Berichtsvorlage - M/16/1710-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Begründung / Sachdarstellung

 

 

Das Programm der Volkshochschule 2016/17 der Volkshochschule Oberhausen –

Denken ohne Grenzen – Lernort Bert-Brecht-Bildungszentrum

 

Denken, Lernen, Diskutieren, Experimentieren, Lesen, Aufregen, Entspannen, Bildung ist und bleibt ein Erlebnis und auch ein Risiko. Bildungserlebnisse verändern Menschen und Menschen verändern diese Stadt und prägen die Stadtgesellschaft. Im Sinne mündiger Menschen bedeutet das für die VHS: Die besten LehrerInnen sind jene, die dir zeigen, wohin du schauen kannst und dir nicht sagen, was du sehen sollst (The best Teachers are those who show You where to look And don’t tell you what to see Alexandra K. Trenfor). Wir werden sehen!

Das Jahresprogramm 2016/17 enthält neben Standardangeboten der Weiterbildung in z.B. Sprachen und EDV wiederum einen Themenschwerpunkt und Neuerungen, die auf Basis technischer Neuerungen, Entwicklungen des Arbeitsmarkts, sozialer Veränderungen, politischer Ereignisse sowie kultureller Konzepte entwickelt wurden. Das heißt also nicht nur Überraschungen im Programm, sondern auch Entwicklungen und Überraschungen für alle, die sich auf das Experiment Lernen einlassen möchten.  Dazu gehört sogenanntes Blended Learning mit einer Lernplattform genauso wie neue Ideen aus dem Gesundheitsbereich  in Anwendung wie AROHA ® oder Didgeridoo und Musik mit dem iPad.

In bewährter Zusammenarbeit mit anderen politischen und sozialen Einrichtungen sind auch in diesem Jahr Kooperationsprojekte und Veranstaltungen in das Programm eingeflossen, wie z. B: die Ehrenamtsreihe, die Reihe zu den USA und ihrer politischen Kultur und den Wahlen und Traditionen wie das interkulturelle Fest im Dezember oder die Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Hospiz e.V.

 

Die biografische Perspektive der Volkshochschule schärft den Blick für alle Lebens- und Lernphasen. Sie lenkt die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Gestaltung von Übergängen im gesamten Bildungslebenslauf. So baut die Volkshochschule Brücken in der Lebens-, Arbeits- und Lernbiografie durch adressatengerechte Angebote. Dabei spricht sie in erster Linie drei biografisch begründete Lern- und Bildungsperspektiven Erwachsener an:

 

  • früher Versäumtes nachzuholen – z.B. Schulabschlüsse, allgemeine und berufliche Grundbildung, Fremdsprachen;
  • vorhandene Qualifikationen und Schlüsselkompetenzen zu erweitern und zu stärken –wie Medien- und Sprachkompetenzen, Kommunikations- und Lernfähigkeit, soziale Kompetenzen;
  • neue Anforderungen zu meistern, die persönliche, berufliche und soziale Lebenssituationen mit sich bringen.

 

Hinzugekommen ist die Lebens- und Bildungsperspektive der zahlreichen Neuzuwanderer aus Krisengebieten. Auch hier versuchen Volkshochschule und viele Träger und Einrichtungen in Oberhausen gemeinsam, Perspektiven und Wege für die Menschen in Oberhausen zu schaffen.

 

In vielen Programmsegmenten sind wiederum Angebote ausgewiesen, die – ähnlich der jährlichen Sommerakademie – im sogenannten DOME-Verbund gemeinsam mit den benachbarten Volkshochschulen in Mülheim, Duisburg und Essen konzipiert worden sind, diesmal mit einem gemeinsamen Kulturcampus in Essen mit dem Schwerpunkt „Wege“. Diese Kooperation leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung regionaler Strukturen in der Weiterbildung. Sie ermöglicht es den beteiligten Volkshochschulen, bei zurückgehender kommunaler Finanzierung die verbleibenden Mittel effizienter einzusetzen.

 

Die Angebote in den einzelnen Programmsegmenten werden seit nunmehr fünf Jahren auf Basis fachbereichsbezogener Budgets geplant. Dies ermöglicht sowohl fachbereichsbezogen als auch insgesamt für alle Beteiligten ein kontinuierliches Controlling und Steuerung bzw. Nachsteuerung im Laufe eines Bildungsjahrs, mindestens quartalsweise. Basis ist ein Set von drei Leistungs- sowie zwei korrespondierenden Finanzkennzahlen (geplante Unterrichtseinheiten, maximaler Ausfall, erwartete Teilnehmer/innenzahl, Honorarbudget sowie Einnahmeerwartung).

 

Die Programminhalte wurden für das kommende Kursjahr neu sortiert, um das Finden des passenden Angebots zu erleichtern und die Übersicht zu verbessern. So sind Zielgruppenangebote wie z.B. für Frauen nicht mehr in einem gesonderten Kapitel im Buch, sondern fachlich zugeordnet und mit einem Symbol versehen, z.B. Psychologie für Frauen unter sich unter Psychologie allgemein. Das Fachgebiet „Recht“ ist nun unter Verbraucherbildung im Bereich Beruf und Wirtschaft abgebildet und klärt erweitert über die Lebensthemen und ihre Bewältigung mit fachlicher Unterstützung auf. Psychologie findet sich seit letztem Jahr im Kapitel „Gesundheit“. Das verändert auch die Zahlen, die für die Fachbereiche abgebildet werden(vorher unter Politik – Gesellschaft – Mensch)!

 

Grundbildung, Schulabschlüsse und Integrationskurse werden entsprechend der sozialen Lage in Oberhausen mit großem Aufwand quantitativ wie qualitativ auf einem hohen Niveau gehalten, u.a. mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, um den Bedarfen entsprechen zu können. Im Vergleich mit anderen Ruhrstädten kann die Volkshochschule Oberhausen eine hohe Teilnehmendenzahl mit sehr guter Erfolgsquote bei ihren Bildungsschritten begleiten. Die Nachfrage ist unverändert hoch und steigt eher noch. Mit der Beanspruchung von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds und der damit möglichen Ausweitung der Kurse nehmen im Bereich der Grundbildung mittlerweile doppelt so viele Teilnehmende bei der Volkshochschule Oberhausen wie vor zehn Jahren. Die Integrationskurse sind mit dem größten Stundenanteil aller Themen im Programm vertreten.

Die hohe Zahl Neuzugewanderter stellt die VHS vor neue Herausforderungen, nicht nur quantitativ. Sowohl politisch, rechtlich als auch ökonomisch sind nahezu wöchentlich die Bildungsarbeiten neu zu sortieren, zu beantragen und in Kooperationen durchzuführen. Das bindet zurzeit und auch in Zukunft Kräfte der Einrichtung in erheblichem Umfang zusätzlich.

 

Im Bereich Gesundheit und Kultur sind durch eine Neukonzeption des Fachbereichs mehr Angebote und eine größere Vielfalt in beiden Themenfeldern entstanden. Insbesondere Kreativität und Musik sind mit zahlreichen neuen Angeboten vertreten. Die Kooperation mit der Musikschule für musikbegeisterte Erwachsene bewährt sich und bringt mehr und mehr Erwachsene in die musikalische Bildung und das Musizieren, Notenlernen, Epochen erkunden und zum Singen lernen. Das Bert-Brecht-Haus selbst ist aufgrund der Lärmentwicklung für viele Musikangebote als Veranstaltungsort ungeeignet.

 

Mit dem Kursjahresschwerpunkt „Grenzen“ erkundet die Volkshochschule mit den Menschen in Oberhausen sprachlich, psychologisch, literarisch und naturwissenschaftlich sowie ästhetisch einen spannenden Raum des Lernens und Handelns. Von den Grenzen von Gut und Böse zu den Grenzen des eigenen „Ich“ bis hin zu den Grenzgängern, die ihre Grenzen diesmal mit Liebesliedern sprengen, wird es eine spannende Bildungsreise, zur Semestereröffnung am 9. September direkt mit Improvisationstheater zum Thema.

 

Sämtliche Programmteile und Fachbereiche der Volkshochschule sind nach der Europäischen Qualitätsnorm DIN EN 9001 zertifiziert und wurden im September des vergangenen Jahres sehr erfolgreich auditiert. Das Qualitätsmanagement der Volkshochschule erfasst alle Arbeitsprozesse und überprüft die Standards regelmäßig. Prozesse wie ein kontinuierliches Verbesserungsmanagement, Beschwerdemanagement, Kundenbefragungen, Einarbeitungspläne, eine Dokumentenmatrix haben die Arbeit nicht nur strukturiert, sondern auch qualitativ verbessert, vor allem in Bezug auf die Teilnehmenden. Zurzeit bereitet sich die VHS auf die Einführung der neuen ISO Norm 9001:2015 vor inklusive neuer Prozesse wie Risiko- und Wissensmanagement.

