Beschlussvorlage - B/16/1785-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Ergänzend zu seinem Beschluss in der Sitzung vom 14. März 2016 (geänderte Drucksache B/16/1372-01) beauftragt der Rat die Verwaltung folgendes Vorgehen in zwei Stufen umzusetzen:

 

  1. In der ersten Stufe werden die Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Sterkrade ab dem 01. Oktober 2016 von derzeit 29 auf 35 Stunden/Woche erweitert. Dadurch soll die Bibliothek durchgehend ohne Mittagsschließzeit geöffnet sein. Die Schüler und Schülerinnen können dann auch die Arbeitsräume und -angebote der Bibliothek nutzen, wenn sie aus der Schule kommen. Die Öffnungszeit in der Bibliothek in Schmachtendorf wird übergangsweise von 16 auf 10 Wochenstunden reduziert, die dadurch frei werdenden Personalressourcen werden zur Erweiterung der Öffnungszeiten bei der Stadtbibliothek Sterkrade eingesetzt.

 

  1. In der zweiten Stufe wird die Verwaltung auf der Grundlage des vorgelegten neuen Nutzungskonzeptes mit der weiteren Planung für die Bibliothek in Schmachtdorf und die zugehörige Kostenermittlung beauftragt. Ziel dieser Planung ist die Aufrechterhaltung und der Ausbau der Stadtbibliothek Schmachtendorf zu einem kulturellen Treffpunkt aller Generationen im Stadtteil Schmachtendorf. Die Einrichtung einer automatisierten Medienausleihe für den Stadtteil Schmachtendorf entsprechend dem ursprünglichen Vorschlag der Verwaltung wird nicht weiter verfolgt.

 

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Konsequenzen

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine[X]

 

    ja[ ]

 

b) Sonstige

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Sachverhalt

Begründung

 

  1. Am 04. März 2016 eröffnete die neue Stadtbibliothek Sterkrade.

Mit Beschluss vom 14. März 2016 wurde die Verwaltung aufgefordert, eine erste Nutzungsfrequenz der neuen Stadtbibliothek Sterkrade vorzulegen.

Diese verdeutlicht, dass trotz Mittagsschließzeiten das Angebot in Sterkrade bereits nach einem Vierteljahr als deutliche Bereicherung der Sterkrader Kultur- und Bildungsangebote wahrgenommen wird. Leider schließt die Mittagsschließzeit eine für die bibliothekarische Arbeit entscheidende Nutzergruppe aus, die Schüler und Schülerinnen. Gerade diese Gruppe der umliegenden Schulen könnte die Bibliothek mit ihren Lern- und Arbeitsmöglichkeiten direkt nach der Schule oder in Freistunden während der Schulzeit nutzen.

In der Stadtteilbibliothek Schmachtendorf brachen die Nutzerzahlen trotz Aufrechterhaltung aller Öffnungszeiten im Untersuchungszeitraum massiv ein (Anlage 1).

Durch eine kurzfristige und übergangsweise Verlagerung von Personalressourcen von der Bibliothek Schmachtendorf zur Stadtbibliothek Sterkrade kann dem Auftrag des Rates vom 14.03.2016 gefolgt werden und die bisherige Mittagsschließzeit von Dienstag bis Freitag entfallen. Die Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Sterkrade erweitern sich dadurch an den genannten Tagen um jeweils 1,5 Stunden. Die Öffnungszeit in der Bibliothek in Schmachtendorf wird dementsprechend von 16 auf 10 Wochenstunden reduziert.

 

  1. Ebenso wurde die Verwaltung vom Rat mit der Erarbeitung eines neuen Nutzungskonzeptes für die Integrierte Schul- und Stadtteilbibliothek beauftragt. Mit dem hier vorgelegten Vorschlag zur Umwandlung der Integrierten Schul- und Stadtteilbibliothek in einen „Schmachtendorfer Medientreff“ wird in Abstimmung mit der Leitung der Heinrich-Böll-Gesamtschule ein Vorschlag unterbreitet, der sowohl eine Weiterführung der öffentlichen Nutzung der Bibliothek mit erweiterten Aufenthalts- und Online-Angeboten sicherstellt und gleichzeitig eine Rückführung der Bibliotheksangebote in die Schule erreichen soll. Somit könnte für den Stadtteil Schmachtendorf ein lebendiger kultureller Ort entstehen, der auch die Durchführung von Veranstaltungen ermöglicht.

