23.03.2021 - 2 Theaterprojekt zur Migrationsgeschichte Oberhau...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Vors Erdas weist darauf hin, dass der Integrationsrat ein Kooperationspartner bei diesem Projekt ist und begrüßt den Projektleiter Herrn Dr. Magnus Dellwig und Herrn Daniel Simon Böhmer, die das Projekt für das Stadtarchiv betreuen und erteilt Ihnen das Wort.

 

Herr Dr. Dellwig stellt das Projekt und den geplanten Ablauf zur Umsetzung vor. Das Kooperationsprojekt von Stadtarchiv, Theater Oberhausen, kitev - Kultur im Turm e.V., Kommunalem Integrationszentrum und dem Integrationsrat der Stadt Oberhausen soll unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen aus 175 Jahren Oberhausener Geschichte lebendig und differenziert darstellen. Um dies zu erreichen, sollen Lebenserfahrungen von Migrant*innen aus dieser Zeitspanne mit Rückgriff auf Archivmaterial aufgearbeitet und in Theaterstücken dargestellt werden. Herr Dellwig stellt Herrn Daniel Simon Böhmer vom Stadtarchiv vor, der als Historiker die Archivarbeit unterstützen soll, sowie Frau Amira Bahkit von der Theaterfaktorei, welche die szenische Darstellung begleitet. Unterstützt wird das Projekt im Rahmen der LVR-Kulturförderung. Das Projekt ist offen für Anregungen aus der Stadtgesellschaft und möchte Anregungen und Fragestellungen unterschiedlicher Gruppen mit einfließen lassen, aus der ein gemeinsames Ergebnis erwachsen kann.

 

Frau Demirci bittet Herrn Dellwig anschließend, einige Aspekte des Projekts genauer darzustellen. Zunächst fragt sie, wie gewährleistet werden soll, dass Migrant*innen sich in dem Projekt wiederfinden, sich mit den zu erarbeitenden Stücken identifizieren und ob aktiv Migrant*innen bei der Erarbeitung beteiligt werden sollen. Herr Dellwig erläutert, dass dies ein zentraler Aspekt des Projektes ist. Geplant sei, dass sowohl die Archivarbeit als auch die Inszenierungen als Theaterstücke durch eine Gruppe umgesetzt werden soll, die die Oberhausener Vielfalt widerspiegelt. Hierzu sollen explizit und aktiv Oberhausener*innen mit Migrationshintergrund für das Projekt gewonnen werden. Zudem erkundigt sich Frau Demirci, ob das Projekt, welches bis Ende 2022 gefördert wird, auch dazu beitragen soll, die Geschichte(n) Oberhausener Migrant*innen als Teil der Stadtgeschichte zu etablieren und wie dies konkret geschehen soll. Herr Dellwig antwortet, dass die Projektförderung hierzu einen wichtigen Beitrag leistet, da durch personelle Kapazitäten eine Sichtung und Aufarbeitung bestehenden Archivmaterials gewährleistet werden kann. Auch über das Projekt hinaus sei es ein wichtiges Ziel, die Diversität der Geschichte Oberhausens adäquat und in all seinen Facetten abzubilden. Nach Ablauf der Projektförderung wird es evtl. nicht möglich sein, die Arbeit (aufgrund personeller Kapazitäten) im gleichen Umfang zu gewährleisten. Die Arbeit solle dennoch darüber hinaus fortgesetzt werden.

 

Herr Sahin begrüßt das Projekt und sichert volle Unterstützung zu. Weitere Mitglieder des Integrationsrates äußern ebenfalls Unterstützung für das Vorhaben.

 

Herr Telli betont, dass das Projekt wichtig sei, um auch positive Seiten von Vielfalt und Migration darzustellen und somit einem oftmals negativ geprägtem Bild entgegenzuwirken. Das Projekt könne einen Beitrag dazu leisten, Solidarität und friedliches Zusammenleben sowie die Bereicherung durch kulturelle Vielfalt zu betonen und lebendig sichtbar zu machen - mit konkretem Bezug zu Oberhausen, also nah an der Lebensrealität der hier lebenden Menschen. Um auf Augenhöhe weitere relevante Eckdaten zur Projektumsetzung abstimmen zu können, solle zudem ein Beirat aus allen Kooperationspartnern das Projekt begleiten.

 

Vors. Erdas dankt Herrn Dellwig für die Erläuterungen. Da es keine weiteren Anmerkungen gibt, beendet sie den TOP.

 

Der Integrationsrat nimmt die Drucksache zur Kenntnis.

 

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