09.03.2021 - 5.7 Antrag der GRÜNEN Fraktion gemäß § 2 der Geschä...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Gadde bittet die Verwaltung um Aussagen zu Erkenntnissen, die sich aus der Machbarkeitsstudie zum Gartendom ergeben.

Herr Dezernent Güldenzopf berichtet, dass die Machbarkeitsstudie im Entwurf vorliegt. Auf Basis des Feedbacks von Stakeholder im Rahmen eines Beteiligungsprozesses wird die Studie aktuell finalisiert. Folgende Erkenntnisse sind festgehalten:

•  Eine monofunktionale, monothematische Nutzung ist als wirtschaftlich tragfähige Lösung nicht weiter zu verfolgen (aus Vermarktungsgründen ist gleichwohl ein übergreifendes Nutzungsthema erforderlich).

•  Die Idee eines reinen Ausstellungshauses, etwa eines Klimahauses, wird aufgrund unklarer Trägerschaft und Finanzierung sowie fehlender Förderkulissen in der Machbarkeitsstudie nicht näher verfolgt (Thema Klima bleibt dennoch wichtiger Aspekt in der Nutzungsbetrachtung).

•    Es werden im Ergebnis 2 Nutzungskonzeptionen empfohlen

•    Nutzungskonzeption Motion (Themenfelder Sport und Gesundheit) und

•    Nutzungskonzeption Future (Verwaltungsnutzung, Lehre, Forschung)

•    Für beide Nutzungskonzeptionen sollten die Nutzungsschwerpunkte durch Marktanalysen  abgesichert werden.

Zur Fragestellung ob gegenwärtig Erhaltungsmaßnahmen ergriffen werden berichtet Herr Güldenzopf, dass der Gartendom Eigentum der OGM GmbH ist. Diese prüft ständig die Sicherheit und ergreift bei Bedarf notwendige Sicherungsmaßnahmen, wie bspw. jüngst nach Eis und Schneefall.

Zum Thema mögliche Sanierungsmaßnahmen und Kostenschätzung führt Herr Güldenzopf aus, dass die Instandsetzung der Holzkonstruktion und der Dacheindeckung. Die Kosten wurden aufgrund gutachtlicher Untersuchungen aus dem Jahre 2019 auf ca. 3,3 Mio. EUR brutto geschätzt.

Zur Frage welche Nutzungskonzepte gegenwärtig geprüft werden und welche Nutzungspläne die Verwaltung favorisiert antwortet Herr Güldenzopf wie folgt:

Angestrebt und favorisiert wird eine nachhaltige Lösung bzw. Nutzung des Gartendoms. Auf Basis des Machbarkeitskonzepts gilt es entsprechend, Betreiberkonzepte und Investitionen zu finden, zu prüfen und umzusetzen.

Die identifizierten Nutzungskonzeptionen „Motion“, „Work“, „Knowledge“ und „Future“ könnten eine langfristig stabile Entwicklungsperspektive versprechen. Die Nutzungskonzeptionen „Motion“ und „Future“ stießen im Rahmen der Bearbeitung der Machbarkeitsstudie auf Zuspruch und es erfolgte eine räumliche und architektonische Konkretisierung dieser beiden Szenarien

•  Motion (Bewegung und sportliche Freizeitangebote, starker Fokus auf gesundheitsfördernde Angebote wie Physiotherapie, Bewegungsförderung, Rehabilitation), Trendsportarten wie Boulder oder Paddel, Tanz- und Yogastudio, durchgängige Laufbahn im Obergeschoss, Cafeteria, Veranstaltungsfläche mit mobiler Bühne, offene grüne Ruhezonen), OLGA-Park wird als Sport- und Kurparkmitgedacht.

•   Future aktive Wissensproduktion, Forschung, Dienstleistungsunternehmen (Fokus auf Klima und Ökologie), Start-ups, Gründungsförderung, Co-Working-Space, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Workshop- und Seminarbereiche, Cafeteria, grüne Mitte zur gemeinschaftlichen Nutzung), OLGA-Park wird als Konzeptpark mitgedacht, Sciencepark z.B. zum Thema Klima

Die Machbarkeitsstudie empfiehlt die Weiterverfolgung der Nutzungskonzepte „Motion“ und „Future“. Dafür gilt es, empirisch gesicherte Erkenntnisse über die Chancen von Nutzungsschwerpunkten wie Sport oder Klima und Umwelt über Marktanalysen, Konkretisierung und Absicherung der akquirierten Nutzungsbedarfe, Konzentration auf einen Nutzungsschwerpunkt nach Abwägung entsprechender Bedarfe zu prüfen. Empfohlen wird weiterhin die „Nulloption: Abriss des Gartendoms“ mitzudenken und zu berechnen.

 

Nach der Finalisierung der Machbarkeitsstudie wird zeitnah das weitere Vorgehen mit Bezirksregierung und Ministerium bzgl. der Fördermöglichkeiten abgestimmt.

 

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Beschluss

Die Bezirksvertretung Osterfeld nimmt den Bericht zur Kenntnis.

 

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