Berichtsvorlage - M/16/1090-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der Rotbach ist, dort wo er die Grenze zwischen Oberhausen und Bottrop bildet, naturnah wie kaum ein anderer Bachlauf am Niederrhein. Bachlauf und Uferzone sind somit ein wesentlicher Bestandteil des Naturschutzgebietes Hiesfelder Wald und des durch EU-Verordnung (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) geschützten FFH-Gebietes Hiesfelder Wald und Kirchheller Heide. Aufgrund seiner Naturnähe ist der Rotbach ein landesweites Referenzgewässer für die Renaturierung anderer Sandbäche.

 

Die naturnahe Entwicklung dieses Lebensraumes ist von unverzichtbarer Bedeutung für den Naturschutz.

 

Schon bei Erarbeitung des Landschaftsplanes, der am 02.05.1996 rechtskräftig wurde, war klar, dass in der Rotbachaue ein Ausgleich zwischen den ökologischen Belangen und der naturnahen Erholungsnutzung gefunden werden muss.

 

Die Maßnahmen zur Besucherlenkung, wie zum Beispiel die Absperrung von Uferabschnitten durch Holzgeländer, die seitdem durch den zuständigen Revierförster, Herrn Michael Herbrecht in enger Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde durchgeführt wurden, führten nicht zum vollen Erfolg. Zwar wurde ein Großteil der Erholungssuchenden aus Teilen der Aue herausgehalten, es gab aber immer wieder Erholungsverkehr in den Bereichen, die eigentlich von Besuchern freigehalten werden sollten. Da diese Teilerfolge bei der Besucherlenkung angesichts des enorm großen ökologischen Wertes der Rotbachaue nicht ausreichen, um die Ziele des Naturschutzes zu erreichen, wurde der Vorschlag der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR), ein umfassendes Konzept zu erarbeiten, dankbar aufgegriffen.

 

Im Rahmen einer Ortsbegehung am 15.12.2014 wurde die Aufgabe von den beteiligten Landschaftsbehörden, der Forstbehörde, dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der BSWR gemeinsam definiert. Anschließend hat die BSWR umfangreiche Bestandsaufnahmen durchgeführt und Empfehlungen zu Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, insbesondere zur Besucherlenkung, erarbeitet.

 

Dieses Konzept umfasst die gesamte Rotbachaue mit den Teilbereichen Hiesfelder Wald, Kirchheller Heide und Grafenmühle.

 

Ziel ist es, den Bach zu schützen. die Erholungsnutzung aber in Teilbereichen weiter zu ermöglichen. Dieses Ziel soll durch die Attraktivierung bestimmter Bereiche für Spaziergänger erreicht werden, die dann aber aus anderen Bereichen herausgehalten werden. Im Fokus der Planungen steht dabei immer der Pfad auf Oberhausener Stadtgebiet, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rotbach verläuft. Dabei sollen Teilbereiche für die Erholungsnutzung attraktiviert, andere Teilbereiche weitestgehend der Natur überlassen werden.

 

In Oberhausen wird angestrebt, das Maßnahmenkonzept Anfang 2016 dem Umweltausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen. Vorher sind noch umfangreiche Abstimmungen erforderlich. Diese beginnen am 24.09.2015 mit der Vorstellung des Planungsstandes im Landschaftsbeirat. Herr Dr. Keil wird die Einzelheiten der Planung in der Sitzung vorstellen.

 

Der Landschaftsbeirat wird gebeten, Anregungen zu äußern und den weiteren Verlauf der Planung zu begleiten.

 

 

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