Berichtsvorlage - M/17/6698
Grunddaten
- Betreff:
-
Wachsen mit der Volkshochschule – Verständnis, Austausch, Achtsamkeit, Perspektiven, Chancen und Kreativität wachsen mit dem neuen Jahresprogramm 2025/26
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Bert-Brecht-Bildungszentrum
- Bearbeitung:
- Stefanie Stehling
- Verantwortung:
- Frau Dr. Gesa Reisz, Herr Tsalastras
- Konsequenzen:
- Keine Angabe zu finanziellen Konsequenzen (Berichte od. Anträge); Keine Angabe zu klimatischen Konsequenzen (Berichte od. Anträge)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Kulturausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
05.06.2025
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Gleichstellungsausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
03.09.2025
|
Sachverhalt
Wachsen mit der Volkshochschule – Verständnis, Austausch, Achtsamkeit, Perspektiven, Chancen und Kreativität wachsen mit dem neuen Jahresprogramm 2025/26
Die Volkshochschule ist mit Ohr und Herz an den vielen Lernenden und Besucher*innen der Lernorte. Gleichzeitig ist die stete Aufmerksamkeit für neue Entwicklungen, Trends und Bedarfe in der Weiterbildung und den verschiedenen Fachgebieten professionelle Aufgabe aller Mitarbeitenden. Dazu gehört selbstverständlich die stete fachwissenschaftliche und pädagogische Recherche, Lektüre und eigene Fortbildung. Feedbackabfragen in Kursen und Hospitationen sichern zudem Qualität und Weiterentwicklung. Nur so können Jahr um Jahr die Inhalte neu geplant, Lehrkräfte akquiriert und Formate angepasst werden. Der klassische Kurs ist weiter sehr beliebt, aber viele Veranstaltungen werden mittlerweile als Workshop, Intensivseminare über das Wochenende oder kurzweilige Einzelveranstaltungen angeboten, teils auch digital oder hybrid. Offene Formate bauen Schwellen ab und unterstützen Menschen, die nicht in einer festen Lerngruppe oder einem geschlossenen Raum lernen wollen. Gleichzeitig bieten offene Formate auch die Möglichkeit in Gespräche zu kommen, vielleicht nicht die komplette Zeit zu bleiben, später einzusteigen (drop in, drop out) und erlauben, auch „Laufkundschaft“ in die Veranstaltung zu integrieren. Eine offene digitale Sprechstunde ist ein Beispiel, aber das beste Beispiel ist das KI-Seepferdchen, welches im Erdgeschoss zum Mitmachen einlädt, ob mit oder ohne Anmeldung. Die Teilnehmenden waren 2024 vom Teenager bis über 80-Jährige dabei. Diese Veranstaltungsformen werden ausgebaut, insbesondere, wenn das Erdgeschoss des Bert-Brecht-Hauses nach der Überarbeitung mehr Möglichkeiten dafür schafft.
Ein Haus gemeinsam mit der Bibliothek schafft mehr Möglichkeiten für alle Menschen, die das Haus betreten. Nicht nur das Haus, auch Bildungsangebote in den Stadtteilbibliotheken und der Austausch der Kollegien sind ein Teil der Weiterentwicklung guter Bildung und des sozialen bzw. Dritten Orts. Die Stabstelle Neue Medien und die schulbibliothekarische Arbeitsstelle sind weitere verbindende Elemente von Volkshochschule und Bibliothek und der Reichweite der Angebote, so dass für viele Formate unwichtig wird, wer mit welcher Institution oder Logo was macht, Hauptsache gerne lernen und gerne zusammen. Das neue Haus in Osterfeld wird ein weiterer Ort, um für alle Menschen in Oberhausen zusammen Lernhaus, Labor und Leuchtturm zu sein und Menschen ein neues Stadtwohnzimmer zum Zusammenkommen zu schaffen. Das Bert-Brecht-Bildungszentrum wächst weiter.
Politische Bildung – Demokratisch ist man nicht allein
Die politische Bildung bietet ein umfassendes und vielfältiges Programm – überwiegend in Präsenz. Online-Formate wie die Videoclipreihe „Wissen to Go“ mit Arbeit und Leben gibt es dazu weiter. Der Schwerpunkt liegt aber klar auf Präsenzveranstaltungen und dem echten Austausch zu den angebotenen Themen. Inhaltlich werden Themen entweder direkt mit einem kommunalen oder regionalen Bezug gewählt oder zu übergeordneten Themen Bezüge zu Oberhausen hergestellt. Viele Themen werden gemeinsam mit Institutionen und Akteuren aus der Stadtgesellschaft aufgegriffen. Dazu gehören Akteure wie Arbeit und Leben Oberhausen, das Ambulante Hospiz und die christlichen Hospize Oberhausen, das Jugendparlament, die Gedenkhalle, das Stadtarchiv, die Geschichtswerkstatt, die historische Gesellschaft, das LVR-Industriemuseum, der Paritätische, das Kommunale Integrationszentrum, der Integrationsrat, das Netzwerk Interkulturelles Lernen (NIL), der BUND Oberhausen, NABU Oberhausen, die Verbraucherzentrale, Fraunhofer UMSICHT, der Supermarkt der Ideen, die Gleichstellungsstelle, das Theater Oberhausen, der Wissenschaftscampus NRW, die Stadtbibliothek sowie viele weitere Partner – städtische und nicht-städtische. Politische Bildung ist und bleibt eine vernetzte Aufgabe.
