Berichtsvorlage - M/17/6783

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Beratungsfolge

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Bezug

Drucksache Nr. M/17/6242 vom 29.01.2025:  Sachstand zur Umgestaltung der drei Unterführungen (Marktstraße / Alleestraße, Concordiastraße, Buschhausener Straße / Ebertstraße)

 

Drucksache Nr. B/17/3936-01 vom 13.11.2023: Ratsbeschluss zur Aktualisierung des Integrierten Handlungskonzeptes Sozialer Zusammenhalt Oberhausen Brückenschlag

 

Drucksache Nr. B/17/1284-01 vom 21.03.2022: Ratsbeschluss zum Nahmobilitätskonzept Alt-Oberhausen

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Sachverhalt

 

Das Büro Dratz Architektur & Städtebau mit Sitz in Oberhausen wurde seitens der Stadt mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die gestalterische Aufwertung von insgesamt fünf Unterführungen in Alt-Oberhausen und Lirich beauftragt.

 

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden die im Folgenden genannten Bahnunterführungen bearbeitet, die die zentralen städtebaulichen Verbindungselemente zwischen der Innenstadt und Lirich darstellen:

- Unterführung Marktstraße / Alleestraße

- Unterführung Concordiastraße

- Unterführung Buschhausener / Ebertstraße

- Unterführung Ruhrorter Straße

- Unterführung Wilmsstraße

 

Die räumliche Lage der oben genannten fünf Unterführungen ist der folgenden Abbildung zu entnehmen.

 

Die Maßnahmen an den fünf Unterführungen dienen der Verbesserung der städtebaulichen Funktionen sowie der Aufwertung funktionaler Verbindungen bestehender Straßen und Wege, insbesondere aber für den Fuß- und Radverkehr. Ebenso soll mit den angestrebten Verbesserungsmaßnahmen eine Stärkung der (lokalen) Identität bei gleichzeitiger Beseitigung von Angsträumen im öffentlichen Raum erreicht werden. Konkret ist die Art der Beleuchtung dafür zu nutzen, Angsträume abzubauen und die Einsehbarkeit der Unterführungen zu verbessern.

 

In einer Stellungnahme der Deutschen Bahn vom 25.02.2025 in ihrer Funktion als Eigentümerin wird das hier in Rede stehende Vorhaben ausdrücklich begrüßt. Darauf aufbauend erfolgen im Zuge der weiteren Projektkonkretisierung detaillierte Abstimmungen mit der Eigentümerin. . Unabhängig von der im Folgenden dargestellten Lichtkonzeption soll mit der Deutschen Bahn darüber gesprochen werden, welche Ertüchtigungen an den Bauwerken möglich und notwendig sind.

 

Eine erste Öffentlichkeitsbeteiligung hat am 19.02.2025 im Rahmen der 1. Brückenschlag-Konferenz stattgefunden. Auf Basis der bisher vorliegenden Ergebnisse ist für den 23.06.2025 eine weitere Bürgerbeteiligung im Rahmen von thematischen Stadtspaziergängen vorgesehen.

 

Die bisher erarbeiteten konzeptionellen Ideen wurden der Fachverwaltung seitens des beauftragten Büros am 21.05.2025 vorgestellt. Die Entwurfsideen sind der hier beigefügten Präsentation zu entnehmen und werden im Folgenden erläutert (vgl. Anlage).

 

Das Konzept: Oberhausener Lichtbügel

 

Der Ansatz für die gestalterische Aufwertung der fünf Brückenunterführungen ist geprägt durch zwei wesentliche Ansätze.

 

Zum einen werden als übergeordnete Gestaltungselemente stadtbildprägende Lichtbügel vorgeschlagen. Diese Bügel werden als eine Art „Klammer“ vor die jeweiligen Eingänge der Unterführungen gestellt. Durch dieses Element werden die im Stadtraum befindlichen Brücken zusammengebunden und erhalten eine klare Adressbildung, bilden eine Brückenfamilie.