 

  1. Mit oben genanntem Beschluss wurde die Verwaltung zudem beauftragt, ein grundlegendes Personalkonzept für die gesamte Stadtbibliothek, einschließlich der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle (sba) vorzulegen. Aus den in der Anlage 2 dargestellten Arbeitszeitberechnungen für das bibliothekarische Fachpersonal ergibt sich, dass in den öffentlichen Bibliotheken  einem Arbeitszeiten-Soll von 42.612 Jahresarbeitsstunden (berechnet nach KGSt) ein Arbeitszeiten - Ist von 43.687 Jahresarbeitsstunden gegenübersteht. Dementsprechend besteht bereits zum aktuellen Zeitpunkt eine Differenz von mehr als 1.000 Jahresarbeitsstunden. Laut. KGSt entsprechen 1 Vollzeitstelle 1.590 Stunden im Jahr.

 

Für die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle ergibt sich bei der gleichen Berechnung ein in etwa gedecktes ausgeglichenes Verhältnis von 11.289 Jahres-Soll-Stunden zu 11.494 Jahres-Ist-Stunden, also eine Differenz von knapp 200 Arbeitsstunden im Jahr.

 

Aus diesen Berechnungen wird deutlich, dass im Bereich der öffentlichen Bibliothek in Oberhausen bereits jetzt eine personelle Unterdeckung besteht, die derzeit durch die hohe Einsatzbereitschaft und die Bereitschaft, flexibel auf aktuelle Situationen (Urlaub, Krankheitsfälle, Weiterbildung etc.) zu reagieren, bewältigt wird. Gleichzeitig aber wird auch deutlich, dass keinerlei personelle Ressourcen für Erweiterungen oder veränderte Aufgabenstellungen vorhanden ist. Potentiale, um zum Beispiel auf längere Krankheitssituationen angemessen reagieren zu können, sind dementsprechend nicht mehr vorhanden.

Die personelle Situation in der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle ist ebenfalls äußerst eng. Insbesondere Langzeiterkrankungen können dort ebenfalls nicht kompensiert werden, ohne Leistungen konkret einzuschränken.

 

  1. Die Verwaltung war zudem mit oben genanntem Beschluss beauftragt worden, zu prüfen, ob zur Kompensation von schlechter frequentierten Ausleihzeiten der städtischen Bibliotheken eine automatisierte Medienausleihe umsetzbar und effizient ist. Die Verwaltung hatte in ihrem ursprünglichen Vorschlag, die Aufstellung eines Automaten für ca. 1.000 Medien an Stelle der Bibliothek in Schmachtendorf vorgeschlagen. Die derzeit auf dem Markt vorhandenen automatisierten Ausleihverfahren beziehen sich ausnahmslos darauf, kleinere Bibliothekseinrichtungen durch entsprechende technische Geräte zu ersetzen.

 

Grundsätzlich aber sind die wesentlichen bibliothekarischen Angebote (Beratung, Informationsvermittlung, Leseförderung, Medienkompetenzvermittlung etc.) geprägt von Aufgaben, die sich nach jetzigem Stand kaum weiter automatisieren lassen, der heute bereits auch bei der Stadtbibliothek Oberhausen mit der automatisierten Selbstverbuchung und -rückgabe realisiert ist. Alle öffentlichen Bibliotheken in Oberhausen verfügen über Selbstverbucher, in der Zentralbibliothek im Bert-Brecht-Bildungszentrum und in der Stadtbibliothek Sterkrade sind darüber hinaus 24-Stunden-Rücknahme-Geräte im Einsatz. Ebenfalls im Einsatz sind in der Zentralbibliothek und der Stadtbibliothek Sterkrade Kassenautomaten.