Direkt im September startet das Programm in der Politischen Bildung mit der 2. Oberhausener Woche der Demokratie. Nach durchweg positiver Resonanz und großer Beteiligung im vergangenen Jahr – sowohl durch die Mitwirkenden, als auch von Seiten der Teilnehmenden – wird die Woche der Demokratie fortgesetzt und in Oberhausen weiter etabliert. In der Zeit von Montag, 08.09.25 bis Montag, 15.09.2025 wird es, verteilt im gesamten Stadtgebiet, ein vielfältiges Programm in allen möglichen Formaten für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger geben. Durchgeführt werden die Veranstaltungen von und bei den zahlreichen beteiligten Organisationen, Initiativen und Vereinen. Viele unterschiedliche Akteure und Institutionen der Stadtgesellschaft haben bereits ihre Mitwirkung angekündigt, darunter auch einige Oberhausener Schulen.
Demokratie lebt von Beteiligung und so lautet das Motto der Demokratiewoche 2025 wie schon 2024: „Demokratisch ist man nicht allein!“. Im Rahmen der Demokratiewoche wird es wieder Angebote geben, die einen (direkten) Austausch für Bürgerinnen und Bürger mit (Kommunal-) Politik und Verwaltung ermöglichen. Unter anderem ist der begleitete Besuch von ausgewählten Ausschusssitzungen geplant. Nähere Informationen sowie das aktuelle Programm werden zu einem späteren Zeitpunkt über die Seiten des Demokratiebüros Oberhausen: https://demokratiebuero.de/; abrufbar sein. Die Demokratiewoche ist eine gemeinsame Initiative von Volkshochschule, Arbeit und Leben DGB/VHS Oberhausen, Bürgerbeteiligung Oberhausen (Stadt Oberhausen), Demokratie Leben und NRWeltoffen in Zusammenarbeit mit vielen Oberhausener Vereinen, Initiativen, Verbänden und Institutionen.
Über die Woche der Demokratie hinaus startet ab September 2025 das Pilotprojekt „Kommunalpolitik verstehen, dabei sein, mitreden“. Bei dem Angebot der kommunalpolitischen Bildung (in Kooperation mit dem Demokratiebüro und dem Kulturdezernat) können interessierte Bürger*innen, in regelmäßigen Abständen, den Kulturausschuss begleitet besuchen. Im Rahmen einer kurzen Einführung vor der Sitzung sowie einem reflektierenden Gespräch im Anschluss an die Sitzung erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die kommunalpolitische Arbeit.
„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ist eine Daueraufgabe und bleibt ein Schwerpunkt. Durch die Mitarbeit der Volkshochschule im Arbeitskreis klimaneutrales Oberhausen (AKO) ist eine Veranstaltergemeinschaft von VHS, BUND, Verbraucherzentrale und Fraunhofer UMSICHT entstanden, die die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Klimahausen“ im Umfang von sechs Angeboten pro Kursjahr ins Leben gerufen haben.
In diesem Jahr werden Themen wie die „Rolle der Zivilgesellschaft im Klimaschutz“, „Mein Haus fit für die Zukunft“ oder „Klimafreundlich leben und wohnen in Oberhausen“ aufgegriffen. Erweitert wird das BNE-Angebot ab diesem Jahr um eine zweite Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Klimahausen-Praxis“. Unter Einbezug weiterer Akteure wie dem NABU, Haus Ripshorst, dem Supermarkt der Ideen sowie der Katholischen Familien und Erwachsenenbildung, werden BNE-Themen ganz praktisch im Rahmen von Exkursionen, Besichtigungen und Workshops erlebbar macht. Ergänzt wird das Themenfeld BNE mit dem regelmäßig stattfindenden offenen Treff gemeinsam mit dem BUND Oberhausen und einigen weiteren Exkursionen und Informationsveranstaltungen.
Das „Knappen Café“ ist ein offenes Angebot zum Austausch über lokale Themen vor Ort in der Alten Heid. In insgesamt drei dauerhaft existierenden politischen Gesprächskreisen wird regelmäßig über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen diskutiert – oftmals auch mit Bezug zum Stadtgeschehen. Darüber hinaus werden regelmäßig verschiedene bedeutsame Institutionen/Unternehmen/Einrichtungen in Oberhausen und Umgebung, wie z.B. die GMVA Müllverbrennungsanlage, das Stadtarchiv oder der Wissenschaftscampus NRW besucht.
Eine explizit lokale und regionale Ausrichtung mit Bezug zu Oberhausen hat auch die monatlich stattfindende VHS-Filmreihe „Weg zum Nachbarn. Von.Für.Hier.“, die im Jahr 2025 mit ca. 50 Besucher*innen pro Vorstellung sehr erfolgreich gestartet ist. Das Gemeinschaftsprojekt von VHS Oberhausen, Lichtburg Filmpalast und FC (FilmClub) Oberhausen wird fortgesetzt. Es werden Spiel- und Dokumentarfilme, Kurzfilme und sogar Serienformate gezeigt, die von und mit Oberhausener*innen gemacht wurden, Filmszenen aus Oberhausen enthalten oder einen direkten Bezug zur Region haben.
