Beschlussvorlage - B/16/2093-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat beschließt die außerplanmäßige Mittelbereitstellung im Produktbereich 08, Sportförderung, im Haushaltsjahr 2016 wie folgt:

 

Invest.-BezeichnungFinanzpositionBezeichnungBetrag/€

Maßnahmebrutto

 

250008010300740 Stadion NR785110Hochbau OGM337.000,00 €

Anlage i. Bau

 

Deckungsvorschlag:

Erhöhung des negativen Saldos aus Investitionstätigkeiten.

Die verbindliche Gesamtkreditvorgabe der Bezirksregierung wird eingehalten.

 

Bezug:

Drucksachen-Nr. B/16/1055-01 vom 14.09.2015

 

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Konsequenzen

Bezug

 

Drucksachen-Nr. B/16/1055-01 vom 14.09.2015

 

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine[ ]

 

    ja[X]

 

b) Sonstige

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Sachverhalt

Begründung

 

Der Rat der Stadt hat am 14.09.2015 die Weiterentwicklung des Stadions Niederrhein durch die Errichtung eines neuen Tribünengebäudes inkl. Toilettenanlagen in der heutigen Emscherkurve des Stadions beschlossen (Tribünenvariante II, Fassungsvermögen Stehplätze 3.110 Zuschauer, erweiterbar auf 4.110 Stehplätze).

 

Nach dem Planungsstand vom 14.09.2015 war von Gesamtkosten für den Tribünenbau in Höhe von 2.995.600,00 € auszugehen. Grundlage hierfür war die Kostenschätzung eines im Stadionbau erfahrenden Unternehmens. Seinerzeit bezog sich die Kostenschätzung ausschließlich auf die Errichtung des Tribünengebäudes.

Weitergehende Prüfungen zu sicherheitsrelevanten Fragen wie Brandschutz, Entwässerungssituation nach dem Abriss der Emschertribüne u. a. waren zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erfasst.

 

In den weiteren Planungen des Jahres 2016 ergaben sich die folgenden Sachverhalte, die zu Mehrkosten für das Projekt führen:

 

1)Abriss der Emscherkurve

In der Vorlage der Verwaltung vom 14.09.2015 wird darauf hingewiesen, dass es grundsätzlich möglich wäre, die derzeitigen Erdwälle bzw. Stehränge bei dem geplanten Tribünengebäude in weiten Teilen stehen zu lassen.

 

Bereits damals wurde erörtert, aus städtebaulichen Gründen sowohl Zuschauerränge als auch die Kunststoffflächen zurückzubauen. Diese Einschätzung hat sich im Verlaufe der weiteren Prüfung bestätigt. Allein aus sicherheitstechnischen Erwägungen ist es erforderlich, hinter der geplanten neuen Tribüne ausreichend Fläche vorzuhalten, die im Katastrophenfall die Entfluchtung der Besucher gewährleistet. Die seinerzeitige Option, „Beibehaltung der Emscherkurve in der heutigen Form“, musste deshalb verworfen werden.

 

Der Rückbau der Emscherkurve war nicht Bestandteil des im Jahre 2015 genannten Kostenrahmens. Die Verantwortlichen von Stadt Oberhausen und OGM GmbH haben sich inzwischen darüber verständigt, dem Rat vorzuschlagen, den Abriss der Emscherkurve aus dem laufenden Investitionshaushalt 2016 zu finanzieren.

 

Nach Wertung der eingegangenen Angebote für die Leistung „Abbruch der Emschertribüne“ und den anschließend geführten Vergabegesprächen beträgt der Angebotspreis des günstigsten Bieters 203.061,60 € brutto.

 

Für diesen Kostenrahmen bedarf es einer außerplanmäßigen Mittelbereitstellung.

 

2)Neubau Emschertribüne

Nach Auswertung der eingegangenen Angebote der Bieterfirmen und den sich daran anschließenden Erörterungs- und Vergabegesprächen beträgt das Preisangebot des günstigsten Bieters für den Hochbau 3.018.808,66 € brutto.

