Beschlussvorlage - B/17/6866
Grunddaten
- Betreff:
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Projektantrag „LOKALE RESSOURCENZENTREN als Geschäftsmodell für Städte: Dynamisierung der Zirkularität durch Kooperation und digitale Lösungen“ innerhalb der Fördermaßnahme „Circular Economy - CircularCities.NRW“ im Rahmen der europäischen Regionalförderung (EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027)
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Dezernat 1 / Finanzen und Kultur
- Bearbeitung:
- Tim Tzscheppan
- Verantwortung:
- Apostolos Tsalastras
- Konsequenzen:
- Drucksache hat finanzielle Konsequenzen (siehe Sachverhalt); Drucksache hat keine klimatischen Konsequenzen
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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30.06.2025
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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07.07.2025
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Erledigt
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Kulturausschuss
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Kenntnisnahme
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04.09.2025
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Beschlussvorschlag
Auf die Vorberatung durch den Kulturausschuss wird gemäß § 1 Abs. 7 der Zuständigkeitsordnung für die Ausschüsse des Rates und für die Oberbürgermeisterin/den Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen vom 21.03.2023 verzichtet.
Der Rat der Stadt beschließt die Antragstellung im Rahmen der europäischen Regionalförderung und beauftragt Dezernat 1/Finanzen und Kultur die notwendigen Mittel in der Haushaltsplanung 2026 zu berücksichtigen.
Sachverhalt
Hintergrund
Eine Transition von Städten in Richtung Zirkularität ist nicht nur Voraussetzung für Klima- und Ressourcenschutz, sondern geht auch mit ökonomischen Chancen einher. So kann lokale bzw. regionale Wertschöpfung erhöht werden, wenn Stoffkreisläufe geschlossen und weniger Rohstoffe und Materialien importiert werden müssen.
Damit Städte diese ökologischen und ökonomischen Potenziale erschließen können, bedarf es neuer Ansätze zur Ressourcenschonung, die über bereits etablierte zirkuläre Strukturen hinausgehen. So sind für Fortschritte insbesondere im Bereich der Abfallvermeidung bzw. der Wiederverwendung von Produkten und Materialien oftmals neue Organisationsformen, Geschäftsmodelle, Kooperationen und technische und soziale Innovationen erforderlich.
Vor diesem Hintergrund unterstützt der Aufruf „Circular Economy - CircularCities.NRW“ im Rahmen der europäischen Regionalförderung (EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027) Gemeinden und Kreise (Kommunen) in Nordrhein-Westfalen dabei, entsprechende innovative Maßnahmen für den Übergang zu einer Circular Economy in umfassender Weise umzusetzen.
Das für Oberhausen, mit dem Institut Fraunhofer Umsicht entwickelte Projekt LOKALE RESSOURCENZENTREN baut auf den Vorgängerprojekten c.lab und Creative City auf, die vom Dezernat 1 initiiert und begleitet wurden. Im Zentrum steht der mit Creative City Mitteln sanierte Supermarkt der Ideen und das Netzwerk an Institutionen und Kreativen, die in den verschiedenen Teilaktivitäten der Vorgängerprojekte eingebunden waren. Diese Zusammenarbeit soll mit dem neuen Projekt fortgeführt und um weitere Innenstadtakteure erweitert werden. So werden beispielsweise die Theaterwerkstatt, die VHS mit ihrem Kursangebot, Artothek uvm. weiterhin maßgeblich beteiligt. Eine Erweiterung auf Bildungswerke, Schulen und Handwerksbetriebe ist vorgesehen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für Synergieeffekte mit dem bereits laufenden EU-Projekt Greenstage, welches federführend über das Theater Oberhausen umgesetzt wird.
Projektinhalte
Mit den „Lokalen Ressourcenzentren“ entwickelt Oberhausen ein skalierbares Kreislauf‑Ökosystem, das Sammeln, Lagern, Reparieren und Wiederverkaufen oder -verwenden von Materialien erstmals intelligent miteinander verzahnt. Herzstück ist eine Kombination aus App‑Plattform und Ressourcenlager: QR‑Code‑Erfassung, Echtzeit‑Bestandsanzeige, Buchungs‑ und Zugangscodes vernetzen dezentrale Lagerorte wie Wertstoffhof, Werkstätten oder leerstehende Hallen und machen bislang verborgene Ressourcen für Bürger*innen, Betriebe und Kommunen sichtbar und nutzbar.
In offenen Werkstätten, Repair‑Cafés und dem Supermarkt der Ideen werden Altgeräte, Baustoffe oder Textilien gemeinschaftlich repariert, umgestaltet oder zu Design‑Prototypen weiterentwickelt - flankiert von Fraunhofer‑Expert*innen und lokalen Tüftler*innen und Kreativen. Fertige Produkte oder direkt nutzbare Ressourcen und Materialien fließen über Sozialkaufhäuser, Second‑Hand‑Kanäle zurück in den Umlauf und generieren zugleich Betriebserlöse oder sie werden in Institutionen mit Materialbedarf wie Schulen, Bildungseinrichtungen, Ausbildungswerkstätten verwertet.
Ein einjähriges Reallabor testet die komplette Wertschöpfungs‑ und Kreislaufkette mit realen Materialströmen, Nutzerfeedback und Life‑Cycle‑Analysen. Fraunhofer UMSICHT misst Umwelt‑ und Wirtschaftseffekte und spielt die Daten in die Plattform zurück, sodass Prozesse optimiert werden können.
Kernkonsortium sind Stadt Oberhausen, Fraunhofer UMSICHT, Kultur im Turm e.V und anstiftung. Die Projektleitung obliegt dem Dezernat 1/Finanzen und Kultur der Stadt Oberhausen. Alle technischen und organisatorischen Bausteine – Software, Logistik, Aktivierungskonzepte – sind modular entwickelt und können von Partnerstädten, Unternehmen oder Verbänden lizenziert oder als Open‑Source‑Module übernommen werden.
Die Projektlaufzeit geht von November 2025 bis Oktober 2027.
Darstellung der finanziellen Konsequenzen
Das Projekt plant mit einem Gesamtvolumen von 1.082.085,25 EUR.
Auf die Stadt Oberhausen entfallen davon als Partner und in der Funktion der Projektleitung einen Anteil von 313.285,47 EUR, dies inkludiert einen Eigenanteil von 10% (31.328,55 EUR). Dies entspricht einer Förderung in Höhe von 281.956,92 EUR. Weitere Anteile verteilen sich auf die weiteren Projektpartner*innen.
Die Antragsfrist ist der 24.Juli 2025.