Den Blick auf Oberhausen richtet auch das neue, gemeinsame Angebot mit der Gleichstellungsstelle Oberhausen, „Entdecke Deine Stadt (Neu) – Exkursionen und Vorträge für Frauen“. Bei der Schwerpunktsetzung und Themenauswahl des einmal im Monat stattfindenden Angebots wird bewusst eine weibliche Perspektive eingenommen.
Die Exkursionsreihe mit Arbeit und Leben „Wer hat was zu sagen in NRW?“ bietet weiter und schon seit 17 Jahren die Möglichkeit, Politik-Orte und Akteure der Politik in NRW, wie Landtag, Verbände, Vereine oder Ministerien zu besuchen und deren Arbeit kennenzulernen.
Im Rahmen der historisch-politischen Bildung wird die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Oberhausener Stadtgeschichte(n) entdecken“ weitergeführt. Neben Historischer Gesellschaft Oberhausen e.V., Stadtarchiv, Literarische Gesellschaft, Gedenkhalle, Geschichtswerkstatt und VHS ist seit diesem Jahr auch das LVR Industriemuseum als fester Partner der Reihe hinzugekommen. Im Rahmen der Reihe erhalten interessierten Bürger*innen die Gelegenheit, mehr über die Geschichte und Geschichten der eigenen Stadt zu erfahren. Es sind Vorträge, u.a. zu „Elly-Heuss-Knapp“, zur „Frauenarbeit im Ersten Weltkrieg“, zum 100-jährigen Jubiläums des Stadion Niederrhein und zu „Weihnachten in den 1960ern in Oberhausen“ geplant. Eine Ausstellung zu historischen Postkarten in Oberhausen ist ebenfalls wieder dabei.
Die Fortbildungsreihe „Ehrensache“ für ehrenamtlich aktive Menschen in Oberhausen, gemeinsam organisiert mit dem Büro für Chancengleichheit und dem Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement Oberhausen (beo), unterstützt die Ehrenamtler*innen in ihrem Engagement vor Ort. In insgesamt fünf Angeboten wie „Künstliche Intelligenz in Verein und Ehrenamt“, „Motivierende Gesprächsführung – der Tanz mit dem Widerstand“ oder „Resilienz im Ehrenamt“ gibt es konkrete Hilfestellungen für das eigene Engagement (entgeltfrei).
Besondere Hilfs- und Informationsangebote für die Oberhausener Bürgerinnen und Bürger bietet auch die Reihe „H.E.L.P. – Hilfreiche Entlastung und lindernde Pflege“ in Kooperation von VHS und der Hospiz- und Palliativakademie Oberhausen an. Hier werden in einem monatlichen Rhythmus viele wichtige Themen rund um Pflege, Sterben, Tod und Trauer angeboten.
Ein wichtiger Baustein in der politischen Bildung ist die Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament Oberhausen. Die Kooperation wird fortgeführt und es wird wieder gemeinsame Aktivitäten geben. Fest eingeplant ist eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger zur Arbeit des Jugendparlaments.
Die äußerst erfolgreiche Kooperation mit Zeche Alstaden e.V. wird fortgesetzt mit mehreren politischen Frühschoppen. Expert*innen halten zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen für einen Vortrag und diskutieren mit den Teilnehmenden. Die Termine finden sonntagvormittags ab August auf der Zeche Alstaden statt.
Sprachen – Lernen, Austausch und Kultur
Deutsch: siehe Vorlage zu Integration und Interkultur
Die Anmeldezahlen bei den Sprachkursen außer Deutsch waren im Arbeitsjahr 2024/25 nach wie vor unstet, haben sich jedoch in den Anfänger:innenkursen der am häufigsten nachgefragten Sprachen stabilisiert. So sind in Englisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch und Französisch wieder Gruppengrößen von 10-15 Teilnehmenden entstanden. Fortsetzungskurse und Kurse mit höheren Sprachniveaus bleiben dagegen bei kleineren Gruppen und fallen daher auch mal aus. Bei geringen Anmeldungen wird individuell nachgesteuert, um möglichst allen die gewünschte Sprachbildung zu ermöglichen. Deshalb werden einige dieser Kurse nun von vornherein mit reduzierter Terminzahl angeboten, was u. U. auch Kursgebühren erhöht.
Als Online-Kurse finden vor allem Kurse zu seltener gesprochenen Sprachen Eingang in das Kursprogramm, da oftmals keine Kursleitung vor Ort zur Verfügung steht. Dadurch können auch Interessierte außerhalb Oberhausens teilnehmen, was sich stabilisierend auf die Anmeldezahlen auswirkt.