Mit dieser Vorlage legt die Volkshochschule ihr Bildungsprogramm 2016/17 vor, wie es am 28. April durch die VHS-Versammlung einstimmig verabschiedet worden ist.


Produkt 040401

Bildungsangebote im Rahmen des WbG

 

A    Gesellschaft – Politik - Mensch

 

 

In der politischen Bildung liegt der Schwerpunkt auf aufklärenden und möglichst entgeltfreien Einzelveranstaltungen im Abendbereich. Damit wird einem veränderten Teilnahmeverhalten im Bereich der politischen Bildung entsprochen. Aber auch für Bürgerinnen und Bürger, die an einem regelmäßigen Austausch interessiert sind, gibt es weiterhin einige Angebote. So besteht die Möglichkeit, sich regelmäßig in einem von mehreren politischen Gesprächskreisen über wichtige politische und gesellschaftliche Themen auszutauschen. Zwei Diskussionsangebote richten sich explizit an unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger und ermöglichen so eine aktive Teilhabe am politischen Geschehen. Darüber hinaus gibt es mit dem „Knappen Café“ ein offenes Angebot zum Austausch über lokalbezogene Themen.

 

Der im vergangenen Kursjahr gemeinsam mit dem Jugendparlament initiierte Gesprächskreis für junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren, „Junge Politik in Oberhausen. Diskussionsrunde für junge Oberhausener an der VHS“ (JuPO), wird fortgesetzt. Damit wird der Versuch unternommen wieder mehr junge Menschen für Angebote in der politischen Bildung zu gewinnen. Darüber hinaus wird es in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung erstmals ein „Planspiel Kommunalpolitik“ in Oberhausen geben. Neben den teilnehmenden Jugendlichen werden dabei auch „echte“ politische Akteure am Planspiel beteiligt. So wird das „Finale“, eine simulierte Ratssitzung, von Oberbürgermeister Daniel Schranz geleitet und die Jugendlichen bereiten sich unter Mithilfe von Vertreterinnen und Vertretern aller Oberhausener Ratsfraktionen bzw. Gruppen auf die gespielte Sitzung vor.

 

Im kommenden Kursjahr wird es wieder ein eigenes Schwerpunktthema im Bereich der politischen Bildung gemeinsam mit Arbeit und Leben DGB/VHS Oberhausen geben. Dabei widmen wir uns anlässlich der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA dem Thema: „Die Weltmacht USA im Wandel?! Über eine Beziehung der besonderen Art“. Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas wird somit der Versuch unternommen ein sehr tagesaktuelles Thema aufzugreifen, welches insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2016 zunehmend die öffentliche Wahrnehmung dominieren wird. Neben einem landeskundlichen Vortrag sind unter anderem ein Besuch im US-Generalkonsulat in Düsseldorf, themenbezogene Diskussionsveranstaltungen im Vorfeld der Wahlen – inklusive eines Vortrags zum Politischen System mit Ausblick auf die Wahl – sowie eine Abendveranstaltung zum Ausgang der Wahlen und ihre Auswirkungen auf Deutschland geplant.

 

Der allgemeine Themenschwerpunkt an der VHS Oberhausen wird zum Thema „Grenzen“ sein. Entsprechend des gewählten Themenschwerpunkts beteiligt sich auch die politische Bildung mit mehreren Veranstaltungen. Unter anderem wird es zwei Ausstellungen, ein „themenbezogenes Fotoseminar“ und eine Vortragsveranstaltung zum „bedingungslosen Grundeinkommen“ geben.

 

Bei der Exkursionsreihe „Wer hat was zu sagen in NRW?“ ermöglicht die VHS an insgesamt sechs Terminen gemeinsam mit Arbeit und Leben Oberhausen einen Blick  hinter die Kulissen des Politikbetriebes und wichtiger gesellschaftspolitischer Akteure. So wird unter anderem der Regionalverband Ruhr in Essen und der ADAC Nordrhein in Köln besucht.

 

Für aktuelle Oberhausener Themen wird gemeinsam mit Arbeit und Leben Oberhausen und der WAZ das Format: „Stadtgespräch, Verantwortliche stehen Rede und Antwort“ weitergeführt. Das „Stadtgespräch“ wurde bisher sowohl von den Teilnehmenden, als auch von den geladenen Podiumsteilnehmenden sehr gut angenommen und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Termine werden aktuell nach Thema, das in der Stadt diskutiert wird, angesetzt.

 

Im Themenbereich Strukturwandel und Arbeitswelt werden wieder verschiedene Unternehmen und bedeutsame Institutionen in Oberhausen und Umgebung besichtigt, wobei der Schwerpunkt in Oberhausen liegt. Das neue Stadtarchiv in Lirich, das Institut Fraunhofer UMSICHT sowie die die Müllverbrennungsanlage GMVA sind in diesem Kursjahr dabei.

 

Das Themenfeld Interkultur wird wie gehabt weitergeführt und im Bereich Länderkunde durch Vorträge ergänzt. Viele Programmteile sind nur in Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen, Stadtteilbüros, Netzwerk interkulturelles Lernen (NIL), und weiteren Einrichtungen möglich und finanzierbar, um den Bürgerinnen und Bürgern kostenfreien Eintritt zu politischer und interkultureller Bildung zu gewährleisten.

 

Im Themenbereich Religion, Philosophie, Lebens- und Alltagsfragen wird es anlässlich des „Lutherjahres“, also des 500. jährigen Jubiläums der Reformation, im Frühjahr 2017 eine gemeinsame Abendveranstaltung mit dem evangelischen Familien- und Erwachsenenbildungswerk Oberhausen über das Leben und Wirken von Martin Luther geben. An diesem Abend ist der bekannte evangelische Theologe Friedrich Schorlemmer zu Gast in Oberhausen. Weitere Veranstaltungen und Seminare in diesem Themenbereich widmen

sich – zum Teil auf sehr praktische Weise – relevanten Lebens- und Alltagsfragen.

 

Ein wichtiges Thema im Programmbereich wird der Umgang mit Leben und Tod sowie Trauer sein. Die erfolgreiche Kooperation mit dem Ambulanten Hospiz Oberhausen e.V. wird fortgesetzt und es wird drei gemeinsame Veranstaltungen zu ausgewählten Themenbereichen geben.

 

Im Bereich Pädagogik sind in diesem Jahr mehrere Gedächtnistrainings speziell für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger im Programm.

 

Weiterhin im diesjährigen Angebot der VHS ist auch die Mediationsausbildung, die auch im vergangenen Kursjahr mit sehr großem Erfolg durchgeführt wurde. Mit dieser qualitativ hochwertigen Ausbildung von über 220 Stunden wird die Qualifikation erworben, die gesetzlich beschriebenen Mediationen durchzuführen. Das Angebot ist insbesondere für im rechts- und sozialpädagogischen Bereich Tätige interessant. Weitere Informationen zur Mediationsausbildung lassen sich im Kursbuch im Fachgebiet Psychologie (unter Gesundheit) wiederfinden.

 

Die gemeinsame Fortbildungsreihe „Ehrensache“ mit dem Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Oberhausen (beo) und dem Büro für Chancengleichheit hat sich weiter etabliert und wird im Bereich Ehrenamt und Zivilgesellschaft mit neuen Themen in insgesamt fünf Angeboten fortgesetzt. Die Fortbildungen richten sich an ehrenamtlich Aktive und solche, die es gerne werden möchten. In konkreten Veranstaltungen wie „Umgang mit Konflikten“ oder „und wer kümmert sich um mich?“ gibt es konkrete Hilfestellungen für die Ehrenamtsarbeit.

 

Arbeitsjahr 2015/16

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

67

520

69

443

4667

 

erzielte Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

12.278

12.009

269*

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand: 29.04.16)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Zuschuss

51*

565

7.318 €

10.459 €

3.141 €

 

Erläuterung: *Der Bereich Recht ist nun im Fachbereich D: Beruf – Wirtschaft – EDV zu finden. Deshalb veränderte Zahlen. Für das Jahr 2016/17 konnten darüber hinaus weitere geplante Veranstaltungen, die noch ohne konkreten Termin sind noch nicht berücksichtigt werden.


