29.10.2019 - 14 Antrag der SPD-Fraktion gem. § 2 der Geschäftso...

Beschluss:
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Beratung

Herr Flore erläutert den Antrag damit, dass sich die Hoffnung, die auf die zweite Spielzeit gesetzt wurde, nicht bestätigt hat und die Besucherzahlen nicht angestiegen sind. Auch die  Premieren haben keine Steigerung der Besucher erfahren.  Herr Hennemann, Verwaltungsleiter des Theater Oberhausen, stimmt der Aussage zu. Er kann nicht prognostizieren, dass sich die Zahlen in naher Zukunft verbessern werden. Bei allen Produktionen im Großen Haus liegt die Auslastung im Durchschnitt unter 40 %. Die Abozahlen sind in den letzten drei Jahren von 942 auf 758 um rund 20 % gesunken. Darüber hinaus informiert er, dass die Hausregisseurin zwei Produktionen im Jahr inszenieren soll. Von dem bereits vorgestellten Marketingkonzept sind bisher nur 30 % umgesetzt. Für eine vollständige Umsetzung müssten die Strukturen im Hause stärker abgegrenzt werden. Er weist darauf hin, dass ein Vergleich zu anderen Häusern aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen schwierig ist. Herr Flore äußert, dass er sich bewusst ist, wie schwierig eine Auslastung des Großen Hauses zu erreichen ist.  Er erkundigt sich, ob der Intendant mit der Arbeit der Hausregisseurin zufrieden ist, da er durch diese Stelle einen positiven Effekt erwartet hat. Herr Fiedler, Intendant des Theater Oberhausen,  betont, dass ihm die schlechten Auslastungszahlen bewusst sind, obwohl in der zweiten Spielzeit 2.000 Zuschauer*innen mehr zu verzeichnen seien, als in der ersten Spielzeit. Herr Hennemann rechnet diesen Zuwachs allerdings dem Festival Westwind zu. Weiter erläutert Herr Fiedler, dass die Hausregisseurin zum Leitungsteam gehört und „Tod eines Handlungsreisenden" inszeniert hat, ein Stück, das sehr gut angekommen ist. Zum Städtevergleich äußert er sich dahingehend, dass Duisburg kein selbstproduzierendes Theater ist und das die Stadt Essen dreimal so groß ist wie Oberhausen, das Theater aber einen gleich großen Zuschauerraum hat. Herr Broß hebt hervor, dass sowohl die Auslastung als auch die Abozahlen sehr ernüchternd sind. Die Situation kann aus seiner Sicht nicht länger schön geredet werden. Er fordert Korrekturen vorzunehmen. Zudem möchte er wissen, wie die Zahlen jeweils zur Hälfte der Spielzeit in den letzten fünf Jahren waren. Herr Hennemann erwidert, dass die Zahlen nicht vergleichbar sind und somit keine Aussagekraft haben. Herr Tsalastras stimmt dem zu und verweist darauf, dass im Bereich des Deutschen Bühnenvereins insgesamt rückläufige Zahlen zu verzeichnen sind. Er regt an über die Fragen nachzudenken, wie die Zukunft der Theater aussieht und welche Auswirkungen die gesellschaftliche Veränderung und Digitalisierung hat. Herr Flore unterstützt die Idee eine Podiumsdiskussion zu veranstalten. Er bemängelt, dass das Marketing offensichtlich nicht gut läuft, obwohl vor kurzem das Marketingkonzept im Kulturausschuss beschlossen worden ist. Vor allem der Sommernachtstraum war schlecht besucht. Er betont, dass nun etwas geändert werden muss. Herr Arlt macht darauf aufmerksam, dass die Form des Theaters heute anders ist als früher. Er spricht sich dafür aus, dass der Kulturausschuss die Veranstaltungen des Theaters stärker unterstützt. Herr Broß hebt nochmals hervor, dass die Auslastung der Weihnachtsstücke früher über 90% lag. Er plädiert dafür, die Ursachen für die jetzige schlechte Auslastung zu finden und anzugehen. Herr Gadde kritisiert, dass zu viel über die Auslastungszahlen geredet wird. Er vermisst eine konstruktive Diskussion zu der Frage, wie die Auslastung verbessert werden könnte. Herr Köster äußert seinen Eindruck, dass das Theater die Karten wegschenkt. Dieses Vorgehen befürwortet er nicht. Er fragt nach, was die Öffnung des Hauses am Nachmittag für einen Effekt haben soll. Herr Fiedler antwortet, dass es bei der Öffnung des Hauses am Nachmittag vor allem darum geht, mehr Zielgruppen zu erreichen und damit ein „Haus für Alle" zu sein. Herr Gadde regt an, dass Marketingkonzept nochmal zu überprüfen.