 

 

 

Erläuterung zu 1

 

Vorschlag für die Weiterentwicklung der Schul- und Stadtteilbibliothek Schmachtendorf zum „Schmachtendorfer Medientreff“

 

 

Ausgangssituation

 

Seit Gründung der Heinrich-Böll-Gesamtschule (HBG) im Jahr 1981 befindet sich dort auch die Integrierte Schul- und Stadtteilbibliothek Schmachtendorf. Sie ist untergebracht im 1. OG des Mensagebäudes mit einem Zugang über den Parkplatz/Schulhof an der Dudeler Straße. Für eingeschränkt mobile Menschen steht ein Außenfahrstuhl zur Verfügung. Da die Bibliothek aber innerhalb ihrer öffentlichen Bibliotheksfläche von ca. 300 qm auch einige Treppenstufen aufweist, muss in diesen Fällen auf Hinweis jeweils ein hinterer Zugang durch das Personal geöffnet werden. Die Bibliothek verfügt über einen Medienbestand von aktuell ca. 18.000 Medien, im Wesentlichen bestehend aus den Bereichen Belletristik, Kindermedien, Sachmedien. Es steht ein Automat für die Selbstverbuchung bei der Ausleihe zur Verfügung, die Rückgabe der Medien muss aus baulichen Gründen manuell erfolgen. Das Sicherungsgate für die  Mediensicherung ist nur noch unvollständig vorhanden. Die Internetanbindung über einen öffentlichen Internet-Arbeitsplatz ist unzureichend (langsame, häufig ausfallende Internetverbindung). Derzeit ist die Bibliothek an folgenden Tagen für die Öffentlichkeit geöffnet: MO, DI und FR von 13.00 bis 17.00 Uhr und DO von 10.00 bis 14.00 Uhr, das sind 16 Stunden/Woche. Daneben bestand für die Schülerinnen und Schüler der HBG die Möglichkeit der schulischen Nutzung und der bibliotheksfachlichen Betreuung und Begleitung nach Absprache in den Vormittagsstunden (außer mittwochs).

 

Das Team der Integrierten Schul- und Stadtteilbibliothek Schmachtendorf bilden aktuell 1 Dipl.-Bibliothekarin (halbtags) als Leiterin und 1 Bibliotheksassistentin (insgesamt weist der Stellenplan 1,5 Personalstellen aus). Zur Ergänzung des Teams kommt im Urlaubs- bzw. Krankheitsfall 1 Bibliotheksassistent nach Bedarf aus der Zentralbibliothek. Da die Gesamtpersonalsituation der Bibliothek Oberhausen inzwischen soweit reduziert worden ist, besteht bei kurzfristigen Erkrankungen des Stammpersonals wiederholt die Schwierigkeit, die Öffnungszeiten dauerhaft sicherzustellen. Der Kulturausschuss und die Bezirksvertretungen haben bereits in ihren Sitzungen vom 05.07.2011 bzw. 06. und 07.07.2011 zustimmend zur Kenntnis genommen, dass grundsätzlich keine personelle Vertretung aus der Zentralbibliothek erfolgt. Trotzdem wurde in der Vergangenheit versucht, in diesen Fällen die Schließung der Bibliothek nach Möglichkeit zu verhindern.

 

Eine im Jahr 2015 durchgeführte konsequente Bestandsrevision hat zwar zu einer Aktualisierung des bereitgestellten Medienbestandes geführt, die Nutzungszahlen im öffentlichen Bereich aber nicht wesentlich verändert.

Besondere Angebote der Leseförderung zum Beispiel für KTEs etc. sind aufgrund der Öffnungszeiten, die hauptsächlich im Nachmittagsbereich liegen und aufgrund des für diese Aufgabenstellung hierzu notwendigen  Bestandes an diesem Ort derzeit nicht gegeben.

 

 

Kooperation mit der Heinrich-Böll-Gesamtschule

 

Insgesamt zählt die HGB 1.351 Schülerinnen und Schüler. Die Schülerinnen und Schüler der ersten beiden Jahrgänge 5 und 6 sind in der Dependance Königshardt untergebracht. Dort besteht mit bibliotheksfachlicher Unterstützung und Begleitung der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle (sba) eine ehrenamtlich von Lehrerinnen und Lehrern der Schule geführte Schulbibliothek. Deren Bestand richtet sich ausschließlich an die jüngeren Schülerinnen und Schüler der Schule.