B    Sprache

 

 

Der Bereich B umfasst in diesem Bildungsjahr erstmalig ausschließlich das Themenfeld Sprachen. Der Bereich Kommunikation richtet sich auch im kommenden Jahr vorrangig die Zielgruppe der beruflich orientierten Teilnehmer/innen an und ist daher nun auch in den Bereich D – Beruf – Wirtschaft – EDV integriert worden.

 

Das Angebot im Fachbereich Englisch baut sich, wie bei einer breit nachgefragten Sprache sinnvoll, notwendig und bewährt, auf einem modularen Kurssystem auf. Das veränderte Angebot auf allen Stufen des Europäischen Sprachenzertifikats (nun 1 x wöchentlich stattfindende Kurse mit 3 Unterrichtsstunden) bewährt sich weiterhin. Im neuen Arbeitsjahr gilt es für den Fachbereich, das neue System zu stabilisieren.

 

Das System der einzelnen Bausteine ist dabei, wie auch alle weiteren Angebote der Fremdsprache Englisch, ausgerichtet am Europäischen Referenzrahmen für das Sprachenlernen. Damit erfahren Interessentinnen und Interessenten schon im Vorfeld, welche Voraussetzungen, Anforderungen und Inhalte zu erwarten und welche Abschlüsse möglich sind. Mit der Einbettung in den gesamteuropäischen Rahmen wird auch die bildungspolitische Philosophie des VHS-Sprachenlernens zum Ausdruck gebracht: Sprachenlernen erfolgt nicht als bloßer Wissenszuwachs, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Entwicklung von Toleranz und Verständnis für die Besonderheiten anderer Kulturen.

 

Zertifikate können bei der VHS als akkreditierter Prüfungseinrichtung auf allen Niveaustufen bis zum Level C1 sowohl im allgemeinsprachlichen als auch im beruflichen Bereich erworben werden.

 

Mit insgesamt 44 Kursen findet sich thematisch ein breites Feld vom Business-Bereich als sinnvolle Ergänzung des Zertifikatsangebots über Angeboten zu Englisch für die Reise bis hin zu reinen Conversation Angeboten wie „English Discussion C1“ auch im neuen Programmjahr. Auch im Formatkonzept wird den Bürgerinnen und Bürgern Vielfalt geboten: Vom klassischen wöchentlichen Kurs, der fortlaufend über die Semester konzipiert ist, über kürzere und thematisch spezialisierte Kurse bis hin zu Wochenend-Angeboten oder Tagesveranstaltungen.

 

In dem Bereich Fremdsprachen (außer Englisch) werden folgende Sprachen angeboten:

Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Türkisch und Polnisch. Neu im kommenden Arbeitsjahr wird ein Arabisch-Kurs angeboten.

 

Alle Kurse werden inhaltlich und formal nach den Vorgaben des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen ausgerichtet. Damit werden für jeden Kurs klare Zielsetzungen formuliert. Diese Ziele dienen der Qualitätssicherung und machen das Sprachenprogramm transparent für Teilnehmende und Kursleitende.

 

Insgesamt werden im Fremdsprachenbereich 49 Kurse mit ca. 2.400 Unterrichtsstunden angeboten. Das Programm wird auch künftig in den Standorten Stadtmitte und Sterkrade  durchgeführt und mit speziellen Kursformen (Crashkurse am Wochenende, Schnupperkurse, Konversationskurse und Auffrischungskurse) ergänzt.

 

Über das traditionelle Kursangebot hinaus werden Kurse für die Reise in typische Urlaubsreiseländer angeboten (Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande).

 

Wie in den Vorjahren werden im Bereich Deutsch als Zweitsprache auch im nächsten Arbeitsjahr alle Kurse bis zum Niveau Sprachenzertifikat B 1 als Integrationskurse nach den Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge durchgeführt. Angeboten werden neben den regulären Integrationskursen Alphabetisierungskurse, Frauenkurse, Intensivkurse und Orientierungskurse. Der Anteil der Integrationskursteilnehmenden ist bei ca. 90 – 95 % stabil geblieben.

 

Für das neue Arbeitsjahr sind insgesamt ca. 9.800 Unterrichtsstunden in 117 Kursstufen geplant.

 

Das Kurssystem ist wie in den Vorjahren so aufgebaut, dass die Teilnehmenden mehrmals im Jahr an Abschlussprüfungen teilnehmen können. Prüfungsformate sind weiterhin das Europäische Sprachenzertifikat B 1 (insbesondere für Einbürgerungsbewerber und für Personen, die sich nur vorübergehend in Deutschland befinden) und - verbindlich für alle Integrationskursteilnehmenden - der Deutschtest für Zuwanderer (DTZ). Neben dem Nachweis der Sprachkenntnisse auf dem Niveau B 1 wird für die Einbürgerung das Bestehen des Einbürgerungstests verlangt. Die VHS führt diese Tests weiterhin einmal im Monat durch. Seit April 2013 wird das Bestehen des Orientierungskurstests „Leben in Deutschland“ als Ersatz für den Einbürgerungstest anerkannt. Im Arbeitsjahr 2016/17 werden darüber hinaus die Prüfungsformate A1 und A2 angeboten.

 

Das Angebot oberhalb des B 1-Niveaus richtet sich an Integrationskursteilnehmende, die gerne weiterlernen wollen, und insbesondere auch an Berufstätige und an Menschen, die ihre Sprachkenntnisse erweitern wollen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Wie schon in den Vorjahren sind die Kurse mit den Vorbereitungen auf die Prüfungen B 2 gekoppelt worden mit den Vorbereitungen auf die Prüfungen Deutsch für den Beruf, um die Teilnehmenden bei ihrer Berufstätigkeit oder bei Bewerbungen zu unterstützen.

 

Im laufenden Arbeitsjahr wurde die Zulassung von Geflüchteten aus den Ländern Iran, Irak, Syrien und Eritrea zu Integrationskursen ermöglicht. Geflüchtete aus diesen Ländern können jetzt einen Antrag beim BAMF auf Zulassung stellen. Durch die Arbeitsbelastung des Bundesamtes konnten jedoch bisher nur wenige zugelassen werden. Wir erwarten  einen Teilnahmeanstieg von Geflüchteten aus diesen Ländern in Integrationskursen  ab dem Arbeitsjahr 2016/17.

 

Für alle Geflüchteten unabhängig ihrer Herkunft wurden im laufenden Arbeitsjahr insgesamt 21 Kurse á 100 Stunden kostenfrei eingerichtet. Diese Kurse wurden aus städtischen Mitteln und Landesmitteln finanziert. Die Kurse für Geflüchtete aus allen Ländern werden im kommenden Arbeitsjahr weitergeführt und kostenfrei angeboten werden.

 

 

Arbeitsjahr 2015/16

geplante

Veran-staltungen

Ustd.

107

3.857

Sprachen

103

10.351

Deutsch als Zweitsprache

durchgeführte

Teilnehmer

erzielte

Einnahmen

 

Ertrag

Veran-staltungen

Ustd.

 

 

Honorarkosten

 

90

3.261

874

97.893 €

63.427 €

34.466 €

Sprachen

145

10.902

1.946

345.000* €

229.221 €

45.779 €

Deutsch als

Zweitsprache

* incl. noch ausstehender BAMF-Erstattungen von rd. 100.000 €

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand: 29.04.16)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertag

92

3.891

91.026 €

69.596 €

21.430 €

Sprachen

117

9.635

302.000 €

269.134 €

32.866 €

Deutsch als

Zweitsprache

 

 

 


C    Gesundheit – Umwelt – Naturwissenschaften

 

 

An der Situation im Bereich Gesundheit hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel verändert. Die Nachfrage nach Entspannungs- und Bewegungskursen ist ungebrochen groß, sodass es auch im kommenden Bildungsjahr zusätzliche Kursangebote geben wird. Hinzu kommen inhaltlich neue Angebote, zum Beispiel Kursangebote zu den Themen Alexander-Technik, die Dorn-Methode, Herzkreis-Qigong, Klangschalenmassage, etc.

Die Tatsache, dass der VHS die Turnhalle in Lirich im Augenblick nicht mehr zur Verfügung steht, wurde durch die Anmietung der Mehrzweckhalle im Schwimmbad Oberhausen ausgeglichen.

