Antrag (Koalition SPD-Grüne-FDP) - A/16/1307-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in den vergangenen Jahren insbesondere für viele jungen Paare und Familien, aber vor allem auch für alleinerziehende Mütter und Väter, zu einem Kriterium bei der Arbeitsplatz- und Wohnortsuche geworden. Will Oberhausen weiterhin attraktiv bleiben, muss den „weichen Standortfaktoren“ vielmehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dazu gehört aus Sicht der Antragsteller auch die Einführung einer so genannten Randzeitenbetreuung in Kindertageseinrichtungen.

 

Der Jugendhilfeausschuss möge daher beschließen:

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, im ersten Quartal 2016 eine Umfrage bei den Eltern in den Oberhausener Kindertageseinrichtungen, die sich in städtischer Trägerschaft befinden, zu den Betreuungszeiten für Kinder unter drei Jahren und Kindern zwischen drei und sechs Jahren vorzubereiten und durchzuführen. Ziel der Umfrage ist es, den konkreten Bedarf der Eltern in den einzelnen Stadtteilen nach flexibleren und längeren Öffnungszeiten (Randzeitenbetreuung) genau zu ermitteln.

 

  1. Dem Jugendhilfeausschuss ist im 2. Quartal 2016 eine detaillierte Auswertung der Umfrage vorzulegen.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, bei einem entsprechendem Bedarf der Eltern nach Randzeitenbetreuung, Planungen und Konzepte vorzubereiten, damit zunächst modellhaft je Stadtteil für mindestens eine Einrichtung in städtischer Trägerschaft, passgenaue Angebote entwickelt werden können. Diese sollen dann rechtzeitig zur Anmeldephase für das Kindergartenjahr 2017/2018 mit angeboten werden.
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Sachverhalt

Begründung

 

Um Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern und Kindern ein individuelles Förder- und Bildungsangebot zu ermöglichen, hat das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) Zeitkontingente von 25, 35 und 45 Wochenstunden vorgesehen, aus dem die Eltern ein für sie passendes Kontingent auswählen und buchen können. Diese gebuchten Zeitkontingente sind jedoch alleine kein Garant dafür, dass Eltern Familie und Beruf im Alltag tatsächlich besser vereinbaren können. Oftmals korrespondieren die Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen nur unzureichend mit den Arbeitszeiten der Eltern (z.B. bei Schichtarbeit), so dass das gebuchte Stundenkontingente an sich zwar ausreichend wären, eine umfassende Betreuung des Kindes oder der Kinder während der gesamten Arbeitszeit der Eltern aber aufgrund der festen KiTa-Öffnungszeiten trotzdem nicht möglich ist.

 

Um besser auf die Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen und somit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern aus den unterschiedlichen Berufsgruppen zu erleichtern, möchte die Koalition deshalb in einem ersten Schritt den potentiellen Bedarf von allein- und gemeinsam erziehenden Eltern nach Früh- und Spätöffnungszeiten von Kindertagesstätten gezielt und stadtteilbezogen erfragen.

 

 

Zeigt die Resonanz der Eltern, dass Betreuungslücken bestehen, die durch flexiblere Öffnungszeiten der KiTa’s aufgefangen werden können, sollte die Stadt Oberhausen hier zeitnah reagieren und entsprechende Konzepte erarbeiten, um ihrer Vorbildfunktion gegenüber den freien Trägern nachzukommen.

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