Berichtsvorlage - M/18/0451
Grunddaten
- Betreff:
-
Aktivitäten des siebten Jugendparlaments 2024/2026 und Planung der Wahl des achten Jugendparlaments
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Stadtkanzlei
- Bearbeitung:
- Julia Bendorf
- Verantwortung:
- Herr Lotz, Herr Berg
- Konsequenzen:
- Keine Angabe zu finanziellen Konsequenzen (Berichte od. Anträge); Keine Angabe zu klimatischen Konsequenzen (Berichte od. Anträge)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Jugendhilfeausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
25.02.2026
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Schulausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
12.03.2026
|
Sachverhalt
Das Jugendparlament – die von Jugendlichen direkt gewählte Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen – konstituierte sich erstmals im Juni 2012. In den darauffolgenden Jahren folgten in einem Zweijahresrhythmus die Wahlen der weiteren Jugendparlamente. Am 29. August 2024 fand die konstituierende Sitzung des siebten Jugendparlaments statt.
Auf der Internetseite des Jugendparlaments (www.jugendparlament-oberhausen.de), bei Facebook („Jugendparlament Oberhausen“), bei Instagram (jugendparlament.oberhausen) und bei YouTube befinden sich Informationen über das Jugendparlament.
Am 29. September 2024 wurden Elena Jatagani als Vorsitzende und Sila Özer als stellv. Vorsitzende gewählt. Im März 2025 gab es einen Vorsitzwechsel. Sila Özer hat das Amt als Vorsitzende übernommen und Elena Jatagani die Stellvertretung. Im Januar 2026 hat Elena Jatagani ihr Amt als stellv. Vorsitzende aus privaten Gründen niedergelegt. Daris Bajric hat ihr Amt übernommen. Sila Özer und Daris Bajric bilden seit Januar 2026 das paritätisch besetzte Führungsduo des Jugendparlaments.
Aktivitäten des siebten Jugendparlaments
Beteiligungsprojekt „Neue Zeche Sterkrade“
Das siebte Jugendparlament war eng in das Beteiligungsprojekt „Neue Zeche Sterkrade“ eingebunden. Eine Delegation des Jugendparlaments nahm im November 2024 am Projekttag „Neue Zeche Sterkrade“ auf dem alten Zechengelände Sterkrade teil. Dort wurden die Jugendlichen in die Entwicklungen des Zechengeländes mit einbezogen und haben das Gebiet vor Ort besichtigt. Visionen und Ideen der Jugendparlamentarier wurden mit aufgenommen.
Bildungsfahrt nach Berlin (06.11.24 – 09.11.24)
Die Jugendparlamentarier wurden von der Bundestagsabgeordneten Frau Dr. Franziska Krumwiede-Steiner (Bündnis 90/ Die Grünen) zu einer Bildungsreise nach Berlin im November 2024 eingeladen. Rund 10 Jugendparlamentarier sind der Einladung gefolgt. In einem persönlichen Gespräch konnten sich die Jugendparlamentarier mit der Bundestagsabgeordneten austauschen und Demokratie hautnah vor Ort erleben.
Übergabe der Mängelliste weiterführender Schulen an die Stadtverwaltung
Auch das siebte Jugendparlament hat sich gemeinsam mit den Schülervertretungen (SV) der weiterführenden Schulen in Oberhausen mit dem Zustand der Schulgebäude beschäftigt. Hierzu hatte der Arbeitskreis „Schule, Umwelt und Nahverkehr“ des Jugendparlaments eine Muster-Mängelliste vorbereitet. In die Liste haben die Schulen die Mängel an und in ihren Gebäuden eingetragen, eine Kurzbeschreibung hinzugefügt und die Dringlichkeit sowie ggf. einen Lösungsvorschlag erläutert. Die Ergebnisse aus der Verwaltung wurden dem Jugendparlament im April 2025 präsentiert.
Teilnahme an der internationalen Woche gegen Rassismus
Gemeinsam mit dem Integrationsrat der Stadt Oberhausen hat sich das Jugendparlament an der internationalen Woche gegen Rassismus im März 2025 beteiligt. Alle Jugendlichen aus Oberhausen haben die Möglichkeit bekommen, kostenlos den Film „Das kostbarste aller Güter“ in der Lichtburg Oberhausen zu sehen.
Jugenddialog 2025
Das siebte Jugendparlament hat gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Daniel Schranz einen Jugenddialog unter dem Titel „Deine Frage, Oberbürgermeister Daniel Schranz antwortet!“ veranstaltet. Alle interessierten Jugendlichen ab 13 Jahren in Oberhausen wurden zu dieser Veranstaltung eingeladen, um dem Oberbürgermeister Fragen zu stellen. Diese Veranstaltung wurde gut besucht und offene Fragen bzw. Antworten wurden im Nachgang der Veranstaltung in einer der Jugendparlamentssitzungen gegeben.
