Berichtsvorlage - M/16/0987-01
Grunddaten
- Betreff:
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Ergebnisse der Durchforstungen in zwei Waldbeständen im Volksgarten Osterfeld im Winter 2013/2014 und 2014/2015
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Umweltschutz
- Bearbeitung:
- Barbara Neu
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Osterfeld
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Kenntnisnahme
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01.09.2015
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Der gesamte städtische Waldbesitz wird entsprechend den Vorgaben der mittelfristigen Planung für die Pflege und Nutzung der städtischen Wälder, der sogenannten Forsteinrichtung bewirtschaftet. Diese wird für einen Zeitraum von ca. zehn Jahren erstellt. Der derzeit gültigen Forsteinrichtung aus 2011 hat der Umweltausschuss am 08.03.2012 einstimmig zugestimmt.
Diese mittelfristige Planung gibt für den gesamten städtischen Wald einen jährlichen Holzeinschlag von 1.598 Festmetern vor. Dies entspricht 4,0 Festmeter pro Jahr und Hektar. Der durchschnittliche Zuwachs beträgt 5,2 Festmeter pro Jahr und Hektar. Wir vermehren also den Holzvorrat in unseren Wäldern und erfüllen alle Kriterien einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.
Alljährlich wählt unser Stadtförster, Herr Jürgen Halm, in enger Abstimmung mit dem Bereich Umweltschutz die Bestände aus, aus denen in der Regel etwa 20 bis 30 % des Holzvorrates entnommen werden. Bei Auswahl und Durchführung der Maßnahmen werden die Interessen der Ökologie und der naturnahen Erholungsnutzung berücksichtigt.
Im Winter 2013/2014 kam es, nicht nur in Oberhausen, zu zahlreichen Unmutsäußerungen aus Teilen der Bevölkerung, die sich gegen durchaus im üblichen Rahmen ablaufende forstliche Maßnahmen richtete. Bei uns betraf diese für die Verwaltung zunächst unerwartete Kritik insbesondere die Durchforstung im Volksgarten Osterfeld.
Einige Waldbesucher hatten den Eindruck der Wald werde verwüstet oder vielleicht sogar teilweise beseitigt. Dieser objektiv falsche Eindruck konnte zunächst trotz zahlreicher Bürgergespräche und mehrerer Ortsbesichtigungen nicht ganz zerstreut werden.
Folgerichtig wurde die Bevölkerung vor der Durchforstung eines weiteren Bestandes am 17.12.2014 vor Ort intensiv informiert. Diese Veranstaltung trug zu einer Annäherung der Standpunkte bei. Dieser Bestand wurde Anfang 2015 planmäßig durchforstet, ohne dass hierdurch weitere Bürgerproteste ausgelöst wurden.
Da auch in der Forstwirtschaft das Endergebnis zählt, wurden beide durchforsteten Bestände am 11.06.2015 besichtigt. Im Landschaftsbeirat wurde der aktuelle Zustand des Waldes sehr positiv bewertet und die Presse veröffentlichte am 16.06.2015 einen größeren Artikel unter der Überschrift „Keine Spur von Kahlschlag“. Besonders positiv für Ökologie und Erholungsnutzung wirkt sich aus, dass sich aufgrund der Auflichtung die Bodenpflanzen und der Strauchbewuchs gut entwickeln und somit die Arten- und Strukturvielfalt deutlich erhöht wird.
Grundsätzlich haben die systematischen Durchforstungen unserer Waldbestände die folgenden wesentlichen Vorteile:
- Bildung stabiler, gut wüchsiger Waldbestände
- Stärkere, gesündere und ökologisch wertvollere Bäume
- Förderung der Artenvielfalt durch wesentlich bessere Entwicklung der Strauch- und Krautschicht
- Gewährleistung der Verkehrssicherheit
- bessere Eignung für die intensive Erholungsnutzung
- Klimaschutz, denn die Nutzung des nachwachsenden Holzes aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist nahezu CO2-neutral
Aufgrund der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit und der entsprechenden Resonanz in der Presse erwartet die Umweltverwaltung, dass es gelungen ist, diese positiven Wirkungen in der Öffentlichkeit darzustellen und so manches Missverständnis über unsere Waldwirtschaft auszuräumen.
Unser vorrangiges Ziel ist es, einen vitalen strukturreichen und möglichst stabilen Waldbestand zu erhalten. Da unsere Wälder zunehmend zahlreichen Belastungen durch den Klimawandel ausgesetzt sind, ist die regelmäßige forstliche Waldpflege eine wichtige und unabdingbare Maßnahme.
