30.11.2021 - 3.7 Antrag der CDU-Fraktion gemäß § 2 der Geschäfts...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Sommers bedankt sich für die Einladung und richtet zunächst die Bitte an den Ausschuss, die Emscherinsel absehbar zu überplanen, damit die Flächen den Oberhausenern Bürgerinnen und Bürgern sowie den dort ansässigen Vereinen möglichst umfänglich zur Verfügung stehen.

 

Herr Sommers verdeutlicht, dass in Sachen Lizenz für die 3. Liga im Aufstiegsfall kurzfristig etwas passieren müsse, und zwar in Zusammenspiel mit Politik, SBO und Verwaltung. Der Verein benötige dringend Unterstützung. Herr Sommers schildert, dass alleine der Verein SC Rot-Weiß Oberhausen für einen Aufstieg in die 3. Liga zwischen 2 und 3 Mio. € zusätzlich für seinen Spielbetrieb aufbringen müsse.

 

Anschließend bedankt sich Herr Binder noch einmal explizit bei der Politik und der Stadt für den Bau der Revierkrafttribüne im Stadion Niederrhein. Diese wurde im Jahr 2018 eröffnet und wird von Zuschauern sehr gut angenommen.

 

Herr Binder stellt dem Plenum den nachfolgend aufgeführten Maßnahmenkatalog für das anstehende Lizensierungsverfahren vor:

 

 Messprotokoll der Flutlichtanlage durch amtl. bestellten Gutachter, Mindestanforderung durchgehend 1000 lux (aktuell liegt der Schnitt teilweise unter 800 lux, somit Aufstockung des Flutlichtes erforderlich);

 Messprotokoll der Alarmierungs- und Lautsprecheranlage (die vorhandene Anlage muss erweitert werden, Selektivschaltungen müssen möglich sein, die Eingangsbereiche werden derzeit gar nicht beschallt);

 Protokoll über vorhandene Videotechnikanlage (die vorhandene Anlage muss massiv erweitert werden, insbesondere Eingangsbereiche und Mundlöcher, ggfs. auch Parkplätze);

 Einrichtung von Plätzen für Sehbehinderte und Gehörlose (in ausreichender Anzahl, in Verbindung mit der entsprechenden Technik);

 Räume für Einsatzkräfte: Sicherheitszentrale, Polizeiwache, Verwahrräume für 20 Personen (diese fehlen vollständig, Polizeiwache und Verwahrräume sind derzeit im taktischen Konzept der Polizei nicht vorgesehen);

 Ärztlicher Untersuchungsraum für die Besucher fehlt;

 Anzahl der öffentlichen Parkplätze sind nicht ausreichend (BETUWE-Baustelle);

 Elektronisches Zugangskontrollsystem für Echtzeitanalyse ist empfohlen (ohne WLAN jedoch nicht umsetzbar);

 Fehlendes Glasfasernetz (kein ausreichendes Netz, WLAN im und rund um das Stadion nicht vorhanden, dieses ist jedoch für die Presse und insbesondere für die Fotografen im Stadioninnenraum erforderlich - Mindestanforderung ISDN-Anschlüsse hinter den Toren, besser WLAN.);

 Für TV-Produktionen fehlen die Hintertor-Positionen;

 Sitzplätze mit Rückenlehne von mind. 30 cm (rund 1250 Sitzplätze erfüllen dies nicht);

 Witterungsgeschützte Sitzplätze für Behinderte, erreichbar barrierefrei durch die Zuschauerbereiche (fehlt);

 Protokoll zur Funktionstüchtigkeit der Rasenheizung (Ersatzpumpe fehlt, gesamte Funktion unklar);

 Behandlungsraum für Spieler und Offizielle (fehlt);

 Pressekonferenzraum für mind. 40 Personen sowie fest installierten Arbeitsplätzen für Fotografen mit entsprechendem leistungsstarkem WLAN (fehlt);

 Naturrasenspielfeld eben und gepflegt (fehlt);

 

Herr Stadtverordneter Nakot merkt an, dass dieser umfangreiche Maßnahmen-Katalog für das Lizensierungsverfahren fraglos mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sei. Eventuell bestehe ja die Möglichkeit, Maßnahmen zu priorisieren. Andererseits solle geprüft werden, ob die To-do-Liste Punkte enthalte, die - ohne die Lizenz zu gefährden - aufschiebbar seien.

 

Herr Sommers entgegnet, dass die Umsetzung der geforderten Maßnahmen, sowohl in technischer als auch finanzieller Hinsicht, unabdingbar sei. Der DFB sei der Lizenzgeber und ihm obliegt letztendlich auch die Entscheidung zur Lizenzvergabe.

 

Herr Stadtverordneter Kempkes fragt nach dem geschätzten Kostenvolumen.

 

Herr Sommers informiert, dass der Verein SC Rot-Weiß Oberhausen keinen Prüfauftrag für eine Kostenschätzung erteilen kann, da man nicht Eigentümer des Stadions Niederrhein ist. Eigenen, vorsichtigen Schätzungen zufolge, die unter anderem auch auf das Einholen von Erfahrungswerten und Prognosen bei anderen Vereinen beruhen, könnte ein Betrag von ca. 800.000,- € zu Buche schlagen.

 

Herr Peters greift die Problematik auf, dass aktuell für das Lizensierungsverfahren keinerlei Mittel im städtischen Haushalt 2022 eingeplant bzw. vorgesehen seien. Außerdem fragt er nach der Möglichkeit, ob RWO seine Heimspiele notfalls auch in der näheren Umgebung austragen könnte.

 

 

Herr Beigeordneter Schmidt strebt insbesondere vor dem finanziellen Aspekt kreative und flexible Lösungen an. Zur Schaffung von harten Fakten werde die Sportverwaltung die jeweiligen Themenfelder des Maßnahmen-Katalogs zeitnah gemeinsam mit RWO unter Einbeziehung der Servicebetriebe Oberhausen abstimmen. Die von Herrn Peters angeführte Option, in andere Sportstätten auszuweichen, sei nach Meinung von Herrn Schmidt nur eine Notlösung. Dies zeige auch das Beispiel Bayer 05 Uerdingen. Herr Sommers ergänzt, dass der Krefelder Verein für seinen Umzug in die Schau-ins-Land-Arena pro Spieltag einen hohen fünfstelligen Betrag an den Eigentümer, MSV Duisburg, entrichten müsste.

 

Herr Stadtkämmerer Tsalastras unterstreicht, dass ein Großteil der durchzuführenden Maßnahmen am und im Stadion auch bei einem Nicht-Aufstieg durchaus vertretbar seien und man für die Zukunft gerüstet sein sollte.

 

Nach Abstimmung zwischen den Herren Schmidt und Tsalastras soll durch die Verwaltung in den laufenden Prozess der Haushaltsplanberatungen ein Betrag mit dem Titel „Sanierung Stadion Niederrhein“ in Höhe von 100.000,- € im Haushaltsplan 2022 hinterlegt werden.

 

Auf Bitte von Herrn Broß sagt Herr Stadtkämmerer Tsalastras zu, die vom Sportausschuss abgegebene Absichtserklärung in den Rat einzubringen.

 

Der Sportausschuss hat die Antragsvorlage zur Kenntnis genommen.

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Beschluss

Der Sportausschuss nimmt die Antragsvorlage zur Kenntnis.