Antragsvorlage - A/18/1228
Grunddaten
- Betreff:
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Antrag der Ratsfraktion GRÜNE x PARTEI gemäß § 2 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt Oberhausen: Prüfauftrag zur Entwicklung einer kommunalen Entsiegelungsstrategie und zur Beteiligung Oberhausens an „Abpflastern“
- Antragsteller/-in:
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GRÜNE x Partei Ratsfraktion
Stefanie Opitz
Tim Dobnik
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Politik
- Bearbeitung:
- Ratsgremien
- Konsequenzen:
- Keine Angabe zu finanziellen Konsequenzen (Berichte od. Anträge); Keine Angabe zu klimatischen Konsequenzen (Berichte od. Anträge)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtplanungs- und Umweltausschuss
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Vorberatung
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16.09.2026
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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28.09.2026
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Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, wie Flächenentsiegelung als leitender Gedanke der Stadtentwicklung in Oberhausen verankert werden kann.
Die Prüfung sollte einbeziehen,
1. wie das Entsiegelungspotential in Oberhausen systematisch und konzeptionell identifiziert werden kann und nach welchen Kriterien prioritäre Flächen für Entsiegelung und Begrünung ausgewählt werden können;
2. ob und in welcher Form Oberhausen am bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ teilnehmen kann und welche organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen hierfür erforderlich sind;
3. welche Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, Aktivierung und Beteiligung geeignet sind, um Bürger*innen, Unternehmen, Schulen, Vereine sowie weitere Einrichtungen für Entsiegelung und Begrünung zu gewinnen und zur Mitwirkung zu motivieren;
4. welche Formen einer niedrigschwelligen Beteiligung - etwa über eine digitale Melde- und Beteiligungsplattform, ein Kartenportal oder andere geeignete Beteiligungsformate - eingerichtet werden können, um Vorschläge für zu entsiegelnde Flächen zu sammeln, sichtbar zu machen und ihre Umsetzung zu begleiten;
5. welche Fördermöglichkeiten, Kooperationspartner*innen und Unterstützungsangebote für Entsiegelungsmaßnahmen in Oberhausen in Betracht kommen.
Sachverhalt
Oberhausen ist als hoch verdichtete Großstadt in besonderem Maße von den Folgen des vom Menschen gemachten Klimawandels betroffen. Der hohe Versiegelungsgrad im Stadtgebiet verschärft die negativen Auswirkungen von Hitzeperioden und Starkregenereignissen.
Entsiegelung ist deshalb eine zentrale Klimaanpassungsmaßnahme. Wo Asphalt, Beton oder Pflaster zurückgebaut und durch Grünflächen ersetzt werden, verbessert sich das Stadtklima unmittelbar: Wasser kann wieder versickern, Böden erfüllen ihre natürlichen Funktionen, Pflanzen kühlen ihre Umgebung, und die Aufenthaltsqualität im Quartier steigt.
Gerade nach den vergangenen Hitzesommern ist deutlich geworden, dass extreme Hitze nicht nur ein Komfortproblem ist, sondern ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellt. Hitzeperioden führen nachweislich zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen und zu einer erhöhten Sterblichkeit. Klimaanpassung muss daher als kommunale Pflichtaufgabe verstanden werden, die Gesundheitsschutz, Stadtplanung und Umweltpolitik zusammendenkt.
Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, Entsiegelung nicht nur als Einzelmaßnahme, sondern als leitenden Grundsatz kommunaler Stadtentwicklung zu begreifen. Die Stadt Oberhausen sollte mit gutem Beispiel vorangehen und auf eigenen Flächen sichtbar machen, wie Entsiegelung und Begrünung gelingen können. Eine solche Vorbildfunktion kann motivierend auf private Eigentümer*innen, Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen wirken und zusätzliche Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet anstoßen.
Die Beteiligung am bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ bietet die Chance, dieses Thema öffentlich sichtbar zu machen, lokales Engagement zu bündeln und konkrete Maßnahmen mit einer positiven Kampagne zu verbinden. Bürger*innen, Schulen, Vereine, Nachbarschaften und Unternehmen können dadurch niedrigschwellig angesprochen und zur aktiven Mitwirkung gewonnen werden. Ergänzend kann eine geeignete Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, erfolgreiche Beispiele bekannt zu machen und die Bedeutung von Entsiegelung für Klimaanpassung, Lebensqualität und Stadtnatur breiter ins Bewusstsein zu rücken.
Ziel der Prüfung soll es daher sein, eine tragfähige Grundlage dafür zu schaffen, Entsiegelungspotentiale in Oberhausen systematisch zu erfassen, kommunale Handlungsansätze zu entwickeln, die Teilnahme an „Abpflastern“ vorzubereiten und auch die Stadtgesellschaft für dieses Thema zu mobilisieren.
