Berichtsvorlage - M/17/6502

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Sachverhalt

 

Die regionale Kulturförderung des LVR dient dazu, die Vielfalt und Nachhaltigkeit des kulturellen Angebots im Rheinland zu stärken und zu bewahren.

Um eine mögliche finanzielle Zuwendung zu erhalten, ist eine Antragstellung durch den Projektträger selbst erforderlich, die über die zuständigen kreisfreien Städte an den LVR zu richten ist. Anträge von Privatpersonen sind nicht zulässig. Es muss zudem eine Information der politischen Vertretung erfolgen. Den endgültigen Beschluss über eine Förderung trifft der Landschaftsausschuss zum Ende des Jahres.

 

Folgende Förderanträge wurden im Rahmen der regionalen Kulturförderung für das Jahr 2026 gestellt:

 

 

Sterkrader Lesesommer 10-jähriges Jubiläum 2026

 

Projektträger ist der Kulturflur Sterkrade e.V. Die Gesamtkosten betragen 6.700 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel beträgt 4.500 EUR.

 

Der "Sterkrader Lesesommer" dient zur Förderung von Literatur und Lesekultur im Stadtteil Sterkrade. Darüber hinaus werden das bürgerschaftliche Engagement aktiviert und die Netzwerkbildung im Stadtteil gefördert. Im kommenden Jahr feiert das Projekt sein zehnjähriges Bestehen und soll anlässlich dieses Jubiläums in besonderem Maße die literarische Vielfalt von Oberhausener:innen für Oberhausener:innen hervorheben. Das Gemeinschaftsprojekt wird getragen vom Kulturflur e.V., der Stadtteilbibliothek Sterkrade, dem Literaturhaus Oberhausen sowie dem Citymanagement Sterkrade. Der Sterkrader Lesesommer belebte in den vergangenen Jahren mit teils über 40 Veranstaltungen die Sterkrader Innenstadt. Während des 10-jährigen Jubiläums 2026 setzen die Veranstalter auf ein buntes Angebot von Veranstaltungen wie z.B. Märchenlesungen für Kinder und Großeltern, Krimilesungen und Geschichten und Gedichten to go auf dem Sterkrader Wochenmarkt. Dabei sollen verstärkt Oberhausener Autor:innen teilnehmen, die sich explizit mit der Geschichte und Kultur Sterkrades und Oberhausens auseinandersetzen.

 

 

Festivalgeschichte in Fotografien / Ankauf Konvolut Ekko von Schichow

 

Projektträger ist die Internationale Kurzfilmtage gGmbH. Die Gesamtkosten betragen 19.000 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel beträgt 15.200 EUR.

 

Das Vorhaben umfasst den Ankauf eines umfangreichen Konvoluts von Porträts des Fotografen Ekko von Schwichow zur Eingliederung in den Archivbestand der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Das Fotoarchiv der Kurzfilmtage ist öffentlich zugänglich und umfasst heute ca. 3.000 Fotoprints sowie über 7.000 digitale Bilder seit 1954, wobei die Festivaljahre 1986 bis 1999 ausschließlich durch das Konvolut von Ekko von Schwichow fotografisch dokumentiert sind. Mit mehr als 8.000 Bildern schließt es damit eine große Lücke in der Fotosammlung des Archivs. Vor allem die Zeit der sogenannten „Wende“, der politischen Transformation in Europa, hielt von Schwichow in seinen Aufnahmen fest. Seine Porträts zeigen Protagonisten der internationalen Filmlandschaft und Persönlichkeiten des regionalen Kultur- und Politikumfelds. Zu sehen sind zudem die Spielstätten, die Veranstaltungsorte, begleitende Ausstellungen, Vortragende, Preisverleihungen, Akteure aus Politik und Kultur in angeregtem Gespräch, und nicht zuletzt Gruppenfotos der Mitglieder des Teams, der Jurys. Der archivarischen Bestandsaufnahme werden die hausinterne Erschließung und vorbereitende Maßnahmen für die öffentliche Präsentation der Sammlung folgen.

 

Oberhausener Schlossnächte

 

Projektträger ist der „Schwimmhilfe, Freundeskreis der gepflegten Unterhaltung e.V.“. Die Gesamtkosten betragen 52.000 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel beträgt 10.000 EUR.

 

Die Oberhausener Schlossnächte fanden erstmals 2023 statt und bieten ein abwechslungsreiches Kulturprogramm, das Konzerte, Theateraufführungen, Tanz und andere Darbietungen umfasst. Konkrete Veranstaltungen sind zum Beispiel „Schiller’s sämtliche Werke, leicht gekürzt und orientalisiert, Achtsam morgen als Livehörspiel, die Komödie „Gute Geister“ aus Mülheim an der Ruhr oder die „Opera legere“ aus Essen. Die OpenAir-Veranstaltungen finden alle im Innenhof des Schloss Oberhausen statt.

 

Umsonst&Draußen Zentrum Altenberg im Sommer 2026

 

Projektträger ist der „rocko e.V.“. Die Gesamtkosten betragen 103.000 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel beträgt 50.000 EUR.

 

Bei dem Projekt handelt es sich um eine eintrittsfreie, ganztägige Open-Air-Veranstaltung auf dem Außengelände des Zentrum Altenberg in Oberhausen, bei der 8 Bands aus den Bereichen Rock, Pop, Punk, Metal und Indierock auf einer Bühne Livemusik bieten. Überregional bekannte Bands werden als Headliner fungieren. Um die lokale Musikszene zu fördern, wird auch unbekannten Bands und Musikern aus Oberhausen die Möglichkeit geboten, an dem Festival teilzunehmen. Auf dem Gelände werden zudem verschiedene Streetfood-Trucks ihre Speisen anbieten.

 

 

Tatendrang / Kinoraum und Medienkultur

 

Projektträger ist der „Film Club Oberhausen e.V.“. Die Gesamtkosten betragen 23.900 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel beträgt 19.510 EUR.

 

Das Projekt soll die Kulturszene fördern sowie die Filmkultur vor Ort und die Medienkompetenz, insbesondere von jungen Menschen, stärken.  Das Projekt umfasst u.a. die Filmreihe „Weg zum Nachbarn“, das Festival „Novembertage“ zum Gedenken an Sally Perel, Filmprojekte mit Schulen, soziokulturellen Zentren, Migrantencommunities, Stadtteilzentren und Senioreneinrichtungen sowie verschiedene Workshops. Ziel des Projekts ist zudem der Aufbau eines Filmhauses in Oberhausen, das Filmfestivals, thematische Filmwochen und eine eigene Fortbildungsreihe beherbergen soll.

 

 

Oberhausen International – Fankultur in Oberhausen und darüber hinaus

 

Projektträger ist das Dezernat 1, Finanzen und Kultur, der Stadt Oberhausen. Die Gesamtkosten betragen 8.500 EUR. Die Höhe der beim LVR beantragten Mittel beträgt 7.500 EUR.

 

Die Stadt Oberhausen plant gemeinsam mit einem jungen Künstler eine Ausstellung zur Fußball- und Fankultur in Oberhausen und darüber hinaus. Der Künstler hat viele verschiedene Fußballspiele fotografisch dokumentiert. Die Fotografien visualisieren die unterschiedlichen Blickwinkel rund um die Stadionbesuche. Dabei porträtieren sie verschiedenste Emotionen, Herangehensweisen und Traditionen. Sie zeichnen ein Bild der offenen Fankultur und des internationalen und interkulturellen Austausches über den Populärsport Fußball.

 

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