Antragsvorlage - A/17/6733
Grunddaten
- Betreff:
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Änderungsantrag der CDU-Fraktion gemäß § 4 der Geschäftsordnung des Rates der Stadt zur Drucksache A/17/6624 - Erstellung einer Studie „Migrantische Ökonomie in Oberhausen“
- Antragsteller/-in:
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CDU-Fraktion
Simone-Tatjana Stehr
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Politik
- Bearbeitung:
- Ratsgremien
- Konsequenzen:
- Keine Angabe zu finanziellen Konsequenzen (Berichte od. Anträge); Keine Angabe zu klimatischen Konsequenzen (Berichte od. Anträge)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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26.05.2025
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Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt, eine Studie zur Migrantenökonomie in Oberhausen durchzuführen und deren Ergebnisse darzustellen. Die Studie kann durch die Stadt Oberhausen selbst oder durch eine ihrer Beteiligungsgesellschaften erstellt werden.
Die Studie sollte Folgendes beinhalten:
- Einen repräsentativen Datenbestand über die Zahl der Unternehmen in Oberhausen, die von Migrant:innen geführt werden. Dabei soll die Datenbasis die Erwerbsstruktur, Branchen- und Einkommensverteilung Personalverteilung sowie die Unternehmensverteilung in den einzelnen Stadtteilen beinhalten.
- Eine Analyse über die unternehmerischen Herausforderungen für Unternehmen von Migrant:innen sowie eine Handlungsempfehlung für kommunale Entscheidungsträger:innen.
- Eine Datenerhebung zum Ausbildungs- und Beschäftigungspotenzial der migrantischen Unternehmen insgesamt und innerhalb der verschiedenen Branchen.
- Eine Untersuchung über die Potenziale hinsichtlich einer sozialraumorientierten Stabilisierungsfunktion als einheimische Akteur:innen der Migrant:innenmilieus.
Sachverhalt
Laut aktuellen Untersuchungen gründen Menschen mit Migrationsgeschichte viel häufiger Unternehmen als Menschen ohne. So waren es 2022 fast 2,5-mal so viele Gründer:innen mit Einwanderungsgeschichte, die ein Unternehmen in den letzten drei Jahren gründeten, wie Menschen ohne. Rund jede:r vierte Selbstständige in NRW (Stand: 2020) hat eine Migrationsgeschichte. 39 % der Neugründungen im Jahr 2018 in NRW erfolgten durch Ausländer:innen.
18 % der Oberhausener:innen sind ausländisch (Stand: 2022), wobei hier Deutsche mit Migrationsgeschichte nicht enthalten sind. Oberhausen ist ein Ort der Vielfalt, weshalb es wichtig ist, alle Bevölkerungsstrukturen zu beleuchten.
Migrantische Unternehmer:innen stehen für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration und nehmen an der Mehrheitsgesellschaft teil. Sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und leisten einen Beitrag zur Stadtentwicklung, insbesondere in einzelnen Stadtteilen. Viele Menschen mit Migrationsgeschichte in NRW ergänzen nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern unterstützen auch durch Unternehmensgründungen die lokale Wirtschaft.
Aktuell liegen jedoch keine spezifischen Daten für Oberhausen vor. Eine entsprechende Studie, wie sie beispielsweise in Essen durchgeführt wurde, soll dies ändern. Ziel ist es, herauszufinden, mit welchen konkreten Maßnahmen die Unternehmensgründung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte unterstützt und gefördert werden kann.
Hierfür werden grundlegende Daten benötigt. Migrationsspezifische Herausforderungen wie erschwerter Zugang zu Finanzierungsdienstleistern, mangelndes institutionelles Wissen und unzureichende Vernetzung mit Institutionen (z. B. Kammern) erschweren nicht nur die Unternehmensgründung, sondern destabilisieren Unternehmen insbesondere in Krisenzeiten (siehe Corona-Pandemie).
Da diese Unternehmen die lokale Wirtschaft und insbesondere den Mittelstand stärken, ist es wichtig, die Probleme zu erkennen und adäquate Maßnahmen zu treffen, um Oberhausen als wirtschaftsattraktiven Standort für alle Menschen zu gestalten. Dies würde die gesamtwirtschaftliche Lage Oberhausens verbessern.