Das Hybrid-Format, ein Angebot zur wahlweisen Teilnahme in Präsenz oder online, wird in den Fremdsprachen zunehmend genutzt, um flexibler auf die Lernort-Wünsche von Teilnehmenden einzugehen und eine Mindestteilnehmendenzahl zu erreichen. Neben „Business English“ finden im Kursjahr 2025/26 auch die Koreanisch-Kurse hybrid statt, weil sich das Format im vergangenen Kursjahr bewährt hat.
Allgemein umfasst das Sprachenprogramm Standardkurse, die die Qualifikationsstufen von A1 bis B2 (in Englisch außerdem C1) als Lernziele anbieten, basierend auf dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). Daneben gibt es Bildungsurlaube (Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Italienisch), Kurse für Interessengruppen (z. B. Kurse für aktive Ältere, Kurse zur Reisevorbereitung, Kurse in Einfacher und Leichter Sprache) und Konversationskurse (Englisch, Französisch, Italienisch, Griechisch), um dem Wunsch vieler Kursteilnehmer*innen nach Sprachpraxis, Austausch und Geselligkeit im Rahmen des Sprachenlernens zu entsprechen. Hier finden Kurse mit Café-Charakter besonderen Anklang (Café „International“, Italienisches Sprachcafé, Sprachcafé Griechisch; neu im Angebot: Ukrainisch-Sprachtreff für geflüchtete Familien, deren Kinder wenig Sprachpraxis in der Muttersprache erhalten).
Folgende Sprachen werden im Arbeitsjahr 2025/2026 angeboten:
- Englisch
- Arabisch
- Chinesisch
- Deutsche Gebärdensprache (DGS)
- Einfache und Leichte Sprache
- Französisch
- Griechisch
- Italienisch
- Japanisch
- Koreanisch
- Latein
- Niederländisch
- Persisch
- Polnisch
- Portugiesisch
- Russisch
- Spanisch
- Türkisch
- Ukrainisch
- Neu: Isländisch
Der Sprachenzweig „Einfache und Leichte Sprache“, der inklusive Veranstaltungen und Kurse beinhaltet, wird weitergeführt. Auf Basis der Erfahrungen und Eindrücke, die im Verlauf eines zweiten Englischkurses mit Menschen mit einer kognitiven Behinderung gewonnen werden konnten, wird im Kursjahr 2025/26 ein differenzierteres Englisch-Kursangebot zusammengestellt: Dieses besteht aus dem Kurs „Denglisch“ zum Abbau von Sprachbarrieren im Alltag und einem Standardkurs, der vor dem A1-Sprachlevel ansetzt und darauf hinleitet. Ein eigens dafür entwickelter Sprachstandtest soll Interessierten helfen, den passenden Kurs für sich zu finden. Im Sprachen-Programmbereich wird in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen städtischen Einrichtungen und dem Projekt „Netzwerk Inklusion“ weiterhin eine didaktisch-methodische Öffnung zur Inklusion angestrebt und erprobt. Das inklusive Kursangebot enthält zudem erneut zwei Veranstaltungen zum Erlernen der Leichten Sprache für Menschen, die privat oder beruflich diese Textform anwenden möchten.
Darüber hinaus erweitert sich das Angebot im Bereich Deutsche Gebärdensprache (DGS) mit einem Ferienkurs für Kinder („Gebärden-Abenteuer“) sowie der Veranstaltung „Beyond Sound“, die zu den Highlights des neuen Sprachen-Programms gehört. Hier wird hörenden Menschen durch ein speziell ausgestaltetes Erfahrungskonzept Alltag und Kultur von Gehörlosen nahegebracht.
In der Stadtteilbibliothek Schmachtendorf haben sich im 2. Halbjahr ein Englisch- und ein Spanischkurs etabliert. Ergänzt wird das Sprachenprogramm hier durch einen Vortrag zu Jane Austen – nachdem die Veranstaltung zu Sherlock Holmes im letzten Kursjahr recht gut besucht war. Die Anmeldezahlen aller drei Veranstaltungen belegen, dass in den Stadtteilen Sterkrade/Schmachtendorf/Königshardt eigene kulturelle Angebote vor Ort wertgeschätzt werden.
Die Vortragsreihe „Literature on TV“ gemeinsam mit der Bibliothek wird im dritten Veranstaltungsjahr als „Literature on Screen“ in Kooperation mit der Lichtburg Oberhausen in den Räumen des Programmkinos weitergeführt. Anhand von Filmausschnitten bespricht die Referentin die Werke bekannter Schriftsteller*innen, die in Film, Fernsehen und Videospiel adaptiert wurden.
Insgesamt umfasst das Englisch-Programm für das Arbeitsjahr 2025/2026 ca. 70 Kurse und Veranstaltungen für erwachsene Teilnehmende, das Programm der weiteren Sprachen umfasst ca. 120 Kurse und Veranstaltungen für Erwachsene im Arbeitsjahr 2025/2026.
Im Programmbereich der Jungen VHS wird erstmals ein regelmäßig stattfindender Japanisch-Kurs für Kinder von 10-14 Jahren angeboten, um der Nachfrage nach einer Teilnahme von Kindern an den Erwachsenenkursen mit einem Alternativ-Angebot zu begegnen. In den Osterferien wird zudem der bereits erwähnte Gebärdensprachkurs (DGS) für Kinder und Jugendliche derselben Altersgruppe angeboten. Seit einigen Jahren gehören außerdem zwei Vorbereitungskurse für Schulabschlussprüfungen im Fach Englisch zum Programm der Jungen VHS.
