Antragsvorlage - A/16/1933-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Die Stadtverwaltung prüft die Einführung von sogenannten Laubkörben für die Oberhausener Bürger und stellt gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben Oberhausen ein praktikables Konzept inklusive Kostenplanung zur stadtweiten Umsetzung ab Herbst 2017.

Dabei sollen Stadt und WBO bereits für den kommenden Herbst 2016 ein auf wenige Straßenzüge begrenztes Pilotprojekt initiieren, um erste Erfahrungen hinsichtlich der Effizienz und Akzeptanz beim Bürger zu sammeln.

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Konsequenzen

Bezug

 

 

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine[X ]

 

    ja[ ]

 

b) Sonstige

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Sachverhalt

Begründung / Sachdarstellung

 

„Oberhausen kämpft mit dem Herbstlaub“ titelte die Presse im vergangenen Oktober. Viel Aufwand mit voraussichtlich hohen Kosten wird für die Laubbeseitigung betrieben: In der Laubsaison sind der WBO zufolge rund 30 Mitarbeiter jeden Tag damit beschäftigt, Straßen und öffentliche Plätze zu reinigen. Zum Einsatz kommt ebenfalls ein Laubsauger, den die WBO 2014 gekauft hat. Zusätzlich wird Laub an zwei Tagen von der WBO abgeholt, den die Bürger zuvor in Plastiksäcken sammeln und an den Straßenrand stellen. Außerdem können Bürger Laub sammeln und kostenlos im Buschhausener Wertstoffhof abgeben. Dazu muss man jedoch über ein Auto verfügen.

Dennoch räumt WBO-Geschäftsführerin Maria Guthoff gegenüber der WAZ ein, dass die Kehrmaschinen nicht die Effizienz erreichen, die gewünscht ist, weil die Fahrzeuge mit Hindernissen kämpfen müssen und das Laub, das Bürger in die Straßenrinne gefegt haben, nicht bewältigen können.

Das Verpacken in Säcken ist manchen offenbar zu mühselig. Zudem gibt es immer wieder Meldungen, nach denen die Laubsäcke vergessen werden oder so beschädigt sind, dass das Laub sich wieder auf den Gehwegen verteilt.

In der Nachbarstadt Bochum etwa bietet der Betrieb USB den Bürgern jährlich Laubkörbe mit 1 Kubikmeter Volumen an, mit denen das Laub auf öffentlichen Wegen gesammelt werden kann. Die Körbe werden wöchentlich mit einer Saugmaschine entleert. Mehr als 3200 Stück werden inzwischen dort von den Bürgern bestellt – nach Gesprächen mit dem Bochumer Betrieb wächst die Zahl der Bestellungen.

Ebenfalls verfügt die Stadt Oldenburg seit 1995 über dieses Angebot, durch Laubkörbe seine Bürger bei der Entsorgung von Straßenlaub zu entlasten. Hier ist die Nachfrage sogar höher als die tatsächlichen Möglichkeiten des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB).

Die Vorteile für die Bürger liegen auf der Hand: Das Sammeln und Verpacken von Laub ist deutlich bequemer und schneller als in Säcken zu bewältigen.

Die Vorteile für den Umweltbetrieb liegen u.a. darin, dass das Laub bis zur Entleerung windsicher gelagert ist und nicht im Rinnstein landet.

Laub kann schneller und womöglich mit weniger Personalaufwand entsorgt werden.

Anders als bei Plastiksäcken können zudem Dinge, die nicht in den Grünschnitt gehören wie Glas oder Äste – auch das kommt vor – leichter identifiziert und aussortiert werden.

Plastikmüll in Form von Säcken wird deutlich reduziert. Das bedeutet auch weniger Aufwand bei der Entsorgung.

 

Wir sehen zwar auch den oftmals mit dem Aufstellen und Betreiben von Laubkörben einhergehenden Kritikpunkt aus den bereits praktizierenden Städten, dass in den Behältern verbotenerweise auch sog. to-go Müll von vorbeilaufenden Passanten entsorgt wird. Wir glauben aber, dass sich Oberhausener Bürger hier anders und damit vorbildhafter verhalten werden.

 

Für die Stadtreinigung bedeutet der Einsatz der Bürger eine wichtige Entlastung und sollte daher möglichst einfach und motivierend gestaltet werden. Die Verwaltung soll gemeinsam mit der WBO eine Umsetzung des Bochumer Modells in Oberhausen prüfen und personell sowie finanziell konzipieren. Im Anschluss daran möge das Konzept im Rat vorgestellt werden.

Dabei ist es sinnvoll, kurzfristig in diesem Jahr mit einem auf wenige Straßen begrenzten Pilotprojekt zu beginnen, um Erfahrung hinsichtlich einer stadtweiten Umsetzung zu sammeln.

 

Weitere Begründung mündlich.

Kurzfassung

 

 

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