Berichtsvorlage - M/16/1718-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Aktueller Sachstand: Taschengeldbörse Oberhausen - Ein Kooperationsprojekt der Arbeiterwohlfahrt und des Jugendparlaments Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kinder, Jugend
- Bearbeitung:
- Hendrik Detmers
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Seniorenbeirat
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Kenntnisnahme
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08.06.2016
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Kenntnisnahme
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29.06.2016
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Sachverhalt
Begründung / Sachdarstellung
Taschengeldbörsen
Taschengeldbörsen werden als Servicebrücken zwischen Jugend und Alter verstanden. Vordergründig leisten Taschengeldbörsen eine „einfache" Vermittlungstätigkeit, indem sie Jugendliche, die haushaltsbezogene Unterstützungsleistungen gegen ein kleines Taschengeld anbieten und Haushalte älterer oder mobilitätseingeschränkter Menschen zusammenbringen. Darüber hinaus vermitteln sie aber auch Interaktionen zwischen Jung und Alt und leisten somit einen Beitrag zur intergenerativen Begegnung.
Taschengeldbörse Oberhausen
Die Taschengeldbörse Oberhausen ist ein Kooperationsprojekt von Arbeiterwohlfahrt (AWO) und dem Jugendparlament. Durch eine Entscheidung des Jugendparlaments wurde im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplanes des Landes NRW ein Antrag auf Förderung eingereicht, um den Aufbau einer Taschengeldbörse in Oberhausen zu finanzieren. Ein Zuwendungsbescheid lag am 29.04.2014 vor. Der 20%ige Eigenanteil wurde durch das Budget des Jugendparlaments finanziert. Der Projektzeitraum war vom 01.06.2014 bis 31.03.2015 festgelegt.
Das Projekt umfasste den Aufbau einer Website, in die sich Jugendliche und ältere Menschen selbst eintragen oder eintragen lassen können, die Öffentlichkeitsarbeit und die Finanzierung einer Koordinierungsstelle. Über die Koordinierungsstelle werden Jugendliche und ältere Menschen zusammengeführt.
Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde die Taschengeldbörse Oberhausen am 09.01.2015 von der Beigeordneten für Familie, Bildung und Soziales Elke Münich, der damaligen stellv. Vorsitzenden des Jugendparlaments Maren Piunno und dem Geschäftsführer der AWO Oberhausen e. V. Jochen Kamps eröffnet. Die Website der Taschengeldbörse ist über die Domain www.tabo.ruhr erreichbar.
Die Taschengeldbörse richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren. Jobanbieter/-innen sind Privatpersonen, die einfache, ungefährliche und unregelmäßige Arbeiten zu vergeben haben. Die tägliche Arbeitszeit soll 2 Stunden, die wöchentliche 10 Stunden nicht überschreiten. Sowohl Jugendliche als auch Jobanbieter/-in müssen sich bei der Taschengeldbörse anmelden und registrieren lassen.
Das empfohlene Taschengeld beträgt mindestens 5,- Euro pro Stunde. Ein anderer Satz kann individuell zwischen Jobanbieter/-in und Jugendlichem vereinbart werden.
Die Taschengeldbörse dient lediglich als Koordinationsstelle. Die rechtliche Beziehung besteht ausschließlich zwischen Jobanbieter/-in und Jobber/-in.
Um eine möglichst große Sicherheit aller zu erreichen, werden mit allen Beteiligten an der Taschengeldbörse Vorstellungsgespräche geführt. Sollte eine Person ungeeignet erscheinen, kann die Zulassung von der Koordinierungsstelle verweigert werden. Minderjährige benötigen für die Teilnahme an der Taschengeldbörse eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.
Mittlerweile sind bei der Taschengeldbörse 75 Jugendliche angemeldet und aktiv. Insgesamt 95 ältere Menschen sind derzeit registriert und haben aktuell 95 Jobangebote eingestellt. Seit der Eröffnung sind 86 Vermittlungen zu Stande gekommen. Vielfach ist zu beobachten, dass sich die jüngeren und älteren Menschen nach der ersten Vermittlung treu bleiben und die Taschengeldbörse nicht mehr in Anspruch nehmen. Seit der Eröffnung wurde die Website rund 5.600 Mal aufgerufen (Stand: 04.05.2016).
Nach Ablauf des Projektzeitraumes und der Finanzierung durch das Land NRW Ende März vergangenen Jahres konnte die Stadt Oberhausen die Fortführung der Finanzierung der Koordinierungsstelle der Taschengeldbörse über die Alten- und Pflegeplanung im bisherigen Umfang bis zum 31.12.2015 sicherstellen. Seit März 2016 hat die AWO Oberhausen e. V. die Koordinierungsstelle der Taschengeldbörse vollständig übernommen. Ansprechpartnerin ist dort Lisa Moseler in den Sprechzeiten jeden Dienstag 17 bis 19 Uhr und Donnerstag 10 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 0208 941 96 78 28 oder persönlich im Bürgerzentrum Alte Heid.
In den vergangenen Wochen hat das Interesse an der Taschengeldbörse deutlich zugenommen: Nach einem Presseartikel wurden viele neue Bewerber/-innen und Senioren/-innen dazugewonnen. Zahlreiche Jugendliche haben telefonisch um einen Termin zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch gebeten.
Auch erfreulich ist, dass sowohl Senioren als auch Jugendliche die Taschengeldbörse gerne weiterempfehlen.
