Berichtsvorlage - M/18/0973
Grunddaten
- Betreff:
-
Sicherer Ort - Oberhausen kinderfreundlich
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kinder, Jugend und Familie
- Bearbeitung:
- Ronny Wehr
- Verantwortung:
- Herr Roth, Herr Schmidt
- Konsequenzen:
- Keine Angabe zu finanziellen Konsequenzen (Berichte od. Anträge); Keine Angabe zu klimatischen Konsequenzen (Berichte od. Anträge)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Kenntnisnahme
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17.06.2026
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Sachverhalt
1. Ausgangslage und Zielsetzung
Der Bereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Oberhausen hat sich zum Ziel gesetzt das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu fördern und sie vor Vernachlässigung, Misshandlung und anderen Gefahren bestmöglich zu schützen. Die Mitarbeitenden in den fünf Fachbereichen versuchen mit vielen Angeboten und Hilfestellungen, dieses Ziel jeden Tag bestmöglich zu erreichen. Durch Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement können die Bemühungen der Stadt Oberhausen noch zusätzlich unterstützt und die Zielerreichung verbessert werden.
In Kindertagesbetreuungseinrichtungen und Schulen innerhalb des Stadtgebiets versuchen pädagogische Fachkräfte die Erziehungsarbeit der Eltern bestmöglich zu unterstützen und Kinder zu selbstbewussten, starken Individuen zu fördern.
Leider treten trotzdem manchmal Situationen auf, in denen sich Kinder nicht so selbstsicher, unwohl oder bedroht fühlen und die Unterstützung von verlässlichen Erwachsenen wünschen oder benötigen. Mit der Initiative „Sicherer Ort- Oberhausen kinderfreundlich“ wird ein Netzwerk aus geprüften und sichtbaren „sicheren Orten“ geschaffen, bei denen Kinder ein Sicherheitsgefühl oder eine Hilfestellung kostenlos und niederschwellig erhalten können.
Ziele der Initiative:
• Schaffung eines stadtweiten Netzwerks an zertifizierten sicheren Orten für Kinder, die in eine Notsituation geraten
• Förderung von Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein bei Gewerbetreibenden und Institutionen
• Stärkung des Sicherheitsgefühls von Kindern und Eltern innerhalb der Stadt Oberhausen
• Sichtbare Signale im Stadtbild für kinderfreundliche Strukturen
2. Projektbausteine
2.1 Zertifizierung „Sicherer Ort- Oberhausen kinderfreundlich“
• Geschäfte, Institutionen und Einrichtungen innerhalb von Oberhausen können sich freiwillig und kostenlos zertifizieren lassen.
• Zertifizierte Orte verpflichten sich, Kindern in Notsituationen unkompliziert Hilfe anzubieten (z. B. kurzfristiger Schutz, Verständigung der Eltern, Kontaktaufnahme mit Polizei oder Jugendamt).
• Nach erfolgreicher Zertifizierung erhalten die Einrichtungen kostenlos einen sichtbaren Aufkleber (z. B. buntes Logo mit Wiedererkennungswert), der im Schaufenster oder Eingangsbereich gut platziert wird.
2.2 Anforderungen an teilnehmende Geschäfte und Institutionen
• Eine unterschriebene Bestätigung über die Vorlage von Führungszeugnissen aller Mitarbeitenden, die regelmäßigen Kontakt mit Kindern haben könnten.
• Einreichung und Aktualisierung einer Mitarbeiterliste (Name, Funktion), die im Betrieb tätig sind.
• Benennung einer verantwortlichen Ansprechperson für das Projekt in der jeweiligen Einrichtung.
• Verpflichtung zur jährlichen Zertifizierung (Überprüfung der Unterlagen und verpflichtende Teilnahme mindestens einer Person an einer Schulung durch das Jugendamt der Stadt Oberhausen).
2.3 Rolle der Stadt Oberhausen
• Koordination durch die Netzwerkkoordination Kinderschutz der Stadt Oberhausen
• Prüfung der Anträge und Dokumente.
• Ausgabe der Zertifikate und Aufkleber nach positiver Prüfung.
• Regelmäßige Schulungen und Informationsveranstaltungen für teilnehmende Einrichtungen (z. B. Verhalten bei Notfällen, kindgerechte Kommunikation).
• Begleitung der Gewerbetreibenden durch die Regionalteamleitungen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) im jeweiligen Sozialraum (Mitte/Styrum, Alstaden/Lirich, Osterfeld, Sterkrade und Ost)
3. Kommunikationsstrategie
• Öffentlichkeitskampagne zur Bekanntmachung des Projektes (Presse, Social Media, Schulen, Kitas).
• Gestaltung eines kindgerechten Projektlogos als Wiedererkennungszeichen.
• Erstellung einer Karte (online und als Flyer), auf der alle zertifizierten „sicheren Orte“ verzeichnet sind.
• Zusammenarbeit mit Schulen, Kitas, Jugendzentren, um das Projekt bei Kindern und Eltern bekannt zu machen.
4. Mehrwert für die Unternehmen und Institutionen
• Sichtbares gesellschaftlichen Engagements und Kinderfreundlichkeit
• Kostenlose Schulungen durch den Bereich Kinder, Jugend und Familie
• Werbewirksame Zertifizierung
• Einbindung in ein starkes Sozialraumnetzwerk
5. Projektorganisation und Ablauf
1. Projektstart: Offizielle Vorstellung durch die Stadt Oberhausen.
2. Bewerbungsphase: Geschäfte und Institutionen melden sich bei der Netzwerkkoordination Kinderschutz der Stadt Oberhausen.
3. Prüfung: Sichtung der Führungszeugnisse und Mitarbeiterlisten.
4. Zertifizierung: Ausgabe des Aufklebers und Aufnahme in die öffentliche Liste.
5. Begleitmaßnahmen: Schulungen, Öffentlichkeitsarbeit, Austausch.
6. Evaluation: Jährliche Überprüfung und Rückmeldung der Beteiligten.
6. Perspektive und Weiterentwicklung
• Ausbau des Netzwerks auf möglichst viele Geschäfte und Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet.
• Kooperation mit Polizei, Feuerwehr und weiteren Sicherheitsakteuren.
• Entwicklung begleitender pädagogischer Programme in Schulen, damit Kinder die Symbole kennen und wissen, wie sie im Notfall Hilfe finden.
• Optional: Integration einer App mit Notruf- und Standortfunktion, die zertifizierte Orte in Echtzeit anzeigt.
Anlagen
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(wie Dokument)
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263,3 kB
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