Beschlussvorlage - B/16/1018-01
Grunddaten
- Betreff:
-
ESF-Förderprogramm: "Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein" - Antrag der ZIB-Bildungsoffensive
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Kinder, Jugend
- Bearbeitung:
- Hendrik Detmers
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Beschlussfassung
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26.08.2015
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Erledigt
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Gleichstellungsausschuss
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Kenntnisnahme
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09.09.2015
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Erledigt
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Sozialausschuss
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Kenntnisnahme
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30.09.2015
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Der Jugendhilfeausschuss beschließt, unter dem Vorbehalt der jährlichen Haushaltsberatungen des Rates der Stadt Oberhausen, dass im Rahmen des Gesamtzuschusses an das Zentrum für Integration und Bildung (ZIB-Bildungsoffensive, Träger: die Kurbel) für die Jahre 2016 bis 2018 ein jährlicher Anteil in Höhe von 27.234,78 EUR für das ESF-Förderprogramm: „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“, zur Verfügung gestellt wird. Die Mittel werden unter dem Auftrag 310006050300 Jugendarbeit/Jugendschutz; Kostenart 531830 – Aufwendungen für Zuschüsse an übrige Bereiche Kinderbüro bereitgestellt.
Sachverhalt
Begründung / Sachdarstellung
Die ZIB (Zentrum für Integration und Bildung) - BILDUNGSOFFENSIVE
Die ZIB-BILDUNGSOFFENSIVE wird vom Träger „die Kurbel“ betrieben und ist in der Innenstadt an der Styrumer Straße verortet. Ein wesentlicher Baustein in der Angebotspalette des Zentrums ist die Durchführung möglichst niederschwelliger, kostenfreier Bildungs- und Beratungsangebote, integrativer Angebote für Eltern mit minderjährigen Kindern sowie für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige beiderlei Geschlechts. Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Zusammenhang auf Familien und Personen mit Zuwanderungsgeschichte. Dabei wird der starken multikulturellen Prägung des Stadtteils ebenso Rechnung getragen wie der Tatsache, dass überdurchschnittliche Anteile der Bevölkerung von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Hinzu kommt eine überdurchschnittlich hohe Quote an SGB-II-Empfänger/-innen. Durch die drei Mitarbeiterinnen und Kooperationspartner werden vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche sowie ihren Familien zur Verfügung gestellt: Beratung, Unterstützung, Hausaufgabenbetreuung mit Mittagstisch, Leseclub, Gesundheitsangebote und Freizeitangebote. Mit der ZIB-BILDUNGSOFFENSIVE werden - über diese Anlaufstelle als Stadtteilzentrum hinausgehend - Multiplikatorinnen, die Interkulturellen Mediatorinnen, aus der Gesamtstadt qualifiziert und in verschiedenen Projekten seit Jahren kontinuierlich u. a in Kooperation mit städtischen Einrichtungen eingesetzt. In der ZIB-BILDUNGSOFFENSIVE wirken rund 15 Interkulturelle Mediatorinnen durchgängig im Rahmen der Bildungs- und Projektarbeit auf Honorarbasis mit.
Die ZIB-BILDUNGSOFFENSIVE wird derzeit mit 116.242,73 EUR über eine Leistungs- und Entgeltvereinbarung, die sich jährlich verlängert, von der Stadt Oberhausen gefördert.
ESF-Förderprogramm: „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“
Das Programm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Europäischen Sozialfonds zielt darauf ab, den Erwerbseinstieg für Mütter mit Migrationsgeschichte zu erleichtern und den Zugang zu vorhandenen Angeboten zur Arbeitsmarktintegration zu verbessern. Durch individuelle Beratung und Begleitung, zum Beispiel zu Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie durch passgenaue Angebote der beruflichen Qualifizierung soll den Teilnehmerinnen der Schritt in die Erwerbstätigkeit gelingen. Mütter mit Migrationshintergrund sind - trotz guter Qualifikationen und hoher Motivation - deutlich seltener und in geringerem Umfang erwerbstätig als Mütter ohne Migrationshintergrund. Jährlich werden die Projekte mit maximal 50.000 EUR gefördert. Die Förderperiode ist auf die Jahre 2015 bis 2018 festgeschrieben.
Antragsverfahren und Träger
Rund 90 Projektträger nehmen bundesweit an dem Programm teil. In Oberhausen erhielten die Träger Ruhrwerkstatt und die Kurbel die Möglichkeit, an dem Programm teilzunehmen. Vorausgegangen waren ein Interessenbekundungsverfahren sowie ein Antragsverfahren. Die Ruhrwerkstatt bietet der Zielgruppe ein Gruppen-Coaching für einen Zeitraum von sechs Monaten an (16 Stunden in der Woche). Einmal in der Woche findet eine individuelle offene Beratung für die Zielgruppe statt. Zielgruppe des Projektes sind Mütter mit Migrationshintergrund mit Kindern jeden Alters. Die Kurbel bzw. die ZIB-BILDUNGSOFFENSIVE hat den Fokus sowohl auf Mütter mit qualifizierten Abschlüssen als auch ohne Abschlüsse gerichtet, die überwiegend ältere Kinder haben. Bei der ZIB-BILDUNGSOFFENSIVE besteht ein Pool an bereits qualifizierten Interkulturellen Mediatorinnen (siehe oben). Für die Mütter, deren Qualifikationen in Deutschland nicht anerkannt sind, werden Bildungslaufbahnberatungen angeboten. Neben der Sichtung der Abschlüsse, ggfs. Einleitung des Anerkennungsverfahrens im Einzelcoaching, wird ein individuelles Stärkenprofil ausgearbeitet. Über den Mediatorinnen-Pool kann der Kontakt zur Zielgruppe hergestellt werden. Die Träger stimmen sich regelmäßig inhaltlich ab und tauschen sich fachlich aus. Flankiert werden beide Angebote durch Beratungen des Jobcenters, das bei der Antragsstellung einbezogen wurde. Über die Beratungsstunden des Jobcenters kann der Kofinanzierungsanteil des Projektes der Ruhrwerkstatt vollständig und des Projektes der Kurbel teilweise dargestellt werden. Für das Haushaltsjahr 2015 hat der Bereich 3-1/Kinder, Jugend, Bildung eine Kofinanzierungserklärung für das ZIB ausgesprochen. Die Kofinanzierung für die folgenden Haushaltsjahre wurde ausschließlich unter Vorbehalt der Entscheidung des Jugendhilfeausschusses ausgesprochen. Die Kofinanzierung für das Projekt lässt sich über den Finanzierungsbetrag der Stadt Oberhausen (116.242,73 EUR jährlich) darstellen. Ein entsprechender Anteil davon (siehe oben) wird in den Haushaltsjahren 2016, 2017 und 2018 für die Kofinanzierung bereitgestellt.