Die Idee dabei ist, die Durchfahrten als ‚urbane Tore‘ zu verstehen, mit einem einladenden Charakter. Vom Straßenbereich her wird die städtische Transitsituation gestaltet - ebenso auch sichtbar von der Schienenseite. So funktionieren die „Oberhausener Lichtbügel“ als Markierung, Lichtzeichen und gestalterische Klammer.

 

Zum anderen kommen im Inneren der Unterführungen jeweils auf den Ort bezogene Gestaltungsansätze zum Einsatz. Das primäre Gestaltungselement ist weißes Licht, welches die notwendige Beleuchtung sowie das Sicherheitsgefühl in den Unterführungsräumen gewährleistet.

 

Unterführung Marktstraße / Alleestraße:

 

Die Unterführung Marktstraße / Alleestraße unterscheidet sich von den -im Folgenden beschriebenen- anderen Brücken dahingehend, dass insgesamt fünf Einzelbrücken mit zum Teil großen Abständen diesen Transitraum prägen. Weiter gibt es einen bogenartigen Wanddurchbruch, welcher die Unterführung mit der Erftstraße verbindet. Der gestalterische Ansatz kann als „Sternenbild“ gelesen werden. Unter die jeweiligen Deckenuntersichten der Brücken wird die bestehende Stahlbinderkonstruktion als Raster für die Aufnahme von punktuellen Leuchtmitteln herangezogen. Durch diese Berücksichtigung der Konstruktion entsteht eine Art Sternenhimmel an den Decken.

 

Unterführung Concordiastraße:

 

Die Unterführung Concordiastraße ist eine Rahmenbrücke in Stahlbauweise und ist baugleich zur Brücke Buschhausener Straße und verbindet die Räume der Innenstadt und des Bahnhofs mit dem Zentrum Altenberg und dem Bero-Zentrum. Der Vorschlag sieht vor, hier rhythmisch angeordnete Lichtlinien im Deckenbereich anzuordnen, um dem Raum eine klare und homogene Ausleuchtung zu verleihen.

 

Unterführung Buschhausener Straße / Ebertstraße:

 

Die Unterführung Buschhausener Straße ist eine Rahmenbrücke in Stahlbauweise und verbindet das Marienviertel mit dem Altenbergpark und der Gustavstraße. Das gestaltbild-prägende Element des Bogens wird bei dieser Unterführung aufgegriffen mittels parallel linear angeordneter Leuchten, über die gesamte Länge der Brücke.

 

Unterführung Ruhrorter Straße:

 

Die Unterführung Ruhrorter Straße entscheidet sich konstruktiv dahingehend von den anderen Unterführungen, dass im Innern von der nördlichen Richtung aus kommend eine parallele Stahlstützenreihe über 2/3 Länge der Unterführung diese den Raum prägen. Dieses konstruktive Element wird aufgegriffen, um hier gestalterisch anzusetzen. Sogenannte „Lichtkapitelle“ werden am oberen Ende der Stütze angebracht. Durch dieses Element gliedert sich der Raum und erhält eine angenehme Rhythmik.

 

Unterführung Wilmsstraße:
 

Bei der Unterführung Wilmsstraße wird ein dynamisches, der Raumgeometrie folgendes „Lichtband“ über die gesamte Länge der Unterführung vorgeschlagen. Die Lichtlinie nimmt hier bestehende Höhenversprünge der jeweiligen Überführungen auf und folgt den Ver-sprüngen der Abschlusswand.

 

Ausblick:

Die Endfassung der Machbarkeitsstudie ist im Juli 2025 der Verwaltung vorzulegen. Die Beauftragung der weiteren, sich daran anschließenden Planungsleistungen (ins. Leistungsphasen gemäß HOAI 2021) soll sich nach jetzigem Kenntnisstand kurzfristig an die Machbarkeitsstudie anschließen.

Die weitere Planung und bauliche Umsetzung in 2026 stehen unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstellung aus dem Haushalt 2026 der Stadt Oberhausen.

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Anlagen

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