 

Im neuen Bildungsjahr bleiben bewährte Kurse erhalten, ebenso auch die erfolgreichen Kooperationen mit den Krankenhäusern sowie die Teilnahme der Volkshochschule an der jährlichen Herzwoche im November 2016. Ergänzt werden die medizinischen Vorträge durch Vorträge aus dem Bereich Homöopathie und erstmalig im Angebot der Volkshochschule das Thema „Ernährung“. Neben diversen Vorträgen zur Ernährung bei verschiedenen Lebensmittelunverträglichkeiten gibt es auch Workshops zur veganen Ernährung sowie zum  Thema „Abnehmen“.

 

Zum zweiten Mal war die Volkshochschule auch auf dem Sterkrader Sport- und Spielwochenende vertreten und präsentierte dort ihr Gesundheitsprogramm „Fit durch den Sommer“. Dieses Programm bietet den Bürger/innen ein Entspannungs- und Bewegungsangebot in der eigentlich unterrichtsfreien Zeit.

 

Das Schwerpunktthema „Grenzen“ wird auch im Gesundheitsbereich mit einem Vortrag und einer Seminarreihe zum Umgang mit persönlichen Grenzen aufgegriffen.

 

Im Bereich Umwelt/Natur sind Fahrradexkursionen unter ökologischen bzw. technischen Aspekten zu finden. Weiterhin geht es in einem Kräuterkurs um Kräuter und Heilpflanzen und deren Verwertung.

 

Im Bereich Technik sind wieder Geocaching sowie Astronomie- / Astrofotografie-Angebote zu finden. Auch der Themenbereich Astronomie greift das Schwerpunktthema mit dem Vortrag „Die Grenzen von Raum und Zeit“ auf. Neu ist im Bereich Technik ein Auto-Werkstattkurs für die Zielgruppe Frauen.

 

Für das neue Programm im Bereich der Psychologie wird es auch im kommenden Kursjahr wieder einige Veranstaltungen und Seminare geben. Die meisten Angebote finden als Wochenendangebote statt, womit der Nachfrage der Teilnehmenden entsprochen wird. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich der Lebensbewältigung. Bewährte Formate werden fortgesetzt und gezielt durch wichtige Themen ergänzt, beispielsweise im Bereich von Stressbewältigung und „Entschleunigung“ oder Konfliktfähigkeit.

 

 

Arbeitsjahr 2015/16

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

 

103

 

2.074

 

88

 

1.834

 

 

1.088

 

 

erzielte Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

75.074 €

49.339 €

25.735 €

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand: 29.04.16)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertrag

135

2.460

71.875 €

58.024 €

13.851 €

 

 

 
D   Beruf – Wirtschaft - EDV

 

 

Der Fachbereich Beruf und EDV ändert zum neuen Programmjahr seinen Titel in „BERUF – - WIRTSCHAFT - EDV“ und sortiert einige Themenbereiche neu zu*. Wesentliche inhaltliche Veränderungen im Fachbereich sind:

 

  • der Focus auf zertifizierte Seminarangebote auch im Bereich Kommunikation – Schlüsselqualifikationen,
  • das Konzept der „Kleingruppe“ für einige Angebote
  • die Erprobung neuer Themenfelder im Seminarangebot wie „Berufliche Orientierung“, „Marketing/ Vertrieb“ und die Reihe „Recht konkret“

 

Unter „BERUF“ finden Bürgerinnen und Bürger im neuen Bildungsprogramm nun bewährte Angebote der Bildungsberatung, Angebote zur Beruflichen Orientierung sowie Angebote aus dem Bereich Kommunikation/ Schlüsselqualifikationen konzentriert in einem Themenfeld.

 

Die Bildungsberatung ist im Fachbereich eng verknüpft mit den Förderinstrumenten Bildungsscheck und Bildungsprämie sowie dem Angebot „Beratung zur beruflichen Entwicklung (BBE)“, einem EU-geförderten Projekt des Landes NRW. In der BBE sind bis zu neun individuelle Beratungsstunden für Bürgerinnen und Bürger möglich. Kosten für die Ratsuchenden entstehen nicht. Für Personen mit im Ausland erworbener Berufsqualifikation ist eine Intensivberatung zur Anerkennung oder Teilanerkennung des Berufsabschlusses möglich. Die individuelle Bildungsberatung wird nach wie vor stark nachgefragt und stellt für die Oberhauser Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit in der Arbeits- und Berufswelt dar. Auch das Angebot der marktgerecht geplanten Angebote des Fachbereiches wird durch die individuellen Beratungen bereichert, da neue Trends im Nachfrageverhalten so aus erster Hand sichtbar werden und zeitnah in die Angebotsentwicklung einfließen können.

 

Neu im Programm sind nun auch Seminarangebote zur Beruflichen Orientierung. Diese richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. So gibt es ein Wochenendseminar ausschließlich für Wiedereinsteigerinnen, für diese Zielgruppe kooperiert der Fachbereich ergänzend auch mit der Arbeitsagentur Oberhausen, die mehrmals im Jahr kostenlose Informationsveranstaltungen für Wiedereinsteigerinnen anbietet. Mit „Zum Traumjob hier entlang“ werden alle angesprochen, die sich beruflich umorientieren wollen (oder müssen). Ein Wochenende bietet Jugendlichen in einem Workshop die Möglichkeit sich selbst intensiv auf die Spur zu kommen, wo der Weg für sie lang gehen könnte. Mit „Was sollen sie mal werden, wenn sie groß sind“ wird Eltern ein Seminar angeboten, wie sie ihre Kinder bei der Berufsfindung sinnvoll unterstützen können. Schließlich bietet eine erfahrene Karriereberaterin und Coach, Bewerbungstraining in der Kleingruppe an.

 

Im kleinen Themenfeld Kommunikation/ Schlüsselqualifikationen finden sich die bewährten Angebote, die bisher im Fachbereich B sortiert wurden mit dem Schwerpunkt Rhetorik. Neu im Programm sind Angebote aus dem Zertifikatsprogramm Xpert Professional Business Skills (Xpert PBS), die der Entwicklung Rechnung tragen, dass der Nachweis von Zertifikaten im Bereich der Beruflichen Bildung nachfrageseitig immer bedeutender wird. Das Lehrgangs- und Zertifikatssystem "Xpert Personal Business Skills" (Xpert PBS) ist mit seinen Lerninhalten und Prüfungen bundesweit einheitlich geregelt. Xpert PBS wendet sich an alle, die bewährte Managementtechniken erwerben, vorhandenes Können auffrischen oder vertiefen wollen. Jedes Modul schließt mit einer schriftlichen Prüfung ab. Für das aktuelle Programm konnte ein Dozent gewonnen werden, der mit seinem Xpert Seminar Konfliktmanagement von Stiftung Warentest als „bestes Konfliktmanagement in VHS“ ausgezeichnet wurde. Auch das Thema „Rhetorik“ wird nun neu als Zertifkatsseminar angeboten und ersetzt damit einige Angebote aus dem vorherigen Bildungsprogramm. Neu ist ein Angebot zum „Überzeugenden Auftritt“ – hier werden Element des Sprech- und Stimmtrainings mit der Körpersprache verbunden. Kreativitätstechniken werden unter dem Titel „Grenzen überwinden – Ideen und Lösungen wie auf Knopfdruck“ im Rahmen des Schwerpunktthemas angeboten. Fast alle Seminare in diesem Themenfeld finden an Wochenenden statt.

 

Unter „WIRTSCHAFT“ finden Bürgerinnen und Bürger neben altbewährten Angeboten aus dem Bereich Rechnungswesen und Betriebswirtschaft das neue Format „Existenzgründung in der Haus- und Grundbesitzverwaltung“, das sowohl als Bildungsurlaub als auch sechs Tage an verschiedenen Wochenenden angeboten wird, um unterschiedlichen Zielgruppen gerecht werden zu können. Finanzbuchhaltung wird weiterhin als Xpert Business Zertifikatssystem angeboten. Der erfolgreiche Vorbereitungslehrgang zur Ausbildereignungsprüfung der IHK wird fortgesetzt. Mit dem Angebot „Ausbildung der Ausbilder“ bereitet die Berufliche Bildung auf einen Kammernabschluss vor, der sich an angehende Meister und Unterrichtende in Qualifizierungsmaßnahmen wendet.

