Berichtsvorlage - M/16/1694-01

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Sachverhalt

Begründung / Sachdarstellung

 

 

Bericht über Maßnahmen für Migrantinnen und Migranten im Fachbereich „Zweiter Bildungsweg“ an der Volkshochschule Oberhausen im Arbeitsjahr 2015/2016 und weitere Planungen für das Arbeitsjahr 2016/2017

 

Im Arbeitsjahr 2015/2016 haben in den 12 Kursen zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen insgesamt 230 Teilnehmer/innen, davon 27 % ausländische Teilnehmer/innen verschiedener Nationalitäten an den Tages- und Abendkursen teilgenommen.

 

Auf der Grundlage des § 6 des Weiterbildungsgesetzes von NRW bietet die VHS ein differenziertes, aufeinander aufbauendes System verschiedener Abschlüsse vom Vorkurs und Hauptschulabschluss nach Klasse 9, dem Sekundarabschluss I – 10 A, über den Mittleren Bildungsabschluss bis zum Vorkurs zum Abitur an.

 

Im Fachbereich „Nachholen von Schulabschlüssen“ werden zwei Parallelangebote zum Nachholen des Hauptschulabschlusses in Tages- und Abendform durchgeführt, die von Teilnehmer/innen mit wechselnden Arbeitszeiten auch im Schichtsystem besucht werden können. Für beide Kursangebote findet ein Vorkurs in Deutsch, Mathematik und Englisch ebenfalls in Abend- und Tagesform statt, der im Arbeitsjahr 2015/2016 von 50 in der Regel arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen ohne Schulabschluss besucht wurde. Der Vorkurs dient dem Abbau von Defiziten, zur Sprachförderung und als Einstieg in regelmäßiges Lernen.

 

Die Nachfrage nach dem Erwerb des Hauptschulabschlusses ist unverändert hoch. Dies ist aufgrund der konstanten Jahreszahl von Abgänger/innen ohne Schulabschluss – in NRW und in Oberhausen ein solider Sockel von 5,4% (Studie der Caritas von 2012) - und der „Altbewerber“ erwartbar.

 

Der überwiegende Teil der Teilnehmer/innen hat bereits Monate bzw. Jahre in verschiedenen Maßnahmen zur Berufsvorbereitung/Werkstattjahr, Praktika oder 1-Euro-Jobs ohne erfolgreichen Einstieg in Ausbildung oder Arbeit verbracht. Etwa 1/3 der Teilnehmer/innen der Vorkurse sind Abgänger/innen der Förderschulen mit einem erhöhten Bedarf an Fördermaßnahmen.

 

Obwohl sich durch die demografisch bedingte Verringerung der Schulabgänger aus allgemeinbildenden Schulen und der seit 2010 zu verzeichnenden Stabilisierung auf dem Ausbildungsmarkt die Marktsituation für Berufseinsteiger allmählich verbessert, kann aufgrund der verbleibenden Zahl unversorgter Bewerber und „Altbewerber“ noch nicht von einem entspannten Ausbildungsstellenmarkt gesprochen werden. Die Biografien der Teilnehmer/innen in den Kursen des Zweiten Bildungswegs bei der Volkshochschule belegen schon seit langen Jahren, dass die  fehlende schulische Qualifikation den Übergang in den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt nachhaltig beeinträchtigt.

 

Der Bedarf an Kursen zum Mittleren Schulabschluss in Tages- und Abendform ist aufgrund der gewachsenen Anforderungen in den Ausbildungs- und Arbeitsstellen und der Notwendigkeit, sich auch während der beruflichen Tätigkeit fortzubilden, stetig gewachsen. Die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer/innen der Tages- und Abendkurse verfügt über keine abgeschlossene Ausbildung. Vollzeitbeschäftigte Teilnehmer/innen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen sind mittlerweile die Ausnahme.

