Beschlussvorlage - B/16/1452-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Kulturausschuss beschließt die Abgabe von Dias durch das Archiv der Stadt Oberhausen an das eingangs genannte Archiv in Norwegen.

 

Die benötigten Mittel in Höhe von 150,- EUR stehen beim Auftrag 880004030400 – Stadtarchiv, Kostenart 543188 – FL Beschaffungswesen zur Verfügung.

 

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Konsequenzen

Bezug

 

 

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine[]

 

    ja[x]150 EUR Transportkosten

 

b) Sonstige

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Sachverhalt

Begründung

 

Stadtarchive sammeln / übernehmen all jene Unterlagen, die unmittelbaren Bezug zu der jeweiligen Kommune haben. Dazu gehören in der Regel Zeitungen, Verwaltungsunterlagen, Filme, Fotos usw. Diese werden auf ihre Archivwürdigkeit hin überprüft und – so dieselbe festgestellt wurde – in die Bestandsstruktur eingestellt.

 

In einigen Fällen gelangen auch solche Unterlagen in den Besitz des Archivs, die zwar einen historischen Wert darstellen, aber keinen Bezug zu der jeweiligen Stadt haben. In einem solchen Fall ist abzuwägen, wie die abgelieferten Stücke zu behandeln sind:

 

A - Einreihung in die vorhandenen Archivbestände – macht wenig Sinn, da nicht zu erwarten ist, dass z.B. Dokumente, deren Aussage sich auf andere Kommunen beziehen, von Besuchern genutzt werden, oder

 

B - Entsorgung – wäre die schlechteste Lösung, kommt aber gelegentlich vor, wenn z.B. die übergebenen Dokumente bereits mehrfach vorhanden sind, andere Einrichtungen sie nicht übernehmen wollen, oder

 

C - Abgabe an solche Einrichtungen, deren Bestände durch die Übergabe der Unterlagen inhaltlich erweitert werden.

 

Ein solcher – unter C genannter - Fall liegt hier vor: Vor einigen Jahren wurden Dias abgegeben, deren Entstehungszeit in die Jahre zwischen 1940 / 1943 zu datieren ist. Ort der Handlung ist die Kommune Grong in der Mitte Norwegens, ca. 200 Kilometer nordöstlich von Trondheim gelegen. Grong lag an der Eisenbahnstrecke nach Namsos, die im Zweiten Weltkrieg von großer strategischer Bedeutung war. Aus diesem Grund wurde das gesamte Gebiet als Sperrgebiet deklariert und große deutsche Verbände dort stationiert. Auf den Dias sind Wehrmachtsangehörige, Einwohner von Grong / Mosjoen (?), Gebäude, Brücken und Landschaften abgebildet.

 

In den zurückliegenden Jahren hat sich gezeigt, dass an diesen Aufnahmen seitens der deutschen Forschung kein Interesse besteht. Aus diesem Grund wurde mit dem eingangs genannten Staatsarchiv Kontakt aufgenommen. Den norwegischen Kolleginnen / Kollegen wurden einige Aufnahmen mit der Bitte zugestellt, die Übernahme in die Bestände zu prüfen. Die positive Antwort erfolgte rasch, sodass für eine Übergabe an Trondheim nur noch die Zustimmung des Kulturausschusses fehlt.

 

Abschließend sei darauf verwiesen, dass die abzugebenden Dias noch als Digitalisate in Oberhausen verbleiben.

 

Konsequenzen:

 

Finanzielle Auswirkungen: Um eine zerstörungsfreie Übergabe der Aufnahmen sicherzustellen, könnten die Aufnahmen der Kulturabteilung der norwegischen Botschaft in Berlin mit der Bitte übergeben werden, dieselben dem Statsarkivet i Trondheim zukommen zu lassen. Diese Möglichkeit wurde jedoch von der Kulturabteilung mit dem Hinweis abgelehnt, dass die Behörde selbst sich der Dienst von DHL bediene, um Transporte durchzuführen.

 

Nach Rücksprache mit dem Botenmeister der OGM GmbH / Einkauf / sonst. Dienstleistungen / Logistik und Versand, Herrn Hammes, bleibt nur die Möglichkeit, durch einen Expressversand die Bilder nach Norwegen transportieren zu lassen. Mit dem Abschluss des Vertrags wären die Dias mit 25.000 EUR versichert; außerdem würde diese Form des Transports verhindern, dass die Sendung „abhanden“ komme. Allerdings entstehen Kosten in Höhe von ca. 150 EUR für den Transport.

 

 

 

 

 

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