Gesundheit – Psychologie – Mit Motivation und wachsender Achtsamkeit in Bewegung bleiben
Der bereits in den letzten Bildungsjahren festgestellte Trend, dass nach den Corona-Lockerungen die Gesundheitskurse nachgefragt werden, hat sich im vergangenen Jahr fortgesetzt.
Angesichts der anhaltenden Konflikte und Belastungen in privatem wie öffentlichem Raum bleiben Themen wie Achtsamkeit, Resilienz, Entspannung und Stressbewältigung von großer Bedeutung. Einige Achtsamkeitsangebote finden in der Natur statt, genauso wie Angebote im Bereich der Kräuterpädagogik oder – vereinzelt – Bewegungsangebote an der frischen Luft.
Neben klassischen Angeboten wie Hata-Yoga und Pilates werden weitere Kurse ins Programm aufgenommen, wie Feldenkrais, Yin & Yan Yoga, Vinyasa-Yoga oder Online-Yoga in der Mittagspause, für alle diejenigen, die ihre Mittagspause optimal für Bewegung und Entspannung nutzen möchten.
Neu im Programm ist eine Reihe von Einzelveranstaltungen im Bereich Gesundheit, angeboten von einer Expertin, die mannigfaltige Themen anspricht, wie Allergien, Übersäuerung, Darmgesundheit, Aromatherapie u. ä. Auch Massagetechniken sind nun in der VHS erlernbar: Fussreflexzonenmassage oder auch einfache Massagegriffe und -techniken für Hände, Füßen und Nacken sowie für Kiefer, Nacken und Schulter.
Der gesellschaftliche Trend hin zur gesunden Ernährung gepaart mit einer steigenden Verbundenheit mit der Natur wird aufgegriffen und zeigt sich in verschiedenen Angeboten einer zertifizierten Kräuterpädagogin, wie z. B. „Tee mit Kräutern und Blüten: eigene Bio-Teemischung zusammenstellen“, „Frauenkräuter für Gesundheit und Wohlbefinden“, „Naturkosmetik für Gesicht und Körper“, „Gemmotherapie und die Heilkraft des Waldes“.
Zwei „Detox-Wochen“, die teils in Präsenz, teils digital angeboten werden, bieten ebenfalls die Möglichkeit, das eigene Wohlbefinden zu steigern. Im Vortrag „Fit mit Ayurveda – Typgerechte Ernährung für mehr Vitalität“ erhalten die Teilnehmenden einen praxisnahen Einblick in die Grundlagen des Ayurveda – mit dem Fokus auf eine typgerechte, alltagstaugliche Ernährung. In den Workshops „Wechseljahre wegschlemmen“ können Frauen das Potential vorwiegend heimischer Lebensmittel entdecken, um die Zeit des 2. Frühlings, wie die traditionelle Chinesische Medizin die Wechseljahre nennt, möglichst unbeschwert zu erleben.
Der Bereich Psychologie wurde deutlich erweitert mit erstmaligen Angeboten zu Themen wie dem Umgang mit Wut und Aggression, emotionaler Unabhängigkeit, der Fähigkeit, das Gute im Leben zu finden, oder zum Umgang mit dem Thema „Eltern“, sprich einer Reflektion über die Beziehung zu der eigenen Mutter sowie zum Vater. Eine Psychologin beleuchtet in den sich an Frauen richtenden Workshops zudem das Thema Beziehung.
Da die Nachfrage sich wieder zeigt, wird nach Jahren ein Kurs zur „Burnout-Prophylaxe - Prävention und Prophylaxe“ von Erschöpfungszuständen angeboten, der sich an alle Menschen richtet, die Termindruck, Zeitdruck und Stress im beruflichen und privaten Alltag reduzieren möchten. Auch Pendler*innen kommen auf ihre Kosten mit dem Angebot „Entspannung für Pendler*innen“ und alle Berufstätigen können von der „Gesundheitsprävention am Arbeitsplatz - Einführung in die Alexander-Technik “profitieren.
Die Kooperation mit der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen wird fortgeführt und intensiviert; so sind drei Veranstaltungen mit Expert*innen geplant zu den Themen Karpaltunnelsyndrom, Leistenbruch und Rückenschmerz.
Eine neue Kooperation mit der Polizei Oberhausen macht weitere Angebote möglich: zwei Abende zum Thema Gewaltprävention für Frauen, bei denen die Stärkung der Selbstsicherheit im Fokus steht sowie zwei Abende speziell für Senior*innen zu den brandaktuellen Themen Telefonkriminalität (Trickdelikte am Telefon) und Kriminalität an der Haustür (Trickdelikten an der Haustür).
Bekanntlich tragen aber auch (Haus-)Tiere zum Wohlbefinden und zur Balance bei. So runden mehrere Veranstaltungen zum Thema Katze, Hund, Pferd, Taube, Biene (unter anderem im Kooperation mit dem Tierschutzverein Oberhausen e.V.) usw. das Programm ab.