 

Ab der Jahrgangsstufe 7 sind die Schülerinnen und Schüler am Hauptsitz der HGB in Schmachtendorf untergebracht. Da die Integrierte Schul- und Stadtteilbibliothek dort über keine nach aktuellen Maßstäben schulisch relevanten Medien verfügt, die Online-Anbindung den notwendigen Anforderungen nicht im Ansatz den Erfordernissen entsprechen und gleichzeitig kaum Arbeits- und Aufenthaltsmöglichkeiten bestehen, ist die schulische Nutzung am Sitz Schmachtendorf in den zurückliegenden Jahren nahezu zum Erliegen gekommen. Auch das Angebot der Bibliothek für Klasseneinführungen in die Nutzung der Bibliothek wurde in den letzten Jahren nicht mehr in Anspruch genommen. Die Bibliothek kann daher ihrer Aufgabe, Medienangebote sowohl für die schulische Nutzung wie auch für die öffentliche Nutzung bereit zu stellen, nicht in ausreichendem Maße nachkommen.

 

 

Fazit

 

Die öffentliche Nutzung der Integrierten Schul- und Stadtteilbibliothek Schmachtendorf ist in den Jahren 2009 bis 2016 deutlich zurückgegangen. Aufgrund von Erkrankungen des eingesetzten Personals haben nicht planbare Schließungen an einzelnen Tagen dazu beigetragen, diesen Trend zu verstärken. Der Zugang zur Bibliothek ist durch die Teilnutzung des ehemaligen Schulhofes als Parkplatz unattraktiv und versteckt. Der bauliche und ausstattungsmäßige Zustand der Bibliothek ist veraltet und entspricht nicht mehr den fachlichen Erfordernissen für eine aktuelle Bestandspräsentation und weiteren Angeboten zur Bereitstellung von Informationen und Lese- und Arbeitsmöglichkeiten.

 

Die schulische Nutzung durch die HBG ist nahezu nicht (mehr) vorhanden. Gleichzeitig werden in der Schule dringend attraktive Arbeits- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler (insbesondere der Oberstufe) mit schneller Anbindung an die aktuellen Online-Angebote, Zugriffsmöglichkeiten zu Informationen benötigt. Dieses gilt sowohl für die Erarbeitung von schulischen Aufgaben, das Klausurtraining, aber auch den Freizeit- (Ganztag) bzw. Freistundenbereich.

 

Konsequenzen

 

Nachdem der Rat der Stadt Oberhausen in seiner Sitzung vom 14.03.2016, die Stadtbibliothek Oberhausen mit der Erarbeitung eines neuen Konzeptes für die Integrierte Schul- und Stadtteilbibliothek Schmachtendorf unter Beibehaltung der öffentlichen Nutzung beauftragt hat, wurde gemeinsam mit der Schulleitung der Heinrich-Böll-Gesamtschule ein Handlungsvorschlag erarbeitet, der sowohl die Beibehaltung eines (reduzierten) öffentlichen Bibliotheksangebotes in Schmachtendorf beinhaltet, wie auch eine Neuausrichtung der schulischen Nutzung.

 

 

„Schmachtendorfer Medientreff“

 

Die Fachverwaltung schlägt vor diesem Hintergrund vor, die bibliothekarische Nahversorgung für das öffentliche Medienangebot in der Zweigstelle Schmachtendorf neu auszurichten.

Die Hauptzielgruppen sind künftig entsprechend der vorliegenden demografischen Zahlen vor allem Seniorinnen und Senioren, für die der Weg zur Zweigstelle Sterkrade zu aufwändig ist und Eltern mit Kleinkindern, die ebenfalls eher weniger mobil sind. Dementsprechend ist der derzeitige Bestand komplett zu überarbeiten und auf die neuen zentralen Nutzergruppen auszurichten. Das künftige Angebot soll sich im Wesentlichen an den Nutzungswünschen dieser genannten Zielgruppen orientieren, darunter populäre Belletristik, aktuelle Kinderliteratur und ausgewählte Sachliteratur. Dabei wird der Gesamtbestand insgesamt um rund 40 % auf ca. 10.000 Medieneinheiten reduziert. Ergänzt werden kann dieses Angebot um schulspezifisch für die Nutzung durch die Schülerinnen und Schüler angeschaffte Medien, insbesondere für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Dadurch kann künftig im Rahmen der vorhandenen finanziellen Möglichkeiten ein zwar überschaubares, aber sehr aktuelles und attraktives Medienangebot für ausgewählte Nutzergruppen einerseits bereitgestellt werden. Die Bereitstellung anderer Medien erfolgt auf der Grundlage des bestehenden internen Leihverkehrs der Stadtbibliothek innerhalb des nächsten Öffnungstages in der Zweigstelle  Schmachtendorf oder über das deutlich ausgebaute und mehr Öffnungszeiten aufweisende Angebot der Stadtbibliothek Sterkrade. Gleichzeitig entsteht auf der Fläche der bisherigen Bibliothek in Schmachtendorf  im 1. OG der Freiraum für eine dringend erforderliche Neu- bzw. Umgestaltung der Einrichtung.