 

Diesem Betrag sind noch die Kosten für Leistungen hinzuzurechnen, die nicht Bestandteil der Ausschreibung waren, aber im Zusammenhang mit dem Gesamtprojekt durchgeführt werden müssen:

 

Erweiterung der Videoüberwachungsanlage15.000,00 € brutto

 

Kanalanschluss für Schmutz- und Regenwasser

von der Schnittstelle „Baufeldgrenze“ zum öffentlichen Kanal

Lindnerstraße45.000,00 € brutto

 

Projektsteuerung der OGM GmbH50.000,00 € brutto

 

Somit stellen sich die Gesamtkosten für das Projekt „Neubau

Emschertribüne wie folgt dar:

 

a)Abriss Emscherkurve203.061,60 € brutto

b)Neubau Emschertribüne (Hochbau)3.018.808,66 € brutto

c) Zusätzliche Leistungen110.000,00 € brutto

insgesamt:3.331.870,26 € brutto

 

Bezüglich der Punkte b) u. c) ergibt sich ein Mehrbedarf in Höhe von 133.268,66 € brutto. Für diesen Kostenrahmen bedarf es ebenfalls einer außerplanmäßigen Mittelbereitstellung.


Gegenüber den im Jahre 2015 kalkulierten Preisen ergibt sich für den Tribünenneubau somit ein Gesamtmehrbedarf in Höhe von insgesamt               336.220,26 € brutto.

 

Die  Mehrkosten zu 2 b) und 2 c) resultieren aus den im Jahre 2016 durchgeführten, tiefergehenden Planungen, aus denen sich Details ergaben, die zu den zusätzlichen Kosten führen.

 

Beispielhaft gehören hierzu die folgenden Leistungen:

 

  • Detaillierte Entwässerungsplanung für das Tribünengebäude und die Verkehrsflächen vor der geplanten, neuen Tribüne.

Hinweis:Das Thema Entwässerung für Tribünengebäude und Vorplatz war bis zum Planungsstand September 2015 noch nicht detailliert geplant bzw. geklärt. Die Entwässerungsplanung erfolgte durch die WBO GmbH.

 

  • Errichtung von zusätzlichen Gebäuden unterhalb der Tribüne (Gebäude für Sanitäter, Lager, Kioske).             
     
  • Herstellung von neuen Leitungsverbindungen zwischen der geplanten neuen Tribüne, der Haupttribüne und der Tribüne auf der Gegengeraden.             
     
  • Kosten für den Anschluss der Entwässerungsleitungen an das öffentliche Kanalnetz.
     
  • Kostenerhöhung auf Grund von Vorgaben der Bauordnung und der Feuerwehr, die die Sicherheit der Stadionbesucher betreffen.             
     
  • Kostenerhöhung bei der Architektenleistung für notwendige Planänderungen in Fragen der Sicherheit, die aufgrund von Vorgaben der Bauordnung und der Feuerwehr erforderlich waren.             
     
  • Einrichtung von Behinderten-WCs im Bereich der geplanten Emschertribüne.

 

Die weitergehenden Planungsgespräche nach dem Ratsbeschluss vom 14.09.2015 fanden auch unter Beteiligung der Verantwortlichen des Vereins SC Rot-Weiß Oberhausen, des RWO-Fan-Rates sowie Vertretern des Behindertenbeirates statt.

Die hierbei gemachten Anregungen für die Gestaltung der neuen Tribüne wurden aufgenommen und sollen beim Neubau der Emschertribüne so weit wie möglich berücksichtigt werden.

 

Im Zuge der weiteren Planungen wurde durch die OGM GmbH auch festgestellt, dass eine zunächst angedachte zusätzliche Flutlichtinstallation auf dem neuen Tribünendach nicht erforderlich ist. Aktuell reicht die Flutlichtanlage aus, Ligaspiele des Vereins RWO auch in der dunklen Tageszeit durchzuführen. Selbst einzelne Ligaspiele von RWO wurden bei der derzeitigen Flutlichtstärke live im Privat-TV übertragen. Deshalb soll zum jetzigen Zeitpunkt auf die Ertüchtigung der vorhandenen Flutlichtmasten durch die Montage von zusätzlichen Flutlichtleuchten verzichtet werden. Dies wäre bei zwingender Notwendigkeit, z. B. beim Aufstieg des Vereins RWO in eine der drei Bundesligen, jedoch jederzeit möglich.

 

Darauf hinzuweisen ist noch, dass im Zuge der Weiterentwicklung des Stadions parallel geprüft wird, das im Umfeld des Stadions anfallende Regenwasser vom öffentlichen Kanalnetz abzukoppeln, um hierdurch auch den ökologischen Zielen Rechnung zu tragen. Gemeinsam zwischen der OGM GmbH, der WBO GmbH, der Emschergenossenschaft und der Verwaltung wird versucht, hier zu einer für die Stadt Oberhausen interessanten, ökologisch und ökonomisch zukunftsweisenden Lösung zu kommen.

 

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Anlagen

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