Kultur – Kreativität – Musik
Weiterhin steht die Fläche im Erdgeschoss aufgrund des Überplanungsprozesses für Ausstellungen nicht zur Verfügung. Daher finden alle geplanten Ausstellungen im Foyer der Volkshochschule in der dritten Etage sowie an externen Orten wie dem NH-Hotel statt. Im Herbst startet die Ausstellungssaison mit der Düsseldorfer Künstlerin Martina Dahlhoff, die eine Vielzahl neuer kreativer Workshops anbieten wird.
Im Bereich der Exkursionen und Studienfahrten finden sich Ziele wie die Ausstellung Cash! in Duisburg, zum TerraZoo in Neuss, zur Landesgartenschau nach Neuss, nach Dortmund-Hörde sowie dem weniger bekannten Weihnachtsmarkt in Essen-Steele.
Zahlreiche Vorträge und Lesungen finden wieder im Bert-Brecht-Haus statt. In Vorträgen werden den Teilnehmenden durch Prof. Dr. Steinkamp der Uni Duisburg-Essen Themen aus dem Bereich Literatur und Kunst wie König François I, das Pariser Pantheon und dem Palazzo Farnese nähergebracht. Ein Vortrag beschäftigt sich mit der Geschichte des Buchhandels, aber auch weitere Themen wie "Die Köpenickiade - das abenteuerliche Leben des Schustergesellen Friedrich Wilhelm Voigt" oder Lesungen mit musikalischer Begleitung zum Thema "Märchen" oder "Glück" sind Teil des Angebotes. Ganz neu sind insbesondere "Seide, Safran, Sandelholz - Märchen und Orientalischer Tanz", eine Veranstaltung mit einer Märchenerzählerin, die durch die Orientalische Tanzgruppe der VHS begleitet wird, oder zwei vergnügliche Abende mit der Oberhausener Autorin Angelika Werner, die einige ihrer meist humorvollen, hintergründigen Kurzgeschichten liest, live begleitet von Polina Borchert, die auf ihrem Piano die Geschichten frech untermalt. Kurz vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft kann man sich außerdem mit "152 Jahren Fußballgeschichte in Deutschland" beschäftigen.
Der wieder in das Kulturprogramm der VHS aufgenommene Literaturkurs wurde gut angenommen und konnte sich etablieren. Im neuen Bildungsprogramm werden auch weiterhin Atelierbesuche angeboten, auch im Rahmen von "Kunstlicht". Das 2024/25 aufgenommene Angebot "Mangazeichnen" hat sich etabliert und wird weiter angeboten.
Neu ist ein Portrait in Bild, Wort und Ton: „die Künstlerbiographie und Lebensgeschichte Vincent van Goghs - Ein Leben in Farben“.
Im Bereich Kreativität wird es neue Angebote im Bereich Linoldruck, Malerei und Charakterdesign geben.
Eine begabte Bastlerin wird in die spannende Welt des Travel-Journaling einführen und in einem zweiten Workshop die Technik des Lese- & Medienjournals darstellen.
Ganz neu sind im Programm Workshops im Bereich Kreativität mit Blumen bzw. Floristik, die je nach Jahreszeit vom "Adventskranz" bis zum "Sommerblütenstrauß selber gestalten" reichen. Für Menschen, die Ordnung in ihr Zuhause bringen möchten, werden vier Workshops zum Thema "Organizing" angeboten, in denen man erfahren kann, wie man das eigene Zuhause oder aber auch – in weitere Workshops – den eigenen Kleiderschrank mit Leichtigkeit ordnen kann.
Das Angebot "Töpfern", welches im letzten Programmjahr wiederaufgenommen werden konnte und sehr erfolgreich lief, kann weiterhin angeboten werden.
Und anschließend, um das Gehirn auf Trab zu halten, sind ins Programm drei gebührenfreie Kurse zum Thema 'Spielen hält jung' aufgenommen worden, die das komplette Kursjahr andauern und bei denen ein Einstieg jederzeit möglich ist.
Beruf und IT – Perspektiven wachsen
Der Programmbereich Beruf und IT hat für die Oberhausener Bürger*innen für das kommende Semester 106 Kurse mit über 2500 Unterrichtseinheiten geplant.
Neben den bewährten Formaten und Kursen ist eine Reihe neuer und erweiterter Angebote hervorzuheben, um den Teilnehmenden relevante Kompetenzen für Beruf und Alltag in einer sich wandelnden (digitalen) Arbeitswelt zu vermitteln.
Neue Formate und Themenschwerpunkte:
- Schlüsselkompetenzen für Beruf und Alltag: Eine neue Workshop-Reihe mit dem erfahrenen Dozenten Michael Weier vermittelt praxisnahe Techniken für den professionellen Auftritt und wichtige persönliche Fähigkeiten.
- Stressmanagement und Nachhaltigkeit: Ein Bildungsurlaub am RVR-Besucherzentrum Haus Ripshorst widmet sich wirksamen Methoden zur Stressbewältigung und Selbstfürsorge im Berufsalltag, verbunden mit dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, in begrenztem Umfang den eigenen Hund mitzubringen.