 

Der seit einigen Jahren mögliche Übergang in die Tageskollegs und Abendgymnasien – auch ohne berufliche Tätigkeit oder Ausbildung – hat die Möglichkeiten für die Absolventen des Zweiten Bildungsweges um das Fachabitur und damit die Chancen auf ein Studium oder höherwertige Ausbildungsgänge erweitert. Bisher machten ca. 120 Absolventinnen und Absolventen der Mittleren Schulabschluss-Kurse hiervon Gebrauch. Darüber hinaus ist die Möglichkeit, ein Abitur im Zweiten Bildungsweg nachzuholen, erleichtert worden, da nur noch eine zweijährige Ausbildung oder Berufstätigkeit verlangt wird und das Einstiegsalter auf 18 Jahre gesenkt wurde.

 

Die für diese Teilnehmer/innenschaft dringend erforderliche sozialpädagogische Betreuung wird seit Jahren von den Volkshochschulen generell eingefordert, derzeit aber weder über das WBG noch die Jobcenter oder andere Träger / Organisationen finanziert.

 

Die VHS Oberhausen bietet derzeit vor allem erwachsenen, berufstätigen Teilnehmer/innen, Auszubildenden, an Berufskollegs aus Altersgründen abgelehnten Bewerber/innen, Alleinerziehenden, Schul- und Ausbildungsabbrechern, Teilnehmern/innen aus betreutem Wohnen oder nicht ganztags belastbaren Teilnehmer/innen eine sinnvolle schulische Weiterbildung an.

 

Da die Tageskurse zur Erlangung des Mittleren Schulabschlusses – Fachoberschulreife in Kombination mit einer Berufsvorbereitung nach wie vor nicht mehr von der Arbeitsverwaltung finanziert werden, findet ein eigenes Tageskursangebot ohne Berufsvorbereitung an der Volkshochschule Oberhausen statt.

 

Im Sommer 2015 begannen aufgrund der großen Nachfrage nach Tages- und Abendkursen im Bereich des Mittleren Schulabschlusses -  Fachoberschulreife für die etwa 70 Bewerber/innen neben einem Abendkurs zwei Kurse in der Tagesform mit unterschiedlicher Laufzeit. Ein Kurs findet als einjähriger Tageskurs statt, dem zweiten Kurs ist ein halbjähriger Vorkurs vorgeschaltet, um Defizite in den schulischen Voraussetzungen der Teilnehmer/innen abzubauen.

 

Die veränderten Aufnahmebedingungen an den Weiterbildungskollegs, die durch die Neuregelung bei der Ausbildungsförderung bedingt sind, sowie die Auslastung der Berufskollegs, die sich auf die berufsschulpflichtigen Jugendlichen konzentrieren, führen zu einer höheren Nachfrage im Zweiten Bildungsweg an den Volkshochschulen für die Gruppe der über 18jährigen ohne Berufsausbildung, Zeiten der Berufstätigkeit oder Elternzeit.

 

In den Tageskursen  finden sich vor allem Teilnehmer/innen mit brüchigen Schulbiografien, oft langjährigen Erfahrungen in den Maßnahmen des Übergangssystems Schule – Beruf ohne erfolgreiche Einmündung in den Arbeitsmarkt, geringem Selbstwertgefühl und fehlenden schulischen und persönlichen Qualifikationen und häufig starkem sozialpädagogischem Betreuungsbedarf.

 

Im Arbeitsjahr 2016/2017 werden insgesamt 12 Kurse im Bereich Hauptschulabschluss, Sekundarabschluss I – 10 A, Mittlerer Schulabschluss und Vorkurs zum Niederrhein-Kolleg mit insgesamt 7.008 Unterrichtsstunden angeboten; davon 1.574 Unterrichtsstunden, die über Mittel aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert werden.

 

Für das Arbeitsjahr 2016/2017 bleibt das Angebot im Bereich des Hauptschulabschlusses unverändert. Aufgrund der zu erwartenden unverändert großen Nachfrage, den Mittleren Schulabschluss - Fachoberschulreife innerhalb nur eines Jahres nachzuholen ist, ein weiterer einjähriger Kurs geplant. Da zu erwarten ist, dass die Nachfrage so hoch wie im Vorjahr sein wird, ist analog zum letzten Arbeitsjahr noch ein weiterer Tageskurs mit einem vorgeschalteten Vorkurs geplant.

