04.02.2020 - 3.2 Antrag der CDU-Fraktion gem. § 2 der Geschäftso...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Stadtverordneter Nakot erinnert an die Berichterstattung der Vorfälle vom 19.01.2020 anlässlich der Fußball-Hallenstadtmeisterschaften in der örtlichen Presse, welche von tumultartigen Szenen, Prügeleien unter Spielern und Zuschauern und vom Abbruch der Veranstaltung berichtete. Emotionsgeladene Spiele sowie eine speziell im Fußball vorhandene Aggressivität sowohl bei Spielern als auch bei Zuschauern nennt Herr Nakot als mögliche Gründe. Bei Wiederholungen von solch unsäglichen Entgleisungen sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, Beteiligte in Form von Anti-Aggressions- und/oder Sozialkompetenz-Trainings zu sanktionieren. Herr Nakot fragt, ob derartige Angebote vom SSB vorgehalten und über die Vereine publik gemacht werden.

 

Herr Stadtsportbundpräsident Gregorius informiert rückblickend, dass die Fußball-Hallenstadtmeisterschaften bis zum besagten Finaltag friedlich verlaufen sind und bis dahin ein gelungenes Turnier waren. Auch in anderen Städten, wie z. B. Mülheim und Essen, hat es unterm Hallendach gewalttätige Ausschreitungen gegeben. Das Problem ist also keins, das speziell oder ausschließlich in Oberhausen besteht. Die Folgen für die Akteure bei den Ausschreitungen sind noch nicht festgelegt, aber die Schiedsrichter haben die Namen der mutmaßlichen Verursacher/Störenfriede an den Fußballverband Niederrhein weitergeleitet, damit die zuständige Sportgerichtsbarkeit über Konsequenzen bzw. Strafen entscheiden kann. Möglich seien u. a. Sperren für Spieler und/oder Vereine.

 

Herr Gregorius nennt als mögliche künftige präventive Maßnahmen einen externen Ordnungsdienst und das Aufstellen von Banden zur klaren Abgrenzung zwischen Spielfeld und Zuschauerbereich. Gleichwohl räumt er ein, dass dadurch am 19.01.2020 womöglich eine Eskalation nicht hätte verhindert werden können. Auf die Frage von Herrn Nakot bestätigt Herr Gregorius die Angebote von Anti-Gewalt-Seminaren. Diese werden sowohl vom Landessportbund als den Verbänden angeboten.

 

Herr Bürgermeister Broß merkt als Augenzeuge der Veranstaltung an, dass die Turnierleitung in der Konfliktsituation als Autorität nicht wahrnehmbar war. Es wurde auch keine Entscheidung, z. B. über Lautsprecherdurchsage, über die weitere Vorgehensweise kommuniziert.

 

Herr Gregorius betont die Bedeutung der Kooperation mit der Fachschaft Fußball. Die Fachschaft soll in solchen Situationen die Zuschauer informieren und Anweisungen geben. Die Rücknahme einer Entscheidung ist zusätzlich ungünstig in der Gesamtsituation gewesen.

 

Herr Stadtverordneter Kösling stellt den Vergleich zu anderen Städten an, wodurch die Vorfälle in Oberhausen ein Stück weit relativiert werden. Die Pressemitteilungen sind unterschiedlich, was die Situation unklar erscheinen lässt. Er hebt hervor, dass es wichtig ist, auf eine Entscheidung der Spruchkammer zu warten. Auch wird an einen ähnlichen Vorfall vor einigen Jahren erinnert, bei dem teilweise dieselben Akteure gewalttätig wurden. Herr Kösling betont, dass es an klaren Vorschriften und Vorgaben bezüglich der Sicherheit bei etwaigen Sportveranstaltungen mangelt. Bereits auffällig gewordene Akteure sollten eventuell von vornherein ausgeschlossen werden. Anzuregen sei auch eine Neustrukturierung/-ausrichtung der Fachschaft Fußball im SSB.

 

Herr Beigeordneter J. Schmidt bekräftigt das gemeinsame Ziel, ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Die Verwaltung wird aktiv bei der Schaffung von Rahmenbedingungen zum Thema Sicherheit unterstützend mitwirken.

 

Herr D. Peters, sachkundiger Bürger, regt als weitere Präventivmaßnahme eine Kameraaufzeichnung an.

 

Der Sportausschuss nimmt den Sachstandbericht zur Kenntnis.

 

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Beschluss

 

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