- Rechtliche Orientierung: Zwei Vorträge bieten Einblicke in wichtige Rechtsgebiete: "Wohnungseigentum – Freud oder Leid?" klärt über Rechte und Pflichten in Eigentümergemeinschaften auf, während "Der Aufhebungsvertrag im Arbeitsrecht erklärt" die rechtlichen Rahmenbedingungen und Besonderheiten, insbesondere bei Ausbildungsverhältnissen, beleuchtet.
- Digitale Sprechstunde: Mit der "Offenen Digital-Sprechstunde" wird ein kostenloses, persönliches Unterstützungsangebot für Fragen und Probleme rund um das Android-Smartphone geschaffen.
- Kreative Programme: Neue Kurse führen in die Bildbearbeitung mit "Affinity Photo 2" (als Bildungsurlaub) sowie in die einfache und effektive Gestaltung mit dem kostenfreien Grafikprogramm "Einführung in Canva" ein.
- Neuer Themenschwerpunkt Künstliche Intelligenz (KI): Als Reaktion auf die wachsende Bedeutung von KI sowie die wachsende Nachfrage wird dieser Bereich neu und praxisnah weiter aufbereitet. Die Kurse zielen darauf ab, Teilnehmende zu befähigen, KI als Partner zu begreifen, kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll einzusetzen. Den Auftakt bildet die Workshop-Reihe "KI für Intelligente", die Präsenz- und Online-Formate kombiniert.
Neben den neuen Kursangeboten beteiligt sich der Fachbereich auch aktiv an externen Initiativen:
- Am bundesweiten Digitaltag, dem 27. Juni, sind wir mit dem Format "KI-Seepferdchen" vertreten, um spielerisch und niedrigschwellig erste Einblicke in Künstliche Intelligenz zu geben.
- Im Oktober nehmen wir an der Code Week Ruhr teil und bieten in Kooperation mit der Hochschule Ruhr West einen Programmierkurs an.
Qualifizierung in pädagogischen Handlungsfeldern neben der bekannten OGS-Kräfte-Schulung und Schulung der Küchenkräfte im Offenen Ganztag: Neu konnte die Qualifizierung zur Fachkraft für Inklusion in der Kita – Erfolgreiche Umsetzung und Fortführung mit dem Bildungswerk der Ruhrwerkstatt starten. Ergänzend zum bestehenden Weiterbildungsangebot hat der Fachbereich Beruf und IT in Kooperation mit der Ruhrwerkstatt erstmals diese Fortbildung angeboten. Die Qualifizierung zur Fachkraft für Inklusion in der Kita hat sich in der Praxis bewährt und wird im kommenden Semester fortgesetzt. Grundlage bildet das „Kompetenzprofil Inklusion“ des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), das sich an pädagogische Fachkräfte gemäß Personalverordnung nach dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) richtet. Der Zertifikatskurs wurde mit großem Erfolg durchgeführt. Die berufsbegleitende Fortbildung umfasst 80 Unterrichtseinheiten und vermittelt zentrale Kompetenzen für eine inklusive Bildungsarbeit. Ziel ist es, pädagogische Fachkräfte praxisnah und fundiert in den Bereichen Beobachtung und Diagnostik, Zusammenarbeit mit Familien und Fachdiensten sowie in inklusiver Didaktik und Methodik zu qualifizieren. Die Teilnehmenden werden damit in die Lage versetzt, Kinder mit und ohne Förderbedarf im Sinne eines inklusiven Bildungsverständnisses ganzheitlich zu begleiten und individuelle Entwicklungspotenziale gezielt zu fördern. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie ein Zertifikat, das sie als qualifizierte Inklusionsfachkräfte für den Einsatz in Kindertageseinrichtungen ausweist. Mit diesem Angebot wird ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der inklusiven Qualität in Oberhausener Kitas geleistet.
Schulabschlusskurse und Grundbildung – Chancen wachsen!
Die Angebote zum Lesen- und Schreiben lernen gehören zu den gesellschaftspolitisch unverzichtbaren Angeboten der Volkshochschule. Die Teilnehmer*innen sind überwiegend Erwachsene zwischen 16 und 53 Jahren, darunter viele Berufstätige. Im Bereich Lesen und Schreiben Lernen sind auch im Arbeitsjahr 2025/2026 wieder zwei Kurse mit jeweils sechs Unterrichtsstunden pro Woche geplant.
Die Volkshochschule bietet auf Grundlage des Weiterbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalens (§ 6) ein differenziertes und umfangreiches Angebot zum Nachholen von Schulabschlüssen an. Es umfasst Vorkurse zum Ersten Schulabschluss und zum Mittleren Schulabschluss sowie Kurse zum nachträglichen Erwerb des Ersten Schulabschlusses, des Erweiterten Ersten Schulabschlusses sowie des Mittleren Schulabschlusses.
Im Arbeitsjahr 2024/2025 haben 128 Teilnehmer*innen an den Vorkursen und Kursen des Zweiten Bildungswegs teilgenommen.