 

Neu im Programm sind Angebote zum Thema Marketing / Vertrieb. Das zertifizierte Xpert PBS Verkaufstrainings-Seminar und das zertifizierte Xpert PBS Telefontraining werden ergänzt um ein Seminar „Reklamation als Chance“, das Beschwerdemanagement in den Blick nimmt, sowie um das Angebot „Online-Marketing“ 

 

Neu im Fachbereich D sind Angebote zu Verbraucherbildung / Recht. Einige dieser Angebote waren bisher im Fachbereich A zu finden. Klassische Themen der Verbraucherbildung wie Altersvorsorge, Geldanlage, Versicherungen und Steuerrecht werden ergänzt um die Reihe „Recht konkret“. In dieser Reihe stellen Fachanwältinnen in Einzelveranstaltungen fundiertes Fachwissen zu Themen wie Elternunterhalt, Patienten- und Betreuungsverfügungen, Trennung und Unterhalt“, Mietrecht, Rechte im Job sowie Pflegegeld zur Verfügung.

 

Im neuen Bildungsjahr gibt es wiederum ein Angebot von alt-bewährten und neuen Kursen im EDV-Bereich, wobei wir einen Mix anstreben zwischen klassischen berufsorientierten Themen und Themen für den "Hausgebrauch".

 

Die Angebote beziehen sich auf die Themenschwerpunkte:

  • Grundlagenwissen für Einsteiger/Einsteigerinnen
  • Rund um Smartphones, iPhones, Tablets und Co.
  • Office-Anwendungen
  • Internet-Themen
  • Bild- und Videobearbeitung, Gestaltung
  • Technik und Konstruktion

 

Anzahl Kurse im EDV-Bereich:               99

davon für Ältere:18

davon für Frauen:3

 

Rückblick auf die im lfd. Bildungsprogramm "neu" aufgelegten Kurse:

Adobe Lightroom zur Verwaltung und Bearbeitung von Digitalfotos in Rohdatenform ist sehr gut angenommen worden. Mit dem Einzug von Windows 10 können wir auch unseren Bürgerinnen und Bürgern dazu weiterhin Kurse anbieten. In diesem Fall waren wir im DOME-Verband quasi die erste VHS, die den Teilnehmenden Übungsrechner stellen konnte.

 

Auch im neuen Bildungsjahr wird dieses Thema weiterhin von Interesse sein: es haben bei weitem noch nicht alle Bürgerinnen und ihr Betriebssystem umgestellt.

Den Computertreff für aktive Ältere haben wir im letzten Jahr in Leben gerufen: er hat sich als voller Erfolg herausgestellt. Seniorinnen und Senioren kommen im 14tägigen Rhythmus zur VHS, erarbeiten mit der Dozentin ein kleines neues Computer-Thema und haben die Möglichkeit, ihre individuellen Probleme anzusprechen. Auch dieser Kurs wird natürlich fortgeführt, um die Bindung der Teilnehmenden an die VHS zu stärken.

 

Die Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium "Medienscouts im Smartphone-Einsatz" unter der Leitung von Gymnasiallehrer Herrn Marco Fileccia wird auch im kommenden Bildungsjahr fortgesetzt.

 

Generell lässt sich feststellen, dass der Trend zu Kleingruppen-Unterrichten in auch immer kürzeren Formaten sich auch im laufenden Bildungsjahr fortgesetzt hat und auch weiter fortsetzen wird. Dieser Trend wird von fast allen VHS'n beklagt, führt er doch auch dazu, dass die Entgelte relativ hoch angesetzt werden bzw. Kursstunden reduziert werden müssen. Nur in wenigen Bereichen klettern die Anmeldezahlen trotz zusätzlicher Bewerbung in der Presse über 10 Teilnehmende pro Kurs.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Kurspreise konstant gehalten werden.

 

Neu im Programm

 

  • Mediengestaltung mit CorelDraw : Mit dieser Software lassen sich Visitenkarten, Flyer, Broschüren über Vektorgrafiken professionell herstellen. Ein zusätzlicher Nutzen für Teilnehmende besteht in dem Angebot von Adobe, die Software mit einem Preisrabatt von 90% als VHS-Kunde erwerben zu können.

Ein ähnliches Angebot gab es vor noch 2 Jahren auch für das große professionelle Adobe Photoshop-Bildbearbeitungsprogramm. Zu der Zeit konnten wir die Photoshop-Kurse gut füllen. Seitdem dieses Angebot nicht mehr existiert, ist eine Anschaffung für Teilnehmende schlicht zu teuer – Kosten liegen bei 1.000 EUR. Das Kursangebot ist in diesem Bereich reduziert.

 

  • Smartphone-Kurs für aktive Ältere

Die Smartphone-Kurse liefen im letzten Bildungsjahr gut; nun erweitern wir dieses Angebot speziell für Seniorinnen und Senioren, die sich in einem Zielgruppenkurs nicht mit der höheren Tipp- und Wischgeschwindigkeit von jüngeren Teilnehmern messen müssen. Diesen Kurs wird die VHS in den neuen Räumlichkeiten der Stadtteilbibliothek Sterkrade anbieten.

 

  • Da auch die Excel-Angebote im letzten Bildungsjahr gut angenommen worden sind, werden dazu weiter Spezialthemen in das neue Programm aufgenommen, z. B.

- Formeln und Funktionen clever nutzen

- Programmieren mit Excel

- Mit dem Kurs "Excel für aktive Ältere" wird ein "Versuchsballon" gestartet: bis jetzt sind die großen Office-Anwendungen nicht in der Zielgruppe Seniorinnen und Senioren vertreten, doch mit Themen wie z.B. Haushaltsbuchführung, Kostenkalkulation für Anschaffungen, Kreditberechnungen, Vereinsverwaltung erhoffen wir auch die ältere Generation zu erreichen.

 

  • Ein typisches Hausgebrauchs-Thema für bestimmte besondere Anlässe (Hochzeit, Konfirmation, runde Geburtstage) lässt sich mit PowerPoint realisieren: Neu in das Programm aufgenommen wird ein Kurs zur Erstellung einer Bildershow mit Unterthema Digitalisierung von Papier-Fotos.

 

  • PREZI – die andere Art der Präsentation

PREZI ist eine neue, innovative Präsentationssoftware, die sowohl online als auch offline benutzt werden kann. Weg von einer linearen Folienaneinanderreihung bei herkömmlicher Anwendungen gibt PREZI die Möglichkeit, auf einer virtuell unbegrenzten Leinwand die Inhalte der Präsentation zu arrangieren, die – um sie zu fokussieren – herangezoomt werden. Folienbegrenzungen gibt es damit nicht mehr.

 

  • MOI (Moments of Inspiration) – ist eine 3D-Zeichnen-Software, kostenlos aus dem Internet herunterzuladen, als Grundlage für die 3D-Drucker-Kurse, die im letzten Jahr endlich Erfolg hatten. Man entwirft mit dieser Software die Modelle, die dann über den 3D-Drucker ausgedruckt werden. Andere große CAD-Programme sind für den Bürger /die Bürgerin für die digitale Erzeugung eines Modells viel zu komplex und zu teuer.

 

  • Nachdem über Jahre hinweg Microsoft ACCESS als Datenbankverwaltung nicht mehr im Programm der VHS war, wird es im neuen Bildungsjahr in kleinformatiger Auflage (als Bildungsurlaub oder in der klassischen Abendkursvariante) wieder zum Leben erweckt.

 

  • Ein Eltern-Kind-Kurs zum Themengebiet Facebook – sicher im Umgang mit sozialen Netzwerken- soll bei gemeinsamem Lernen von Kind(ern) und Eltern die Unsicherheit und Abneigung der Eltern begegnen und das Sicherheitsbewußtsein bei der jungen Generation bestärken.

 

Für die Zielgruppe Frauen sind 2 neue Kurse als Ersatz für den PC-Grundlagenkurs (der seit 2 Jahren nicht mehr angenommen wurde) in unser neues  Bildungsangebot eingestellt:

 

  • Fit für Kids für Frauen – Informationen für Mütter, wie ihre Kinder mit dem Rechner arbeiten, auf welchen Webseiten sie sich tummeln, welche Spiele "in" sind, zuzüglich wertvoller Tipps für Internetseiten für die Schule
  • Shoppen im Internet: Fragen der Sicherheit, Werbestrategien, Cookies, sichere Bezahlung sind nur einige der zu behandelnden Themen

 

 

Arbeitsjahr 2015/16

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

92

1.554

46

1.093

351

 

erzielte Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

39.879 €

25.841 €

14.038 €

* Aufgrund der veränderten Sortierung der Themenbereiche (s.o.) sind die statistischen Daten aus dem Jahr 2015/16 nicht mit den aktuellen Planzahlen vergleichbar.