Speed-Debating
Im Sommer 2025 haben die Jugendparlamentarier ein Speed-Debating in Kooperation mit der Volkshochschule Oberhausen durchgeführt. Hier haben Jugendliche aus Oberhausen die Möglichkeit bekommen, sich in kurzen Gesprächen mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, dem Oberbürgermeister, Beigeordneten sowie Personen aus lokalen Unternehmen auszutauschen und zu diskutieren.
Teilnahme am Demokratietag im September 2025
Im Rahmen der Woche der Demokratie fand ein Kooperationsworkshop gemeinsam mit der Bürgerbeteiligung der Stadt Oberhausen und dem Jugendparlament zum Thema: „Ich sehe, was du nicht siehst“ statt. In diesem Workshop haben sich die Beteiligten mit Visionen, Verbesserungsmöglichkeiten und Ideen für die eigene Stadt auseinandergesetzt.
Besuch im Landtag NRW
Eine Delegation des Jugendparlaments ist im Oktober 2025 der Einladung des Landtagsabgeordneten Stefan Zimkeit gefolgt und hat sich den Landtag NRW angesehen. Im Anschluss einer Führung und einer Plenarsitzung im Landtag folgte noch ein persönliches Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Herrn Zimkeit.
Weitere Aktionen
Das Jugendparlament hat sich am „Workshop unter Palmen“, einem Netzwerkstreffen der Kinder- und Jugendparlamente aus NRW, beteiligt. Des Weiteren waren die Jugendparlamentarier an Jurysitzungen des Kulturrucksackes, dem Youth4Peace-Preises und dem Jugendförderpreises beteiligt.
Die Tradition der vorherigen Jugendparlamente wurde auch im siebten Jugendparlament aufgegriffen und an Weihnachten eine soziale Aktion organisiert. Das Jugendparlament hat sich nach Weihnachten an der Lebensmittelausgabe bei der Tafel in Oberhausen engagiert und Geldspenden an den Verein „Weg der Hoffnung e.V., dem Kinderhaus Löwenzahn e.V., dem Kinderschutzbund Oberhausen sowie dem Verein „Oberhausen hilft e.V.“ zur Verfügung gestellt.
Sitzungen des siebten Jugendparlaments
Das Jugendparlament tagte bis zur Erstellung dieser Vorlage 15 Mal. Die Jugendlichen waren in fast allen Sitzungen beschlussfähig (über 50% Anwesenheit der Mitglieder). Für die zweijährige Amtszeit bis Juli 2026 sind insgesamt 19 Sitzungen vorgesehen. Im Vergleich zum sechsten Jugendparlament hat sich die durchschnittliche Anwesenheitszahl von 63,3% auf 63,4% der durchschnittlichen Anwesenheitszahl kaum wesentlich verändert. Somit hat sich im Vergleich das siebte Jugendparlament auf die durchschnittliche Anwesenheitszahl des ersten, des zweiten, des vierten, des fünften und des sechsten Jugendparlaments eingependelt (65% durchschnittlich anwesende Mitglieder, siehe auch Tabelle unten). Die Jugendlichen moderieren die Sitzungen eigenständig.
Wahl des achten Jugendparlaments in der Stadt Oberhausen 2026 bis 2028
Der Arbeitskreis „Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen“ des Jugendparlaments beschäftigt sich seit Dezember 2025 mit den Wahlen des achten Jugendparlaments.
Das Wahlgebiet ist das Gebiet der Stadt Oberhausen. Die Mitglieder des achten Jugendparlaments sollen in allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen gewählt werden.
Zur Wahl des fünften Jugendparlaments haben sich erstmals weitaus mehr Mädchen als Jungen beworben. Die weiblichen Mitglieder waren im Plenum sogar in der Mehrzahl. Damit auch im achten Jugendparlament ausreichend weibliche Mitglieder vertreten sind, hat sich das siebte Jugendparlament darauf geeinigt, die Überhangmandatsregelung (siehe auch § 11 der Geschäftsordnung des Jugendparlaments) weiterhin anzuwenden.
