29.02.2024 - 4.3 Leitbild der Stadt Oberhausen für die Entwicklu...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Anhand einer PowerPoint-Präsentation (siehe Anlage 1) erläutert Herr Beigeordneter Dr. Palotz ausführlich die geplante Flächenentwicklung der ehemaligen Zeche Sterkrade. Dabei geht Herr Beigeordneter Dr. Palotz auf folgende Themen ein:

 

Statistische Daten

Planungserfordernis

Ökologische Belange

Eigentumsverhältnisse

Planungsvereinbarung

Nutzungskonzept

Presse und öffentliche Wahrnehmung

Weiteres Vorgehen

Zeitschiene

 

Herr Müller fragt nach, inwieweit die zukünftige Naherholungsfläche für alle oder nur für die Menschen vor Ort nutzbar ist.

 

Aus Sicht von Herrn Axt ist das vorgestellte Leitbild für die Zeche Sterkrade wegen der geplanten dichten Bebauung für diese Flächenentwicklung nicht geeignet, da unter anderem die Naherholung verloren geht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist für Herrn Axt der Erhalt der Kreuzkrötenpopulation entlang der Bahnlinie und eine unbebaute Kulisse für die vorhandene Vogelpopulation zu deren Erhalt. Des Weiteren würde das ehemalige Zwangsarbeiterlager überbaut werden. Ebenso ist in der Vorlage der Schlaun-Wettbewerb mit seiner behutsamen Bebauung und den beiden geplanten Brücken zur Sterkrader Innenstadt nicht berücksichtigt worden. Der Zeitgeist, so Herr Axt, geht nicht in Richtung Bebauung, sondern in Richtung Klimaschutz. Abschließend geht Herr Axt in seinen Ausführungen auf das Beteiligungsverfahren ein und befürchtet insgesamt eine Zerstörung der vorhandenen in den letzten 20 bis 30 Jahren entwickelten Strukturen.

 

Die CDU-Fraktion bewertet laut Herrn Ingendoh dieses Projekt ganz anders. Herr Ingendoh freut sich schon auf den spannenden Planungsprozess, wo mit einem Beteiligungsverfahren ein neuer Stadtteil mit höchsten ökologischen Ansprüchen und adäquatem Wohnraum für Jung und Alt entstehen wird. Auf dieser Fläche wird es keine Industrie mehr geben, sondern auch Gewerbeansiedlung und somit ein Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten. Herr Ingendoh dankt Herrn Beigeordnetem Dr. Palotz für die Vorstellung des Leitbildes.

 

Frau Dr. Schröer äußert ihre Bedenken zur Flächenentwicklung der Zeche Sterkrade mit dem Hinweis auf die Edeka-Ansiedlung auf der anderen Seite der Weierstraße und schildert dort die vorhandene Situation. Die Vorlage ist für Frau Dr. Schröer eine Werbefolie, da die Straßen viel zu klein dargestellt sind. Diese sehen eher wie Radwege aus und nicht wie Straßen. Außerdem vermisst Frau Dr. Schröer die nicht eingezeichneten Parkflächen. Gewerbe soll dort auch noch angesiedelt werden. Insgesamt ist die Bebauung zu dicht.

 

Herr Beigeordneter Dr. Palotz geht kurz auf die Ausführung des Herrn Axt ein, die für ihn ein Statement und keine Fragen sind.

Dem Beitrag von Frau Dr. Schröer stimmt Herr Beigeordneter Dr. Palotz hinsichtlich der dichten Bebauung zu. Die Eigentümer der Flächen wollen Rendite erzielen, daher muss mit diesen ausgelotet werden, wie bebaut werden soll.

Der Aspekt der Innen- und Außenentwicklung der Stadt Oberhausen ist laut Herrn Dr. Palotz ebenfalls zu berücksichtigen. Die Stadt soll von innen dicht nutzbar sein, um die Randbezirke zu entlasten. Daher soll ein neuer Landschaftsplan in den nächsten Jahren entwickelt werden.

 

Eine Frage von Herrn Cordes nach der geplanten Anzahl der Wohneinheiten wird von Herrn Beigeordnetem Dr. Palotz dahingehend beantwortet, dass dazu noch keine Zahlen vorhanden sind.

 

Herr Lange sieht ein Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe kritisch und verweist auf den benachbarten LKW-Verkehr des Edeka-Zentrallagers.

 

Herr Hülsebusch geht kurz auf den Beschlusspunkt c) der Beschlussvorlage ein und erläutert den Auftrag an die Verwaltung.

 

 

 

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Beschluss

Die Bezirksvertretung Sterkrade vollzieht die Anhörung.

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: http://ratsinfo.oberhausen.de/to020?TOLFDNR=181107&selfaction=print