Angebote aus dem Themenfeld Kommunikation finden sich nicht mehr im Fachbereich B Kommunikationen – Sprachen, sondern werden wegen seiner ausschließlich beruflichen Ausrichtung in den Fachbereich D integriert. Angebote aus dem Themenfeld Recht waren bisher in den Fachbereich A integriert und finden sich nun unter Verbraucherbildung/Recht im Fachbereich D. Zudem sind die Zielgruppenangebote in die Fachbereiche integriert.

 

 

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand: 29.04.16)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertrag

150

2426

77.872 €

56.701 €

 

21.171 €

 

 

 


E  Kultur – Kreativität - Musik

 

 

In diesem Sommer gibt es die DOME-Sommerakademie zum zehnten Mal. Zum zweiten Mal

bieten die beteiligten Volkshochschulen (Duisburg/Oberhausen/Mülheim/Essen) konzentriert und parallel an einem Ort einen CAMPUS der Sommerakademie an. In diesem Jahr ist die Volkshochschule Essen mit ihrer Außenstelle, im historischen Gebäude Kulturforum Essen-Steele, Gastgeber und in der Zeit von 18. - 21. August wird es Kurse rund um das Thema Wege geben. Bei einem Abschlussfest am letzten Tag werden die Ergebnisse der Kurse präsentiert.

 

Das Bildungsjahr wird durch eine Improvisationstheatervorstellung eröffnet. Das Improtheater „Die Hottenlotten“ nimmt Bezug zum Schwerpunktthema des Bildungsjahres „Grenzen“.

 

Geprägt ist das kulturelle Programm auch in diesem Bildungsjahr durch Kooperationen mit den städtischen Kulturinstitutionen Theater, Galerie Schloss Oberhausen und Musikschule.

 

Die kulturellen Tagesfahrten gemeinsam mit dem Verkehrsverein Oberhausen führen in die Region Niederrhein, ins Nachbarland Niederlande sowie zur Landesgartenschau NRW in Bad Lippspringe.

 

Neben zwei Lesungen zum Schwerpunktthema gibt es zwei weitere Lesungen: Isländische Märchen und Liebesgedichte.

 

Geplant sind weiterhin zwei Ausstellungen zum Schwerpunktthema. Eine Fotoausstellung mit dem Fotografen Markus Fürst zur Semestereröffnung und eine Comicausstellung des Oberhausener Comiczeichners Steff  Murschetz. Ergänzt werden diese Ausstellungen durch eine Fotoausstellung zu Island von Jürgen Hinninghofen.

 

 

Die Angebote im Kreativbereich sind in ihrer Fülle stark abhängig von den räumlichen Gegebenheiten sowie der Ausstattung der Räume in der Volkshochschule. So konnte dieser Programmbereich nur in begrenzter Form ausgeweitet werden. Zu erwähnen sind hier die neuen Kursangebote im Bereich Malerei (Acrylmalerei) sowie die neuen Angebote im Bereich Fotografie (Makrofotografie, Cyanotypie, Beauty-Shooting, Praxisworkshop Tierfotografie). Erweitert wurden der Bereich auch durch Kursangebote zum Stricken und Filzen.

 

Die Ausweitung der Themenbereichen Musik und Tanz wurde erfreulicherweise gut angenommen, daher werden in diesem Programmjahr neue Kurse und Workshops ins Angebot aufgenommen.

 

Neu sind Kurse, welche sich mit den typischen Musikformen unterschiedlicher Epochen (Barock, Klassik und Romantik) befassen. Außerdem gibt Musik verstehen Einblicke in die Musiktheorie. Weiterhin kann in einem Schnellkurs das Notenlesen erlernt werden.

 

Mit den Angeboten Didgeridoo, BluesHarp, BeatBoxing und Circle Singing (Singen ohne Text und Noten) wird der musikpraktische Bereich erweitert.

 

Zeitlich nah zum Vorlesetag der Bibliothek gibt es Tipps zur melodischen und klangvollen Gestaltung des Vorlesens.

 

Die Kooperation mit der Städtischen Musikschule im Gewerbegebiet 'Lipperfeld' wird mit Angeboten zu den Themenbereichen Gitarren- und Keyboardspiel, Trommeln sowie Musikproduktion mit dem Tablet weitergeführt.

 

Auch im musikalischen Bereich wird das Schwerpunktthema "Grenzen" aufgegriffen: In einem musikalischen Vortrag stellt ein andalusischer Flamencomusiker die grenzüberschreitenden Einflüsse vor, welche diese Musik geprägt haben.

 

Die beliebten Angebote Orientalischer Tanz sowie Zumba werden fortgesetzt. Erstmalig wird das im beschwingten Dreivierteltakt durchgeführte Tanzfitnessangebot Aroha und als Alternative zu Zumba der Kurs Piloxing angeboten.

Das Kursangebot Reihen-und Partytänze für die Zielgruppe 55+ ist gut angenommen worden und wird fortgesetzt, ebenso das Angebot Line Dance. Diese beiden Angebote zeichnen sich dadurch aus, dass kein/e Tanzpartner/in erforderlich ist.

Neu hinzugekommen ist der Modern Square Dance, welcher mit einem Schnupperangebot innerhalb der Sommerakademie vorher ausprobiert werden kann.

 

Die Kooperation mit dem Bunker 'Alte Heid' / Mehrgenerationenhaus im Knappenviertel wird mit Workshops zur Tanzvorbereitung für Hochzeit und Party, Modern Dance und Latino Style ebenfalls fortgesetzt.

 

 

Arbeitsjahr 2015/16

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

78

1.333

51

783

1.127

 

erzielte Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

29.656 €

23.327 €

6.329 €

 

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand: 29.04.16)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertrag

124

1.763

59.453 €

42.271 €

17.182 €

 

 


F   Grundbildung – Nachholen von Schulabschlüssen

 

 

Im Dezember 2011 haben die Kulturministerkonferenz und der DVV eine neue Initiative von Bund und Ländern zur Verringerung der Zahl funktionaler Analphabeten und zur Erhöhung der Angebote in der Grundbildung gestartet. „Benötigt wird ein deutlich ausgebautes, öffentlich verantwortetes Grundbildungsangebot für Erwachsene, das flächendeckend, wohnortnah und erschwinglich ist für alle, die sich zu einem Kursbesuch entscheiden“ (Prof. Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin des DVV).

 

Aus der Expertise der Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit e. V. (BAG ÖRT) zum Thema „Funktionaler Analphabetismus bei Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendberufshilfe“ (Sept. 2015) geht hervor, dass 34% der Teilnehmenden in Maßnahmen der Jugendsozialarbeit dem funktionellen Analphabetismus zugeordnet werden. Dies sind mehr als doppelt so viele wie im Bevölkerungsdurchschnitt.

 

Am 26.02.2014 wurde in der Landeshauptstadt Düsseldorf vom Landesverband der Volkshochschulen unter der Schirmherrschaft von Ministerin Löhrmann das Alphanetz-NRW gegründet, und auch die VHS Oberhausen Mitglied ist.

 

Im Alphanet sind Organisationen und Einzelpersonen zusammengefasst, die für das Thema „Alphabetisierung und Grundbildung“ sensibilisieren wollen und Netzwerke vor Ort entwickeln möchten.

 

Auch das novellierte Weiterbildungsgesetz setzt im Bereich der Alphabetisierung und kompensatorischen Grundbildung einen Schwerpunkt der Aufgaben der Volkshochschulen. Die Kurse zur Alphabetisierung gehören an der VHS Oberhausen wie in allen DOME-Volkshochschulen zu den gesellschaftspolitisch unverzichtbaren Angeboten.

 

Als Teilnehmer/innengruppe haben sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert:
 

-                     berufstätige und arbeitslose Erwachsene über 35 Jahre

-                     Schulabgänger/innen ohne ausreichende Lese- und Schreibkompetenz

-                     Aussiedler/innen und Migrant/innen mit guten Sprachkenntnissen, aber kaum Lese- und Schreibkenntnissen

 

Die Nachfrage im Bereich der Alphabetisierungskurse ist in den letzten Jahren stabil.

Die Teilnehmer/innenbelegung ist im laufenden Arbeitsjahr mit 41 angemeldeten Teilnehmern/innen für 3 Kurse höher als in den letzten Arbeitsjahren, wobei über 1/3 der Teilnehmer/innen Neuanmeldungen sind.

 

Die sehr intensive Betreuung der Teilnehmer/innen in Einzelbetreuung- bzw. Kleingruppen ist bei der hohen Teilnehmer/innenzahl nur dank einer ehrenamtlichen Kursleiterin und einer Praktikantin der Universität Duisburg-Essen möglich.

