09.02.2015 - 20.5 Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion DIE GRÜNE...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 20.5
- Sitzung:
-
5. Sitzung des Rates der Stadt
- Gremium:
- Rat der Stadt
- Datum:
- Mo., 09.02.2015
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Geschäftsstelle der SPD-Fraktion
- Bearbeitung:
- Dennis Lotz
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Beratung
Stadtv. Emmerich sieht die Notwendigkeit, in einigen Bereichen wie beispielsweise bei den Lärmschutzwänden und der Fußgängerunterführung, Alternativen zur Planung der Deutschen Bahn mit wesentlich verträglicheren Varianten aufzuzeigen. Darüber hinaus geht es darum, erkannte Funktionsdefizite und eine zwangsläufige Änderung des Mobilitätsverhaltens der Bürgerinnen und Bürger innerhalb der nächsten Jahrzehnte zu berücksichtigen. Tendenziell wird der Sterkrader Bahnhof, was das Mobilitätsverhalten anbelangt, dabei an Bedeutung gewinnen.
Frau Stadtv. Wittmann macht deutlich, dass hier das Stichwort „Gestaltung" als ein wesentlicher Aspekt zu nennen ist. Park- und Ride-Parkplätze, Lärmschutzwände, Grün etc. sollen bei dem Gestaltungsprozess berücksichtigt werden. Sie sieht große Chancen, diesen Gestaltungsprozess unter dem Stichwort „Städtbauförderung Sterkrade" einzubinden. Sie hält es für ausgesprochen wichtig, die Verwaltung zu beauftragen, eine Gestaltungsplanung zum Umbau des Bahnhofs Sterkrade im Zuge der Betuwe-Maßnahme zu erstellen.
Beschluss
Rat der Stadt - mit Beteiligung des Oberbürgermeisters - fasst einstimmig folgenden Beschluss:
"Die Verwaltung wird beauftragt eine Gestaltungsplanung zum Umbau des Bahnhofs Sterkrade im Zuge der Baumaßnahme Betuwe zu erstellen. Hierbei sollen insgesamt die Verbindungsfunktion zwischen den Stadtteilen gestärkt und die Verknüpfungen der Verkehrsträger verbessert werden. Folgende Aspekte sind zu berücksichtigen:
1. Städtebaulich qualitätsvolle Gestaltung des Bahnhofvorplatzes sowie eine angemessene Querung für Fußgänger/-innen und Radfahrer/- innen als Anbindung zur Sterkrader Innenstadt.
2. Stärkung der Verbindungsfunktion zwischen der Neumühlerstraße (Bereich „Schwarze Heide") und der Sterkrader Innenstadt. Die Trennwirkung des Bahnhofs soll minimiert /aufgehoben werden.
3. Bei der neu zu errichtenden Fußgängerunterführung am Sterkrader Bahnhof ist eine Variantenprüfung als Alternative zum bisherigen Planungsentwurf der Deutschen Bahn durchzuführen. Dabei sollen die städtebauliche Qualität, die soziale Kontrolle (Vermeidung von Angsträumen) und die Verbindung der Stadtteile verbessert werden.
4. Prüfung des Ankaufs von Flächen für die Verbesserung der verkehrlichen Situation für den MIV und den ÖPNV auf der Westseite des Bahnhofs.
Die Bushaltestelle an der Westseite ist nach Möglichkeit näher an den Bahnhof heranzuführen. Die Kapazität für Park& Ride Parkplätze ist deutlich zu erhöhen. Sichere Abstellmöglichkeiten für E-Fahrzeuge und Fahrräder sind ebenfalls erforderlich.
5. Bei der Gestaltung der Lärmschutzwände sind die Ergebnisse des bereits von der Stadt beauftragten Gutachtens zu diesem Thema zu berücksichtigen."
