10.09.2019 - 5.5 Antrag der SPD-Fraktion im Rat gemäß § 2 der Ge...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Kamps bittet Herrn Eckert um  einen Sachstandsbericht sowie die Beantwortung der folgenden Fragen:

 

· Wie gestaltet sich die Entwicklung des Marien-Hospitals als Standort für Geriatrie (akute Erkrankungen und Reha) und für ambulante Operationen?

· Wie wird der Bestand des Bischof-Kettler-Hauses gesichert?

· Wie sind die aktuellen Planungen für den seit Anfang 2014 leerstehenden, denkmalgeschützten Altbau des Bischof-Kettler-Hauses?

 

Herr Eckert (derzeit Geschäftsführer und Insolvenzverwalter der Münchener Unternehmensberatung WMC Healthcare) berichtet ausführlich anhand einer Powerpoint-Präsentation über den aktuellen Sachstand des Insolvenzverfahrens für das Katholische Klinikum Oberhausen.

Angefangen mit einem Rückblick auf den Zusammenschluss der vier katholischen Krankenhäuser im Jahr 2013 über zu den roten Zahlen seit dem Jahr 2017. Bedingt durch eine Überdimensionierung mit Betten und einer zu geringen Auslastung stiegen die Millionenverluste von zunächst fünf Millionen Euro auf bis zuletzt zehn Millionen Euro pro Jahr. Die Einrichtung der Altenpflege weisen ausgeglichene Ergebnisse auf und somit ist ihr Fortbestand sicher. Bei den Krankenhäusern ist neben fehlender Auslastung noch ein Sanierungsstau, alleine im St. Josef Hospital von rund 62 Millionen Euro, gegeben.

Da Krankenhäuser profitabel sein müssen um investieren zu können, muss sich der KKO-Vorstand vom St. Josef Hospital trennen. Das heißt, dass10% der 2370 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren. Durch natürliche Abgänge mindert sich die Anzahl um etwa 200 Personen. Voraussichtlich wird es dennoch einige betriebsbedingte Kündigungen geben müssen.

Für die Übernahme einzelner Häuser, Dienste oder Altenheime liegen bereits 30 Bewerbungen vor. Ende September läuft die Abgabefrist für Angebote aus. Ob alle Einrichtungen in katholischer Hand bleiben ist aus seiner Sicht vollkommen offen.

Derzeit gibt es keine Ideen für die Überplanung der Fläche des ehemaligen Hallenbadgeländes.

 

Herr Wischermann bedankt sich bei Herrn Eckert für den ausführlichen und offenen Bericht. Er wünscht den Verantwortlichen ein „glückliches Händchen" beim Verkauf,  damit gute und langfristige Lösungen gefunden werden.

 

Herr Bezirksbürgermeister Krey bedankt sich ebenfalls für die offenen und ehrlichen Ausführungen insbesondere vor dem Hintergrund, da dies in den letzten Jahren nicht der Fall war.

 

Die Bezirksvertretung Osterfeld nimmt den Bericht zur Kenntnis.