Konkret sieht das „Überhangsmandat“ vor, dass die zwei Kandidat/-innen, die die meisten Stimmen auf sich vereinen können, in das Jugendparlament gewählt werden. Sind diese beiden Personen jedoch gleichen Geschlechts, ist gleichzeitig die/der Kandidat/-in des anderen Geschlechts mit den meisten Stimmen ebenfalls gewählt. Kandidieren keine weiteren Personen oder lediglich des gleichen Geschlechts, bleibt es bei zwei Vertretungen der jeweiligen Schule. Aufgrund dieser Regelung und der derzeitigen Anzahl der weiterführenden Schulen im Schuljahr 2025/2026 ergibt sich theoretisch bzw. rechnerisch eine maximale Plenumsgröße von 57 Mitgliedern.
Anhebung des Wahlalters auf unter 19 Jahren
Erstmals wird das Wahlalter des Jugendparlaments angepasst: Jugendliche, die zwischen 13 und unter 19 Jahre alt sind, haben das passive Wahlrecht und können kandidieren. Hier wurde das Alter der Jugendlichen von unter 18 Jahren auf unter 19 Jahren angehoben mit dem Ziel mehr interessierte Jugendliche zu erreichen und sich dem Alter der Schüler/-innen der weiterführenden Schulen in Oberhausen anzupassen. Somit können deutlich mehr Schüler/-innen der Gesamtschulen, Gymnasien und insbesondere der Berufskollegs erreicht werden. Die Anhebung des Wahlalters geschieht auf ausdrücklichen Wunsch der Mitglieder des aktuellen Jugendparlaments.
Die Kandidaten/-innen können sich unabhängig von Geschlecht, Religion, Staatsangehörigkeit oder Behinderung aufstellen lassen. Die Jugendlichen können sich über ein Online-Formular des Bereiches Statistik als Kandidat/-in registrieren lassen. Das Formular ist ab dem 23. Februar 2026 bis zum 24. April 2026 (Bewerbungsfrist) online über www.jugendparlament-oberhausen.de abzurufen. Danach bereitet die Stadtkanzlei für jede einzelne Schule einen Muster-Wahlzettel vor.
Jugendliche zwischen 10 und unter 19 Jahren und die Schüler/-innen, die eine weiterführende Schule besuchen etwa 18.100 Jugendliche, haben das aktive Wahlrecht und sind wahlberechtigt. Die Wahlen werden zwischen dem 13. Mai und 1. Juli 2026 in Eigenverantwortung der Schulen durchgeführt. Zur Unterstützung wird den Schulen ein „Wahlbuch“ mit allen wichtigen Informationen als Hilfestellung zur Verfügung gestellt. Die Delegierten sind für eine Wahlperiode von zwei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Die konstituierende Sitzung ist für den 23. September 2026 geplant. Ein gemeinsames Wochenende der neuen und einiger ehemaliger Mitglieder wird vom 9. Oktober bis 11. Oktober 2026 (in Essen-Kettwig) stattfinden.
Die Ergebnisse der Wahl werden wie bei den vergangenen Wahlen auch über ein Online-Formular des Fachbereiches Statistik an den Bereich 0-1-20/ Ratsgremien und Bürgerbeteiligung übermittelt.
Öffentlichkeitsarbeit für die Wahl des achten Jugendparlaments
Um eine hohe Zahl an Kandidaten/-innen sowie eine hohe Wahlbeteiligung zu erzielen, sind folgende Maßnahmen geplant:
Auf der Facebook-Seite des Jugendparlaments wird ein Titelbild zur Werbung gesetzt und regelmäßig Postings zur Wahl veröffentlicht.
Auf Instagram werden regelmäßig Titelbilder zur Werbung (Kandidatenregistrierung, Wahlzeitraum und Ergebnisse) gepostet.
Auf der Website des Jugendparlaments finden interessierte Jugendliche einen Fragen- und Antwortkatalog, der von den aktuellen Mitgliedern erstellt wurde.
Oberbürgermeister Thorsten Berg wird in einem Anschreiben an die Schulleitungen für die Wahl werben und die wichtigsten Rahmenbedingungen erläutern.
In einem gemeinsamen Pressetermin mit dem Oberbürgermeister wird der aktuelle Vorsitz des Jugendparlaments im März 2026 den Wahlauftakt öffentlich bekannt machen.
Zudem werden an den Schulen Informationsveranstaltungen durchgeführt oder die Schülervertretung in ihren Sitzungen über das Wahlverfahren informiert.
Es werden wie bei den vergangenen Wahlen auch Plakate (250 Stück) und Flyer (1.500 Stück) gedruckt und an den Schulen und im Stadtgebiet verteilt. Zudem werden Plakate in den STOAG-Bussen aufgehängt.
Ansprechpartnerin in Angelegenheiten der Wahl ist Frau Julia Bendorf (Bereich 0-1-20/ Ratsgremien und Bürgerbeteiligung, 825-2901 oder Julia.Bendorf@oberhausen.de)
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
315,3 kB
|
