Beschlussvorlage - B/16/1126-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Die essbare Stadt - Sachstandsbericht und Beschlussvorlage
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Umweltschutz
- Bearbeitung:
- Barbara Neu
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Umweltausschuss
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Beschlussfassung
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26.10.2015
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Der Umweltausschuss beschließt das Projekt „Essbare Stadt Oberhausen“ mit 1.650,00 EURO zu fördern. Die Fördermittel werden dem Sachkonto 531800/Förderung von Lokalen Agenda-Projekten entnommen. Dabei handelt es sich um Resthaushaltsmittel des Jahres 2015, Zuschussnehmer ist das Bildungswerk der Ruhrwerkstatt e.V.
Sachverhalt
Begründung
Das Internationale Jahr des Bodens 2015 soll in Oberhausen dazu genutzt werden, den Einstieg in das Urban Farming zu betreiben und nach dem Modell der „essbaren Stadt Andernach“, das als Inspiration dienen kann, Flächen in Oberhausen neu und nachhaltig mit Nutzpflanzen zu bepflanzen und zu gestalten. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Oberhausen können so erste Erfahrungen im Urban Farming gesammelt und ausgewertet werden.
Im Lenkungsgremium der Lokalen Agenda Oberhausen wurde dieses Projekt geboren und seither weiterentwickelt. Die Flächenevaluation begann im Januar 2015 um geeignete Flächen für den Start des Projektes zu finden. Hierbei galt es verschiedene Kriterien zu berücksichtigen.
- Die Fläche sollte eine Größe von 400 qm nicht unterschreiten und gut erreichbar für zukünftige Nutzerinnen und Nutzer gelegen sein.
- Die Fläche sollte möglichst durch eine hohe Frequenz an Passanten wie auch Nutzerinnen und Nutzern einer Sozialkontrolle unterliegen.
- Die Beschaffenheit des Bodens auf Schadstoffbelastungen aus früher Nutzung galt es zu überprüfen, um gegebenenfalls auf Hochbeete ausweichen zu können.
Darüber hinaus wurde es als wünschenswert angesehen, dass die Fläche zu Projektbeginn über einen nennenswerten Zeitraum gärtnerisch betreut wird und im Idealfall Hand in Hand mit einer Qualifizierung von Langzeiterwerbslosen, wie bei der Modellstadt Andernach, einhergeht.
Mit der OGM GmbH konnte im Sommer 2015 eine Einigung über die Grünfläche vor dem Technischen Rathaus Sterkrade hinsichtlich einer Nutzung erzielt werden. Parallel dazu wurde das Bildungswerk der Ruhrwerkstatt als Kooperationspartner für die praktische Durchführung und Umsetzung der essbaren Stadt Oberhausen gewonnen. Das Bildungswerk der Ruhrwerkstatt entwickelte für das Projekt der“ Essbaren Stadt“ ein Konzept für den Einsatz und die Qualifikation von Langzeiterwerbslosen und konnte eine entsprechende Förderung einer AGH-Maßnahme (Arbeitsgelegenheit) gem. SGB II seitens des Jobcenters Oberhausen vom 01.10.2015 bis zum 31.01.2016 erreichen. Eine Anschlussförderung durch das Jobcenter über den Januar 2016 hinaus ist in Aussicht gestellt.
Im Rahmen dieser AGH-Maßnahme sind seit dem 01.10.2015 fünfzehn Langzeiterwerbslose im Projekt „Essbare Stadt Oberhausen“ in Sterkrade eingesetzt und haben mit den Vorbereitungsarbeiten auf der betreffenden Fläche begonnen. Das Bildungswerk der Ruhrwerkstatt hat für die begleitende fachliche Anleitung eine Gärtnerin eingestellt, die den Einsatz vor Ort in Sterkrade leitet.
Aufgrund der Bodenbeschaffenheit der Fläche, kann dort nichts direkt in die Erde eingepflanzt werden, sodass hier die Pflanzungen in Hochbeeten vorgenommen werden müssen. Es ist vorgesehen, dass bis zum Ablauf des ersten Förderzeitraums bis zum 31. 01.2016 die Hochbeete gebaut, diese mit Pflanzerde verfüllt und erste Anpflanzungen von Wintergemüsen vollzogen sind.
Da für die investiven Maßnahmen, wie Holz- und Gerätebeschaffung sowie der Abdeckung laufender Kosten wie Strom- und Wassereinsatz im Rahmen der AGH-Förderung nur geringe Mittel vorgesehen sind, ist ein weitere Ausstattung des Projektes mit finanziellen Mitteln notwendig.
Das Lenkungsgremium der Lokalen Agenda Oberhausen hat in seiner Sitzung am 17. September 2015 den Beschlussvorschlag diskutiert und positiv vorberaten.