 

Seit dem Arbeitsjahr 2013/2014 hat die Volkshochschule Oberhausen Anträge auf zusätzliche Förderung im Rahmen der ESF Mittel gestellt, um das Angebot, den Sekundarabschluss I 10 A nachzuholen, zu erweitern.

 

Die Verbindung einer zielgerichteten, qualifizierten Berufsorientierung mit einem höherwertigen Schulabschluss soll neben der Möglichkeit in den Ausbildungsbereich einzusteigen auch neue Bildungsoptionen für die Teilnehmer/innen eröffnen.

Beim Übergang von der Schule in die berufliche Bildung wird es darum gehen, Jugendliche mit besonderen Einstiegsproblemen zu qualifizieren und zu fördern. Im Arbeitsjahr 2016/2017 wird zunächst ein Kurs zum Sekundarabschluss I – 10 A angeboten werden.

 

Zz. fördert das Land NRW die Schulabschlüsse an den Volkshochschulen über einem finanziell begrenzten Landestopf. Bereits im Gutachten des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) zur Novellierung des WBG des Landes von 2013 wurde eine auskömmliche Finanzierung des Zweiten Bildungsweges an Volkshochschulen gefordert. Dies schließt festangestellte Lehrkräfte, wie sie in den anderen Schulen des Zweiten Bildungsweges von Anfang an vorgesehenen waren, mit ein.

 

Die neu hinzukommende Gruppe der jungen Erwachsenen unter den Flüchtlingen, die die berufliche und schulische Qualifikationen aus der Heimat ergänzen oder um schulische Abschlüsse erweitern müssen, wird nach dem Absolvieren von Deutschkursen im Zweiten Bildungsweg schulische Weiterbildung und Qualifizierung in Anspruch nehmen.

 

Entsprechende Kursangebote, vergleichbar etwa den Internationalen Vorbereitungsklassen an den Regelschulen (IVK) und Berufskollegs für die über 18jährigen müssen zusätzlich durch das Land NRW finanziert und personell ausgestattet werden.

 

 

 

Bericht über Angebote zur Integration von Migrantinnen und Migranten im Arbeitsjahr 2015/2016 und Ausblick auf das Arbeitsjahr 2016/2017

 

Auch im Arbeitsjahr 2015/2016 wurden alle Deutschkurse bis zum Europäischen Sprachenzertifikat B 1 als Integrationskurse angeboten, d. h. sie werden nach den Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge mit 100 Unterrichtsstunden pro Kursstufe durchgeführt.

 

Integrationskurse der VHS Oberhausen bestehen aus folgenden Kurstypen:

 

Alphabetisierungs-Integrationskurse

Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf insg. bis zu 1200 Unterrichtsstunden.

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 24

 

Frauen-Integrationskurse

Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf insg. 900 Unterrichtsstunden.

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 21

 

Intensiv-Integrationskurse

Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf 600 Unterrichtsstunden

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 12

 

Allgemeine Integrationskurse

Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf 600 Unterrichtsstunden

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 32

 

Alle Teilnehmer/innen können unter bestimmten Umständen weitere 300 Unterrichtsstunden beantragen.

 

Orientierungskurse

Zusätzlich müssen alle Teilnehmer/innen der Integrationskurse einen Orientierungskurs, der über deutsche Geschichte, Kultur und Rechtsordnung informiert, mit 60 Unterrichtsstunden absolvieren. Der Orientierungskurs-Abschlusstest „Leben in Deutschland“ kann auch als Nachweis der notwendigen Kenntnisse für die Einbürgerung genutzt werden. Damit entfällt das Absolvieren des obligatorischen Einbürgerungstests.