Der Anteil der Teilnehmer*innen mit Migrationshintergrund lag im Arbeitsjahr 2024/2025 bei 37%. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Sprache der Schlüssel zum Erreichen eines Abschlusses ist. Daher wurde als Minimalvoraussetzung zum Einstieg in einen Kurs des Zweiten Bildungswegs ein Deutsch-Zertifikat auf der Stufe B2 festgelegt. Für Teilnehmer*innen mit B1-Deutschkenntnissen gibt es seit dem Arbeitsjahr 2023/2024 einen verlängerten, einjährigen Vorkurs in Tagesform, um einen erfolgsversprechenden Einstieg in den Zweiten Bildungsweg zu ermöglichen.
Um nach Erwerb eines Schulabschlusses mögliche Anschlussperspektiven gezielt aufzeigen zu können, kooperiert die VHS Oberhausen mit verschiedenen Schulen, Trägern, Kollegs und Beratungsstellen. Zudem kommt die Berufsberatung der Agentur regelmäßig ins Haus, um mit jedem Teilnehmenden individuell tragfähige Perspektiven zu entwickeln.
Die im ZBW tätige Sozialpädagogin unterstützt die Teilnehmenden anschließend bei der Berufswegeplanung und bei der Erstellung von Bewerbungsmappen. Die Einrichtung dieser Sozialpädagoginnen-Stelle wurde möglich, da das Land seit 2023 Mittel für sozialpädagogische Begleitung im Schulabschlussbereich bereitstellt. Durch die enge Betreuung können früh Probleme, die das Bestehen des Abschlusses gefährden könnten, bearbeitet werden.
Zum Thema „Regelschulzeit beendet, was nun?“ fand nun schon zum dritten Mal im März 2024 am Standort Lirich der VHS eine Weiterbildungsmesse statt. Dazu waren verschiedene Institutionen aus Oberhausen und Umgebung eingeladen. Die Kursteilnehmenden und Interessierten konnten sich vor Ort über ihre Möglichkeiten nach Beendigung der Regelschulzeit informieren. In der Aula der Schule in Lirich gab es einen regen und konstruktiven Austausch. Die nächste Messe findet am 19.03.2026 statt.
Im Arbeitsjahr 2024/2025 haben in Kooperation mit Polizei und Oberhausener Beratungsstellen Seminare und Vorträge stattgefunden, die einen respektvollen Umgang fördern sollen und Teilnehmende für die Themen Gewaltprävention, Selbstsicherheit und Cyber-Kriminalität sensibilisieren sollen. Auf diese Weise können mögliche Hemmschwellen gesenkt und ggfs. Einzeltermine vereinbart werden. Auch für das kommende Jahr sind wieder Besuche der AIDS-Hilfe, der Schuldnerberatung sowie der Suchtberatung geplant.
Am 13.03.2025 machte die Lesereise mit dem renommierten Autor Dinçer Güçyeter, die durch das Programm „Kultur und Weiterbildung“ vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert wurde, auch Halt an der VHS Oberhausen. Im Mittelpunkt stand Güçyeters Buch „Unser Deutschlandmärchen“, das auf eindrucksvolle Weise Themen wie Herkunft, Identität und Zugehörigkeit behandelt. Diese besondere Veranstaltung richtete sich explizit an die Teilnehmenden des Zweiten Bildungswegs. Der persönliche Austausch mit Dinçer Güçyeter, dessen eigener Werdegang viele Parallelen zu den Erfahrungen der Teilnehmenden aufweist, schuf eine besondere Nähe und lud dazu ein, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen.
Auch in diesem Jahr wird es bereits zum zweiten Mal im Anschluss an die schriftlichen Prüfungen eine Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit geben. In dieser „Woche der Nachhaltigkeit“ besuchen die Teilnehmenden nach einem theoretischen Input zum Thema Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitszielen das Emscher-Renaturierungsprojekt, bauen Insektenhotels, nehmen an einem Workshop zum Thema Upcycling teil, lernen die Arbeit in einem Repaircafe kennen und kochen gemeinsam unter dem Motto „Saisonal und Regional“. Die Projektwoche ist auch für das kommende Jahr geplant.
Aufgrund der zurückgegangenen Nachfrage an Kursen im Nachmittags- und Abendbereich bietet die Volkshochschule Oberhausen –wie viele andere Volkshochschulen auch – künftig nur noch Schulabschlusslehrgänge im Vormittagsbereich an.
Im Arbeitsjahr 2025/2026 werden insgesamt 7 Kurse (davon 2 Vorkurse) im Bereich Erster Schulabschluss, Erweiterter Erster Schulabschluss und Mittlerer Schulabschluss angeboten. Die Verlängerung des Vorkurses zum Ersten Schulabschluss auf ein Schuljahr, um u. a. Teilnehmende mit Migrationshintergrund und Teilnehmende mit großen Bildungslücken noch besser integrieren und auffangen zu können, hat sich bewährt und wird daher fortgeführt. Der veränderten Teilnehmerschaft wurde bei der Kursplanung insofern Rechnung getragen, als nun anstelle eines MSA-Kurses (Mittlerer Schulabschluss) ein weiterer Kurs zum nachträglichen Erwerb des Erweiterten Ersten Schulabschlusses angeboten wird. So ist in diesem Kurs ein Einstieg semesterweise möglich.