 

Durch die Trennung des vorhandenen Bibliotheksraums mittels einer Glastrennwand mit verschließbaren Türen in zwei separate Raumhälften könnte die Aufstellung der Medien in einem Teil des Raumes konzentriert werden. Der andere Teil des Raumes stünde dann für die neu zu schaffende Bereitstellung von attraktiven Arbeitsplätzen, einschließlich mehrerer Internet-Arbeitsplätze und für Lese-, Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowohl für die zeitlich getrennte öffentliche, wie auch für die schulische Nutzung zur Verfügung. Das vorhandene Raumangebot kann daher multifunktional genutzt werden. Dringend erforderlich wäre in diesem Zusammenhang neben der Bereitstellung von Gaming - Angeboten auch die Bereitstellung eines schnellen WLAN - Zugriffs an mehr als einem Arbeitsplatz. Außerdem soll Raum geschaffen werden, um dort kleinere Veranstaltungen (Lesungen/Vorträge o. ä.) durchführen zu können (Anlage 3).

 

Die Öffnungszeit der öffentlichen Bibliothek wird entsprechend diesem Vorschlag von derzeit 16 Stunden auf 10 Stunden/Woche reduziert, die bibliotheksfachliche Betreuung während der Schulnutzungszeiten entfällt.

 

Dieses in die Schule integrierte Angebot sollte an zwei Tagen für die Öffentlichkeit (etwa Dienstag von 13.00 - 17.00 Uhr, Donnerstag 10.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr) zur Verfügung stehen. In der übrigen Zeit übernimmt die Schule in Selbstverantwortung, vor allem den Bereich der Arbeits- und Aufenthaltsfläche für die Nutzung durch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in Abstimmung mit der Bibliothek. Dabei wären die aufgestellten Medien durch die Schließung der Türen in der Glastrennwand vor unbefugter Nutzung geschützt. Die Online-, Arbeits-, Aufenthalts- und Freizeitangebote der Bibliothek stünden mit einer solchen Maßnahme damit der Schülerschaft an der HBG zur Verfügung, die damit auch wieder an die Bibliotheksangebote herangeführt wird. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Bibliothek, bei der weiterhin bibliothekarisches Fachpersonal eingesetzt wird, betreuen Lehrerinnen und Lehrer der HBG die Räumlichkeiten im Zuge des Ganztages und führen Aufsicht.

 

 

Auswirkungen
 

  1. Der Stadtteil Schmachtendorf würde mit dem „Schmachtendorfer Medientreff“ eine eigenständige und attraktive kommunale Kultur- und Bildungseinrichtung mit eigenem Profil und Wiedererkennungswert erhalten.

 

  1. Die Integrierte Schul- und Stadtteilbibliothek würde, zwar in reduzierter Form, ihrem Auftrag erstmals seit langer Zeit wieder gerecht, die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils mit aktuellen Medien zu versorgen, Zugänge zu Informationen ebenso bereitzustellen wie Zugänge zu aktuellen Online-Angeboten. Gleichzeitig könnte sie wieder ihre Aufgabe als Schulbibliothek, indem sie unter aktiver Beteiligung der Schule ein attraktives und dauerhaft angelegtes Angebot für die Schülerinnen und Schüler bereitstellt, erfüllen. Die Nutzung der vorhandenen Räumlichkeiten würde durch Mehrfachnutzung optimiert.

 

  1. Durch die Reduzierung der öffentlichen Öffnungszeit der Bibliothek entsteht die Möglichkeit, Arbeitsanteile einer bibliothekarischen Fachkraft zur Stadtbibliothek Sterkrade zu verlagern und dort Öffnungszeiten entsprechend dem Beschluss des Rates vom 14.03.2016 zu erweitern.

 

  1. Die Räumlichkeiten der Schul- und Stadtteilbibliothek Schmachtendorf müssten dazu unter Einschluss der Büroarbeitsplätze der Mitarbeiter entsprechend dieser neuen veränderten Aufgabenstellung verändert und ausgestattet werden.

 

 

 

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Anlagen

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