Antragsvorlage - A/18/1336

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt bittet die Verwaltung zu prüfen, wie eine Aufklärungs- und PR-Kampagne (z. B. über Social-Media-Kanäle der Stadt, Infoblätter im Standesamt, Hinweisschilder auf städtischen Hochzeits- und Festplätzen sowie Kooperationen mit Tierschutzverbänden und ornithologischen Vereinen) über die negativen Folgen des Steigenlassens von Hochzeitstauben erarbeitet werden kann, die Folgendes berücksichtigt:
 

a) welche Schäden für die freilebenden Wildtiere durch das Steigenlassen von Hochzeitstauben entstehen können [wie genetische Verdrängung durch Verpaarung von gefangengehaltenen („weißen“) Hochzeitstauben mit wilden Stadttauben, die Behinderung der Bestandsregulierung wildpopulationsschädlicher Taubenrassen durch Vermischung von genetischem Material];
 

b) welche negativen Folgen für die freigesetzten Tiere selbst bestehen (Verhungern, Verdursten oder Verenden durch Raubtiere infolge des Verlusts des Orientierungssinns, Verletzungen durch Verkehr, Kollisionen oder Angriffe fremder Artgenossen, das Eingehen in wilde Taubenpopulationen ohne Überlebensschutz im Winter);
 

c) das Angebot von Hochzeitstauben unter dem Link https://www.oberhausen.de/de/index/rathaus/news/ja-wort_auf_dem_rhein-herne-kanal.php nicht aufgeführt wird, sondern auch an dieser Stelle Alternativen aufgezeigt werden wie Seifenblasen, Drachensteigenlassen usw.

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Bezug

Kein Bezug

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Sachverhalt

Das Steigenlassen von „weißen Hochzeitstauben“ ist ein verbreiteter Brauch bei Hochzeiten und anderen Festen. Hinter der romantischen Symbolik verbirgt sich jedoch ein erhebliches ökologisches und vor allem ein Tierschutz-Problem:

Die freigesetzten Tauben sind in der Regel keine ausgebildeten Brieftauben, sondern in Gefangenschaft gehaltene Tiere, die nicht über die Orientierungsfähigkeit verfügen, ihr Taubenheim wiederzufinden. Sie verhungern oder verdursten, fallen Raubtieren zum Opfer oder verletzen sich bei Flugversuchen in städtischem Umfeld. Die, die überleben, mischen sich in die wilden Stadttaubenpopulationen ein und können Krankheiten sowie genetische Veränderungen in freilebende Bestände einschleppen.

Viele Brautpaare sind sich dieser Folgen nicht bewusst. Eine gezielte Aufklärung sowie die Prüfung rechtlicher Handlungsoptionen vor Ort schaffen die Voraussetzung, dass das Tierwohl in Oberhausen gestärkt und die biologische Vielfalt in unserer Stadt geschützt wird.

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