 

 

Etwa die Hälfte der Teilnehmenden ist derzeit zwischen 35 und über 50 Jahre alt. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit Multiplikatoren, städtischen Einrichtungen, der Arbeitsverwaltung sowie  den Jobcentern und Jugendeinrichtungen werden die Teilnehmer/innen, die aufgrund fehlender oder nicht ausreichender Kompetenz im Lesen und Schreiben nur sehr eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, auf die Kurse hingewiesen.

 

Werbung und Anmeldungen für die Kurse laufen über Multiplikatoren, Kooperationspartner, das Alpha Telefon und durch Mundpropaganda. Die neue Bund/ Länder-Initiative hat durch zusätzliche Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Sensibilisierung von Politik und Gesellschaft zu einer noch höheren Nachfrage nach den Angeboten der Volkshochschule geführt. Im Vergleich zu den Nachbarstädten Duisburg und Essen ist das zz. laufende Kursangebot mit zwei Abend- und einem Tageskurs eher gering. Die Laufzeit über ein Arbeitsjahr ist dafür bei vergleichbarer Unterrichtsstundenzahl länger als in anderen Volkshochschulen, die im Semesterprogramm planen.

 

Sollten von Seiten des Bundes bzw. der Länder zusätzliche Mittel im Bereich der Grundbildungsangebote zur Verfügung gestellt werden, könnten noch zusätzliche Angebote auch im Bereich der jungen Erwachsenen entwickelt und angeboten werden.

 

Die Kurse „Deutsch für Beruf und Alltag“ können für fortgeschrittene Teilnehmer/innen ebenso wie die Vorkurse zum Hauptschulabschluss als Anschlusskurse genutzt werden.

 

Im Arbeitsjahr 2015/2016 waren im Zweiten Bildungsweg bei der Volkshochschule Oberhausen ca. 230 Teilnehmer/innen in 12 Kursen zur Erlangung von Schulabschlüssen in Tages- und Abendform angemeldet. 27% der Teilnehmer/innen haben einen Migrationshintergrund.

 

Auf der Grundlage des § 6 des Weiterbildungsgesetzes von NRW bietet die VHS ein differenziertes, aufeinander aufbauendes System verschiedener Abschlüsse vom Hauptschulabschluss, dem Sekundarabschluss I – 10 A, über den Mittleren Bildungsabschluss bis zum Vorkurs zum Abitur an.

 

Die Nachfrage nach dem Erwerb des Hauptschulabschlusses ist unverändert hoch, dies ist aufgrund der konstanten Zahl von Abgänger/innen ohne Schulabschluss – in NRW und in Oberhausen ein solider Sockel von 5,4% (Studie der Caritas von 2012) - und der „Altbewerber“ nicht verwunderlich.

 

Zum Erwerb des Hauptschulabschlusses werden zwei Kurse über ein Arbeitsjahr in Tages- und Abendform angeboten, die von Teilnehmer/innen mit wechselnden Arbeitszeiten auch im Schichtsystem besucht werden können. Die ebenfalls in dieser Form durchgeführten Vorkurse erfassen ca. 50 Jugendliche und Erwachsene; die Vorkurse dienen zum Abbau von schulischen Defiziten, zur Sprachförderung und als Wiedereinstieg in regelmäßiges Lernen. Der überwiegende Teil der Teilnehmer/innen hat bereits verschiedene Maßnahmen zur Berufsvorbereitung / Werkstattjahr, Praktika oder 1-Euro-Jobs durchlaufen ohne erfolgreichen Einstieg in das Arbeitsleben oder in Ausbildung.

Etwa 1/3 der Teilnehmer/innen der Vorkurse sind Abgänger/innen der 10. Klasse der Förderschulen und haben einen erhöhten Bedarf an Stützunterricht und Fördermaßnahmen.

 

Die für diese Teilnehmer/innenschaft dringend erforderliche sozialpädagogische Betreuung wird seit Jahren von den Volkshochschulen eingefordert, derzeit aber weder über das WBG noch die Jobcenter oder andere Träger / Organisationen finanziert.

 

Der Bedarf an Kursen zum Mittleren Schulabschluss in Tages- und Abendform ist aufgrund der gewachsenen Anforderungen in den Ausbildungs- und Arbeitsstellen und der Notwendigkeit sich auch während der beruflichen Tätigkeit fortzubilden stetig gewachsen. Die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer/innen der Tages- und Abendkurse verfügt über keine abgeschlossene Ausbildung. Vollzeitbeschäftigte Teilnehmer/innen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen sind mittlerweile die Ausnahme.

 

Der seit einigen Jahren mögliche Übergang in die Tageskollegs und Abendgymnasien – auch ohne berufliche Tätigkeit oder Ausbildung – hat die Möglichkeiten für die Absolventen des Zweiten Bildungsweges um das Fachabitur und damit die Chancen auf ein Studium oder höherwertige Ausbildungsgänge erweitert. Bisher machten ca. 120 Absolventinnen und Absolventen der Mittleren Schulabschluss-Kurse hiervon Gebrauch. Darüber hinaus ist die Möglichkeit ein Abitur im Zweiten Bildungsweg nachzuholen erleichtert worden, da nur noch eine zweijährige Ausbildung oder Berufstätigkeit verlangt wird und das Einstiegsalter auf 18 Jahre gesenkt wurde.

 

Die VHS Oberhausen bietet derzeit vor allem erwachsenen, berufstätigen Teilnehmer/innen, Auszubildenden, an Berufskollegs aus Altersgründen abgelehnten Bewerber/innen, Alleinerziehenden, Schul- und Ausbildungsabbrechern, Teilnehmern/innen aus betreutem Wohnen oder nicht ganztags belastbaren Teilnehmer/innen eine sinnvolle schulische Weiterbildung an.

 

Obwohl sich durch die demografisch bedingte Verringerung der Schulabgänger aus allgemeinbildenden Schulen und der seit 2010 zu verzeichnenden Stabilisierung auf dem Ausbildungsmarkt die Marktsituation für Berufseinsteiger allmählich verbessert, kann aufgrund der verbleibenden Zahl unversorgter Bewerber und „Altbewerber“ noch nicht von einem entspannten Ausbildungsstellenmarkt gesprochen werden. Die Biografien der Teilnehmer/innen in den Kursen des Zweiten Bildungswegs bei der Volkshochschule belegen schon seit langen Jahren, dass die  fehlende schulische Qualifikation den Übergang in den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt nachhaltig beeinträchtigt.

 

Die Veränderungen im Bereich des Übergangssystems mit dem Wegfall des Werkstattjahres an den Berufskollegs und der Reduzierung der Berufsorientierung auf die praktische Berufsvorbereitung machen die Schulabschlusskurse bei der VHS zum einzigen Anbieter von schulischer Qualifikation vor Ort und erhöhen somit die sozialpolitische Notwendigkeit vor allem der Tagesangebote.

 

Die veränderten Aufnahmebedingungen an den Weiterbildungskollegs, die durch die Neuregelung bei der Ausbildungsförderung bedingt sind, sowie die Auslastung der Berufskollegs, die sich auf die berufsschulpflichtigen Jugendlichen konzentrieren, führen zu einer höheren Nachfrage im Zweiten Bildungsweg an den Volkshochschulen für die Gruppe der über 18jährigen ohne Berufsausbildung, Zeiten der Berufstätigkeit oder Elternzeit.

 

Die neu hinzukommende Gruppe der jungen Erwachsenen unter den Flüchtlingen, die berufliche und schulische Qualifikationen aus der Heimat ergänzen oder um schulische Abschlüsse erweitern müssen wird nach dem Absolvieren von Deutschkursen im Zweiten Bildungsweg schulische Weiterbildung und Qualifizierung wahrnehmen.

 

Entsprechende Kursangebote, vergleichbar etwa den Internationalen Vorbereitungsklassen an den Regelschulen (IVK) und Berufskollegs für die über 18jährigen müssen zusätzlich durch das Land NRW finanziert und personell ausgestattet werden.

 

Zz. fördert das Land NRW die Schulabschlüsse an den Volkshochschulen über einen begrenzten Landestopf. Bereits im Gutachten des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) zur Novellierung des WBG des Landes von 2013 wurde eine auskömmliche Finanzierung des Zweiten Bildungsweges an Volkshochschulen gefordert. Dies schließt festangestellte Lehrkräfte, wie sie in den anderen Schulen des Zweiten Bildungsweges von Anfang an eingerichtet waren, mit ein.

