hochwertiger Abstellanlagen für Fahrräder an Verkehrsschnittstellen zu stärken. Hierbei handelt es sich insbesondere um Fahrradboxen und Sammelabstellanlagen sowie einer Verbesserung der Zugangsmöglichkeiten. Integraler und innovativer Bestandteil des Vorhabens ist ein elektronisches Schließsystem für verschiedene Fahrradabstellanlagen. Dabei soll der Systemzugang sowohl über eine systemeigene Zugangskarte als auch explizit über das eTicket (Fahrschein in Form einer Chipkarte) der VRR-Verkehrsunternehmen – und perspektivisch über das Smartphone – ermöglicht werden. Der elektronische Zugang über die eTickets der Verkehrsunternehmen wird es einer relativ großen Kundengruppe ermöglichen die Fahrradabstellanlagen zu nutzen. Das Zugangssystem soll es ermöglichen, Fahrradboxen und Stellplätze in Sammelabstellanlagen auch spontan für einen kurzen Zeitraum zu vermieten.

 

Folgende Funktionen sollen über das System abgebildet werden:

 

  • Informieren: Die Nutzer können sich vor Beginn einer Reise informieren, ob aktuell ein Stellplatz zur Verfügung steht.

 

  • Reservieren: Über eine Website oder App können Boxen oder Stellplätze in Sammelabstellanlagen reserviert werden. Dies kann über eigenen Output oder über Schnittstellen beispielsweise mit den elektronischen Angeboten von Verkehrsunternehmen erfolgen.

 

  • Vertrieb: Durch den Einsatz eines elektronischen Zugangs- und Hintergrundsystems werden die Voraussetzungen für zukünftige Verkehrsträger-übergreifende Ticketmodelle oder Abrechnungen aus einer Hand geschaffen.

 

Standort

 

Zur Verbesserung des B&R Angebotes soll am Bahnhof Oberhausen-Sterkrade im Rahmen des Projekt eine neue B&R-Anlage mit 30 Stellplätzen in einer Sammelabstellanlage und 10 Stellplätzen in Fahrradboxen auf einem Grundstück der STOAG geschaffen werden, vgl. Anlage 2. Hierzu wird ein Nutzungsvertrag mit der STOAG geschlossen. Der Bahnhof Sterkrade ist neben dem HBF der wichtigste Verknüpfungspunkt des ÖPNV und SPNV in Oberhausen. Die derzeitigen B&R-Anlagen am Bahnhof-Sterkrade sind ausgelastet und es besteht ein deutlicher Bedarf das Angebot zu erweitern. Die im Projekt vorgesehen digital gesteuerten Radabstellanlagen bieten hierzu eine innovative Möglichkeit sichere B&R Angebote zu schaffen.

 

Öffentlichkeitsarbeit

 

Kunden sollen durch vielfältige Kommunikationsmaßnahmen auf den vereinfachten Zugang und die problemlosere Nutzung der RadGaragen aufmerksam gemacht werden. Dabei sollen einerseits bestehende Kunden und ÖPNV-Nutzer, aber auch neue Zielgruppen angesprochen werden.

 

Für eine verbundweit einheitliche und intensive Vermarktung der neuen integrierten Lösung soll im Rahmen einer Agenturausschreibung ein einheitliches Kommunikationsdesign mit lokalen Gestaltungselementen sowie eine Kommunikationskampagne entwickelt werden. Die Kommunikationsmaßnahmen sollen sich auf die verschiedenen Zielgruppen adaptieren lassen und sowohl die Meinungsbildner als auch den Endkunden mit Informationen zum Projekt und zur Nutzung versorgen. Insbesondere sollen auch die jetzigen Nutzer von Park+Ride-Anlagen angesprochen werden, um das System bekannt zu machen und ihnen eine attraktive Alternative zur Fahrt mit dem Auto anzubieten.

 

Projektzeitplan

 

Das gesamte Modellprojekt soll innerhalb von 1,5 Jahren umgesetzt werden. Im ersten Jahr erfolgen die Planungen, Ausschreibung und der Bau der Abstellanlagen. Im zweiten Jahr wird die Evaluation und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt.

 

Der Förderbescheid wird im Dezember 2016 erwartet. Mit dem Projekt kann daher voraussichtlich im Januar 2017 begonnen werden.

 

Kosten

 

Für das gesamte Verbundprojekt wurden 4.585.495,67 € beantragt. Hiervon entfallen nachfolgend aufgeführten Fördermittel auf die Stadt Oberhausen:

 

Zuwendungsfähige Gesamtausgaben:136.448,00 € (Brutto)

Beantragte Förderquote:90 %

Beantragte Bundesmittel:130.929,36 €

Aufzubringende Eigenmittel:  13.645,00 €

 

In der Finanzplanung der Stadt Oberhausen – Teilfinanzplan Produktbereich 12 – Verkehrsflächen und -anlagen ÖPNV - wurde die Maßnahme unter der Finanzstelle 560012010600300 – Radabstellanlage VRR- berücksichtigt.

 

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Anlagen

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