Beschlussvorlage - B/17/5313

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

 

Der Rat der Stadt Oberhausen sprach sich mit der Drucksache Nr. B/16/2219-01 im Dezem­ber 2016 für den Siegerentwurf des konkurrierenden Planungsverfahrens zum Bahnhof Sterkrade aus. Der Siegerentwurf „Lichtweltenkonzept“ sah u.a. eine optisch ansprechende Beleuchtung der Personenunterführung vor.

 

Daraufhin wurde die Planung eines gestalterischen Beleuchtungskonzeptes inkl. Varianten­planung ausgeschrieben. Um vergleichbare Angebote zu erhalten, wurde für die Baukosten die Vorgabe gemacht, dass diese 100.000 EUR nicht übersteigen dürfen. Als Ergebnis des Vergabeverfahrens OB_2021/02-005: Beleuchtung für Personenunterführung (PU) Bahnhof Sterkrade wurde der Auftrag an die licht/raum/stadt planung gmbh, Wuppertal vergeben.

 

Die vereinbarten Leistungen über die Leistungsphasen 1-9 (von Grundlagenermittlung über Vergabevorbereitung bis Objektbetreuung) summierten sich auf ca. 75.211 EUR und bein­halteten Ausführungs- und Planungskosten für die erforderliche Grundbeleuchtung und die zusätzliche Ambientebeleuchtung.

 

Im Zuge der Auftragsbearbeitung wurden Varianten vorgestellt, deren Baukosten von 202.538 bis 364.557 EUR reichten.

 

Die Varianten unterschieden sich u.a. in der Gestaltung der Wände (übergroße Bildmotive, farbige Wände, Lichtinstallation) und den verwendeten Materialien (Sichtbeton, Stahl, Loch­blech).

 

Allen Entwürfen gemein war, dass sich die Grundbeleuchtung und die zusätzliche Ambiente­beleuchtung so wenig wie möglich gegenseitig beeinflussen. Das wurde unter anderem durch die Materialwahl (z.B. reflexionsmindernde Beschichtungen) und die Anordnung der Beleuchtungseinrichtungen erreicht.

 

Weiter verfolgt wurde die Variante „Licht – Fluss“ mit geschätzten Baukosten in Höhe von 352.657 EUR.

 

Die Entwurfsbeschreibung dieser Variante lautet wie folgt: „Der Entwurf der Wandneuge­staltung sieht eine Verkleidung mit Aluminium Vollelementen vor, in welche Lichtlinien einge­fügt sind. Die Metallpaneele sind geknickt, sodass sich ein dreidimensionales Bild von Graten und Tälern ergibt und die Lichtlinien jeweils der Richtung des Paneels folgen. Es ent­steht dadurch ein Bild der Bewegung, des Fortlaufens. Diese Erscheinung wird durch die Steuerung der einzelnen Lichtlinien bildhaft unterstützt. Die Leuchten verfügen über DALI Steuerungseinheiten und sind einzeln adressierbar. Zudem lässt sich die Lichtfarbe der Leuchten von kalt-weiß (4.500K) zu warm-weiß (2.100K) verändern. Der Wechsel zwischen den Farbtemperaturen der Leuchten, sowie das hoch und herunter Dimmen der Leuchten soll dabei langsam und ruhig verlaufen und damit eher ein Gefühl der Entspannung und des Verbleibens vermitteln als zusätzlich Geschwindigkeit und Hektik zu erzeugen.

 

Es werden 4 Bilder als Grundthemen angenommen, die jeweils 15 Minuten lang ablaufen und nacheinander folgen, somit also eine Stunde ausfüllen und dann in Schleife wieder neu beginnen. Zu diesen 4 in Schleife folgenden Lichtszenen werden noch 2 Wartungsszenen benötigt, welche alle Leuchten auf 100% in kalt-weiß und 100% in warm-weiß schalten um die Funktionalität der Leuchten, wenn benötigt überprüfen zu können.“

 

Die als Anlage 1 beigefügte Visualisierung der Personenunterführung gibt einen ersten Ein­druck von den unterschiedlichen Lichtszenen und der lichttechnischen Gestaltung der Unter­führung und der Vorplätze.

 

Durch Kostenanpassungen im Zuge der fortschreitenden Planung haben sich die hierfür ge­schätzten Baukosten auf ca. 484.416 EUR und damit die Honorarsumme auf etwa 108.694 EUR erhöht.

 

Darüber hinaus soll die oben beschriebene Ambientebeleuchtung auf die Vorplätze erweitert werden, um mit der optisch ansprechenden, gestalterischen Beleuchtung auch die Vorplätze aufzuwerten. Unter anderem werden dabei die Treppenläufe und Rampen mit in die Hand­läufe eingelassenen Strahlern in Szene gesetzt und optisch in das Gesamtbild eines moder­nen Bahnhofsumfeldes integriert.

 

Punktstrahler im Vorplatzdach (Ostseite) oder an Masten (Westseite) ermöglichen eine er­eignisorientierte Ausleuchtung. U.a. kann bei erwarteten hohem Verkehrsaufkommen auf­grund von Veranstaltungen die Lichtintensität gesteigert werden um Sicherheit und Komfort im Bahnhofbereich zu steigern.

 

Die Kosten für die Grundbeleuchtung summieren sich auf insgesamt ca. 200.969 EUR. Da­von entfallen 150.404 EUR auf die Baukosten und 50.565 EUR auf das Honorar.

 

Für die zusätzliche Ambientebeleuchtung innerhalb der Personenunterführung und auf den beiden Vorplätzen werden ca. 838.191 EUR Baukosten und 196.514 EUR Planungskosten (Honorar), in Summe etwa 1.034.705 EUR (brutto), erforderlich.

 

Die Herstellungskosten für die gesamte Beleuchtung innerhalb der PU und auf den Vor­plätzen summieren sich auf ca. 988.595 EUR, die Planungskosten betragen 247.079 EUR, sodass sich ein Gesamtaufwand in Höhe von 1.235.674 EUR ergibt.

 

Die jährlichen Betriebskosten inkl. Wartung, Reinigung und Strom betragen ca. 17.850 EUR. Eine detaillierte Auflistung der einzelnen Posten ist in Anlage 3 enthalten.

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...