 

In den Tageskursen  finden sich vor allem Teilnehmer/innen mit brüchigen Schulbiografien, oft langjährigen Erfahrungen in den Maßnahmen des Übergangssystems Schule – Beruf ohne erfolgreiche Einmündung in den Arbeitsmarkt, geringem Selbstwertgefühl und fehlenden schulischen und persönlichen Qualifikationen und häufig starkem sozialpädagogischem Betreuungsbedarf.

 

Im Arbeitsjahr 2016/2017 werden insgesamt 12 Kurse im Bereich Hauptschulabschluss, Sekundarabschluss I – 10 A, Mittlerer Schulabschluss und Vorkurs zum Niederrhein-Kolleg mit insgesamt 7.008 Unterrichtsstunden angeboten; davon 1.574 Unterrichtsstunden, die über Mittel aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert werden.

 

Seit dem Arbeitsjahr 2013/2014 hat die Volkshochschule Anträge auf zusätzliche Förderung im Rahmen der ESF Mittel gestellt, um das Angebot um einen Sekundarabschluss I 10 A zu erweitern.

 

Die Verbindung einer zielgerichteten, qualifizierten Berufsorientierung mit einem höherwertigen Schulabschluss soll neben der Möglichkeit in den Ausbildungsbereich einzusteigen auch neue Bildungsoptionen für die Teilnehmer/innen eröffnen.

Beim Übergang von der Schule in die berufliche Bildung wird es darum gehen, Jugendliche mit besonderen Einstiegsproblemen zu qualifizieren und zu fördern. Im Arbeitsjahr 2016/2017 wird zunächst ein Kurs zum Sekundarabschluss I – 10 A angeboten.

 

Um den Bedarf qualifiziert bedarfsgerecht abzudecken, werden Tages- und Abendkurse mit unterschiedlichen Laufzeiten und Unterrichtszeiten sowie mit und ohne Vorkurs angeboten. Es findet kein Parallelangebot statt; die Kurse in höheren Semestern werden durch Seiteneinsteiger mit entsprechenden schulischen Voraussetzungen aufgefüllt. Um eine flächendeckende und zügige Versorgung der Interessenten/innen zu gewährleisten, treffen die DOME-Volkshochschulen Absprachen bezüglich der unterschiedlichen Angebote und Organisationsstruktur der Kurse.

 

 

Arbeitsjahr 2015/16

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

19

7.764

davon:

11

6.944

Schulabschlüsse ohne NR-Kolleg

1

304

Niederrhein-Kolleg

3

504

Alphabetisierungskurse

4

12

Sonstiges (z. B. Bewerbungstraining, Kooperation Arbeit und Leben)

 

durchgeführte Veranstaltungen

durchgeführte Unterrichtsstd.

Teilnehmer

erzielte Einnahmen*

Honorarkosten/ Gehaltszahlungen WBL

Zuschussbedarf

 

19

7764

298

171.483

343.608

172.125

 

 

11

6944

209

169.255

330.000

160.745

Schulabschlüsse

ohne NR-Kolleg

 

1

304

10

916

4.788

3.872

Niederrhein-Kolleg

 

3

504

41

1.312

8.820

7.508

Alphabetisierung

 

4

4

38

0

0

0

Sonstiges
 

 

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand: 29.04.16)

 

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen *1

Kalkulierte Ausgaben

Honorare/Gehälter WBL

Zuschuss-bedarf

 

19

7.780

172.198

       344.474

172.276

davon:

11

7.008

169.478

329.520

160.047

Schulabschlüsse

ohne NR Kolleg

1

292

1.500

6.062

4.562

Niederrhein-Kolleg

3

468

1.225

8.892

7.667

Alphabetisierung

 

4

12

0

0

0

Sonstiges

 

1* incl. Landeszuschuss

 


G   Junge VHS

 

 

Auch im Bereich der Jungen VHS sind neue Kurse dazugekommen:

Neben den klassischen Kursthemen wie "Fit für die Schule" oder erfolgreich im letzten Jahr gestartet "Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit Word in Schule, Uni, Beruf" sind nun 2 Kurse, die sich um das Thema "Handy" drehen, neu im Programm, mit denen wir glauben, "am Puls der Zeit" zu sein. Jugendliche sollen unter fachkundiger Anleitung lernen, ihre mit dem Handy aufgenommenen Fotos bzw. mit dem Handy gedrehten kleinen Videos unter Zuhilfenahme spezieller Apps zu bearbeiten. Für diese Kurse konnte ein ausgebildeter Mediengestalter als Dozent gewonnen werden, der diese Kurse in der Stadtteilbibliothek Sterkrade durchführen wird.

 

Da Digitales Bewerben immer mehr die klassische Papierbewerbung ablöst, ist ein Kurs zum Thema "Online-Bewerbungen professionell erstellen" neu in das Programm aufgenommen.

 

Die Teilnehmenden erlernen in diesem Kurs neben den aktuellen Standards in Anschreiben und Lebenslauf die Regeln für Online-Bewerbungen, vom Dateiformat bis zur Auswahl der Dateianhänge.

 

Bastelfreudige Jugendliche haben im kommenden Bildungsjahr in einem neu aufgelegten Seminar die Chance, den scheckkartengroßen Mini-Computer Raspberry Pi als Entwicklungs- und Lernplattform kennenzulernen. Unter den zahllosen Anwendungsmöglichkeiten beschäftigen sich die Jugendlichen z. B. mit der Programmierung und Steuerung einer Ampelanlage.

 

Ausstattung der EDV-Räume

Alle 4 Schulungsräume für die Bürgerinnen und Bürger sind soft- und hardwaremäßig gut ausgerüstet. Nach den Sommerferien können wir in 2 der Schulungsräume Windows 10 anbieten. Aus einem zur Zeit noch EDV-Raum wird mit dem Beginn des neuen Bildungsjahres ein Multifunktionsraum mit alternativer Sitzform: die veralteten Rechner werden ersetzt durch Laptops (die auch als Tablets genutzt werden können, d.h. die Tipp-und Wischtechnik auf dem Display kann angewandt und eingeübt werden), die zum Aufladen und Verstauen in einem speziellen Laptopwagen untergebracht sind. Da die Laptops nur während der Computer-Kurse auf den Tischen stehen werden, kann der Raum auch für Nicht-EDV-Zwecke genutzt werden.

 

Auch in der Stadtteilbibliothek Sterkrade werden ab dem nächsten Bildungsjahr tagsüber einige Computerkurse stattfinden. Dies sollte schon im lfd. Bildungsjahr geschehen, aber Umbau zur neuen Stadtteilbibliothek ist erst im März abgeschlossen gewesen. Es ist geplant, dort vor allem Computerkurse für Seniorinnen und Senioren stattfinden zu lassen, weil die älteren Teilnehmenden der VHS-Kurse, die aus dem Oberhausener Norden kommen, den für sie weiteren Anfahrtsweg zur Stadtmitte häufig scheuen.

 

Die Vorbereitungskurse auf die Zentrale Prüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie die Abitur-Vorbereitungskurse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Biologie sind auch weiterhin fester Bestandteil der Angebote der Jungen VHS.

 

Nach der erfolgreichen Lesereise von Sally Perel an Oberhausener Schulen im Rahmen des „Sally-Perel-Filmfestivals“, soll es im Bereich der politischen Jugendbildung auch im kommenden Jahr wieder Lesungen mit Sally Perel an Oberhausener Schulen geben. Darüber hinaus wird der Gesprächskreis „Junge Politik in Oberhausen. Diskussionsrunde für junge Oberhausener an der VHS“ (JuPO), welcher in Kooperation mit dem Jugendparlament Oberhausen angeboten wird und sich an junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren richtet, fortgesetzt. Zudem sind weitere Kooperationen mit dem Jugendparlament angedacht (z.B. im Rahmen eines weiteren Speed-Debating).

 

 

Arbeitsjahr 2015/16

geplante Veranstaltungen

 

geplante Unterrichtsstd

 

durchgeführte

Veranstaltungen

 

durchgeführte

Unterrichtsstd.

Teilnehmer

25

359

14

264

108

 

erzielte

Einnahmen

Honorarkosten

Ertrag

10.665 €

7.757 €

2.908 €

 

 

Arbeitsjahr 2016/17 (Stand: 29.04.16)

geplante Veranstaltungen

geplante Unterrichtsstd.

kalkulierte Einnahmen

kalkulierte Ausgaben

Honorare

Ertrag

22

320

9.322 €

6.837 €

2.485 €

 

 

 

 

 

Reduzieren

Anlagen

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