 

Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 3

 

Für die Integrationskursteilnehmenden besteht eine Einzelplatzförderung, so dass alle Kursstufen sowohl von Integrationskursteilnehmenden als auch von Teilnehmern besucht werden können, die nicht durch das Bundesamt gefördert werden (Asylbewerber, Teilnehmer, die nicht mehr gefördert werden, Aupairs usw.). Der Anteil der Integrationskursteilnehmer liegt bei ca. 95 %. Für Integrationskursteilnehmer/innen, die Leistungen nach SGB II oder nach SGB XII beziehen, sind die Kurse kostenfrei, die anderen Teilnehmer entrichten 120 EUR pro Kurs (für 100 Unterrichtsstunden) gemäß den Durchführungsbestimmungen des Bundesamtes. Berechtigt oder verpflichtet werden die Neuzuwanderer von der Ausländerbehörde; dieser Teilnehmerkreis wird auf Antrag vom Bundesamt von den Kosten befreit. Altzuwanderer werden vom Bundesamt berechtigt und von den Kosten befreit. Auch die Träger der Grundsicherung können zum Kursbesuch verpflichten und von der Zahlung befreien.

 

Für das kommende Arbeitsjahr sind insgesamt ca. 9.800 Unterrichtsstunden in 117 Kursstufen geplant.

 

Die Teilnehmenden können im Arbeitsjahr 2016/2017 an 5 Prüfungsterminen  teilnehmen. Die Zahl der Teilnehmenden an Prüfungen steigt kontinuierlich in jedem Jahr. Prüfungsformate sind weiterhin das Europäische Sprachenzertifikat B 1 (insbesondere für Einbürgerungsbewerber und für Personen, die sich nur vorübergehend in Deutschland befinden) und verbindlich für alle Integrationskursteilnehmer/innen der Deutschtest für Zuwanderer (DTZ). Im kommenden Arbeitsjahr werden zusätzlich zu den genannten Prüfungsformaten Termine für die Prüfungen Deutsch A 1 und A 2 angeboten.

 

Einbürgerungstests

Die Volkshochschulen sind weiterhin exklusiv damit beauftragt, Einbürgerungstests für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge durchzuführen. Das Bestehen des Einbürgerungstests ist eine der Voraussetzungen für die Einbürgerung. Einbürgerungstests werden wie bisher einmal im Monat bei der VHS Oberhausen angeboten.

 

Teilnehmende an Prüfungen im Arbeitsjahr 2015/2016 (Hochrechnung) :

Europäisches Sprachenzertifikat B 1ca.   22 Teilnehmende

Deutschtest für Zuwanderer B 1 / A2ca. 160 Teilnehmende

Orientierungskurs „Leben in Deutschland“ca.   70 Teilnehmende

Einbürgerungstest ca. 130 Teilnehmende

 

Angebote oberhalb B 1 - Niveau

Das Angebot oberhalb des B 1-Niveaus – B 2 und C 1  - richtet sich an Integrationskursteilnehmer, die gerne weiterlernen wollen und insbesondere auch an Berufstätige und an Menschen, die ihre Sprachkenntnisse verbessern wollen, um die Chancen für einen Berufseinstieg zu verbessern. Ergänzt wird das Programm durch  Kurse, die speziell auf Prüfungen vorbereiten. Im laufenden Arbeitsjahr wurden insbesondere die B 2 –Kurse stark nachgefragt, so dass insgesamt 3 Kurse mit insgesamt 9 Kursmodulen eingerichtet werden konnten.

 

Kurse für Flüchtlinge

Im laufenden Arbeitsjahr wurde die Zulassung von Flüchtlingen aus den Ländern Iran, Irak, Syrien und Eritrea zu Integrationskursen ermöglicht. Geflüchtete aus diesen Ländern können jetzt einen Antrag beim BAMF auf Zulassung stellen. Durch die Arbeitsbelastung des Bundesamtes konnten jedoch bisher nur wenige zugelassen werden. Wir erwarten  einen Teilnahmeanstieg von Flüchtlingen aus diesen Ländern in Integrationskursen  ab dem Arbeitsjahr 2016/17.

 

Für alle Geflüchteten unabhängig ihrer Herkunft wurden im laufenden Arbeitsjahr insgesamt 21 Kurse á 100 Stunden kostenfrei eingerichtet. Diese Kurse wurden aus städtischen Mitteln und Landesmitteln finanziert.

