05.12.2019 - 4.8 Prüfung einer Verlagerung des Bordellbezirks

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Cordes fragt nach, inwieweit die Verwaltung schon ein geeignetes Grundstück in Sterkrade gefunden hat. Des Weiteren kann Herr Cordes nicht nachvollziehen, warum die in der Vorlage genannten Hilfsangebote nicht jetzt schon angeboten werden, da die Probleme jetzt auch vorhanden sind. Außerdem erkundigt sich Herr Cordes danach, inwieweit die in der Vorlage genannten 10 Millionen EUR auch finanzielle Mittel für die Forderungen der jetzigen Bordellbetreiber zur Verlagerung Ihrer Etablissements beinhalten.

 

Frau Axt sieht die Vorlage ebenfalls sehr kritisch, da sich auch für sie die Frage stellt, warum die genannten Angebote nicht schon jetzt bereitgestellt werden. Frau Axt würde es auch sehr begrüßen, wenn die anvisierten Mittel auch tatsächlich zur Unterstützung verwendet werden.

 

Herr Nowak fragt nach, inwieweit dieses Vorhaben der Grund für den Abriss des denkmalgeschützten Lokschuppens von dem ehemaligen Bahnbetriebswerk Oberhausen gewesen ist. Aufgrund dieser früheren betrieblichen Nutzung sind die Flächen dort auch entsprechend konterminiert.

 

Auf die Frage von Herrn Cordes nach einem Sterkrader Grundstück teilt Herr Güldenzopf mit, dass vorab erst einmal anhand des genannten exemplarischen Standortes die notwendigen Kriterien für die Überprüfung von geeigneten Flächen erstellt und ergebnisoffen formuliert werden sollen. Weitere finanzielle Mittel für die Verlagerung sind nicht festgelegt worden. Ansonsten soll der gesamte Prozess transparent verlaufen.

 

Ergänzend fügt Herr Mollerus hinzu, dass für den unter Denkmalschutz stehenden Lokschuppen eine Abrissgenehmigung unter der Voraussetzung der Erstellung einer entsprechenden Dokumentation der Gebäude erteilt worden ist. Die Gründe für den jetzt im Sommer erfolgten Abriss sind Herrn Mollerus nicht bekannt.

 

Herr Beigeordneter Jehn weist auf die regelmäßigen Überprüfungen durch die Polizei und den Kommunalen Ordnungsdienst im Bereich der Flaßhofstraße hin. Eine "Rund-um-die-Uhr-Betreuung" ist nicht möglich. Es soll im Rahmen der Überprüfungen festgestellt werden, ob andere Standorte eventuell besser geeignet sind.

 

Herr Kösling fragt nach, warum die Verwaltung für die Erstellung eines Entwurfes mit den Kriterien für einen solchen Standort vier Jahre benötigt hat. Bis auf den Standort Hansastraße hat die Verwaltung noch keine weiteren Gedanken für weitere in Frage kommende Standorte entwickelt.

 

Das Grundstück Hansastraße eignet sich laut Herrn Güldenzopf auch deshalb, weil an diesem Grundstück die zu erstellenden Kriterien geprüft werden können. Des Weiteren verweist Herr Güldenzopf an eine Aussage von Herrn Beigeordneten Motschull in der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen, dass im Vorfeld schon Gespräche mit den Betreibern der Häuser an der Flaßhofstraße über die Möglichkeiten einer Verlagerung geführt worden sind.

 

Die Frage von Herrn Nowak, wer den Lokschuppen abgerissen hat, kann von Herrn Mollerus nicht beantwortet werden. Herr Mollerus informiert aber darüber, dass die denkmalrechtliche Erlaubnis vorlag.

 

Frau Cremer weist deutlich darauf hin, dass die Anwohnerinnen und Anwohner, die in das Umfeld der Flaßhofstraße gezogen sind, auch von dem dort ansässigen Bordell wussten. Anders verhält es sich mit denjenigen, in deren Umfeld das Bordell zukünftig verlagert werden könnte.

 

 

 

 

 

 

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Beschluss

Die Bezirksvertretung Sterkrade vollzieht die Anhörung.