 

 

Der interkulturelle Themenbereich wird unter der Überschrift „Zusammen leben“ konzipiert. Das „Interkulturelle“ meint, Menschen mit Migrationshintergrund und ohne in gemeinsamen Veranstaltungen zu kulturellen und politischen Themen einzuladen. Im Fokus politischer Bildung sind bei interkulturellen Veranstaltungen Diskriminierung und Gleichberechtigung, Rechte und Emanzipation, positive Differenzerfahrungen, Abbau von Stereotypen und Vorurteilen, Entwicklung von Solidarität und Freundschaft.

 

Café Unterwegs

Das interkulturelle Frauencafé der VHS existiert seit Januar 2008 und greift Themen aus Alltag, Kultur und Politik auf. In gemütlicher Atmosphäre wird ein Thema (Situation von Frauen, Rollenbilder, Mütter und Töchter, Frauen in politischen Bewegungen, Kultur um Sterben und das Jenseits, Bräuche und Traditionen etc.) anmoderiert und in großer wie in kleiner Tischrunde ausgetauscht. Kulturelle Besonderheiten und Gemeinsamkeiten werden so positiv besetzt und erlebt. Einige Frauen aus dem Café haben einen kleinen Gesprächskreis für die eigene Sprachpraxis gegründet. Das Angebot des interkulturellen Frauencafés findet in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) statt.

 

Zusammen leben – zusammen arbeiten – zusammen feiern

Der internationale Tag der Migranten, später der Tag der Menschenrechte bot in den letzten Jahren stets die Gelegenheit ein Kulturfest zu organisieren und unabhängig von vielen religiösen Festen einen gemeinsamen Anlass zum Feiern zu finden. Mittlerweile hat es sich als Fest des „Netzwerks Interkulturelles Lernen“ (NIL) etabliert. Das Fest findet unter Beteiligung der Volkshochschule traditionell im Dezember im Bert-Brecht-Haus statt. Neben einem kleinen Kulturprogramm gibt es vor allem Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken bei Tee und Gebäck. Im vergangenen Jahr wurde das Fest unter dem Motto „Willkommen Nachbarn“ von über 300 Menschen unterschiedlichster Herkunft besucht, darunter auch viele Familien und Kinder.

 

Eine Welt, Länderkunde

Auch im nächsten Kursjahr bietet die VHS aufklärende und problemorientierte Veranstaltungen über Länder dieser Erde an. Im kommenden Kursjahr wird es u.a. einen Vortragsabend über das Land Peru geben. Darüber hinaus ist geplant die Kooperation mit Amnesty International Oberhausen fortzusetzen und wieder einen regelmäßigen Gesprächskreis zum Thema „Menschenrechte – leider keine Selbstverständlichkeit“ anzubieten.

 

Stadtrundgang zur Geschichte der Migration

Bei einem zweistündigen Stadtspaziergang lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand verschiedener Stationen die Geschichte der Zuwanderung Oberhausens kennen und sehen. Von der Synagoge über Kulinarisches, vom Migrationsrat, türkischer und polnischer Zuwanderung, von Flucht und Zwangsarbeit zu einem vielkulturellen Oberhausen, spannend für einen touristischen Blick und immer wieder neu als Zuhause, als Heimatstadt.

André Wilger und das Team von der Geschichtswerkstatt Oberhausen begleiten die Gruppe und erzählen von Oberhausen und seinen Menschen.

 

Interkulturelles Training für EhrenamtlerInnen

Im Rahmen der gemeinsamen Fortbildungsreihe „Ehrensache“ von Volkshochschule, dem Netzwerk bürgerschaftliches Engagement Oberhausen (beo) und dem Büro für Chancengleichheit wird es in diesem Jahr eine ganztägige (kostenlose) Fortbildung für  ehrenamtlich aktive Menschen geben, die sich mit dem Thema „interkulturelle Öffnung“ beschäftigt. Im Rahmen eines interkulturellen Trainings werden persönliche kulturelle Identitäten reflektiert, der Umgang mit „kultureller Fremdheit“ thematisiert und Möglichkeiten der interkulturellen Öffnung erarbeitet.

 

 

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