11.12.2018 - 5 Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Vors. Erdas erteilt Frau Jordan-Ecker das Wort.

Frau Jordan-Ecker berichtet über die Gesamtsituation des herkunftssprachlichen Unterrichts (HSU) in Oberhausen und erläutert die vorliegende Vorlage, in der ein Gesamtüberblick über alle HSU-Angebote dargestellt ist. Darüber hinaus beantwortet sie Fragen im Zusammenhang mit der Diskussion um den HSU bzw. fremdsprachlichen Unterricht am Bertha-von-Suttner-Gymnasium. Es werde aktuell kein HSU angeboten, jedoch würden Gespräche mit dem Schulausschuss und der Bezirksregierung geführt. Rahmenbedingungen für das Zustandekommen von HSU an Schulen sind der Vorlage zu entnehmen (Drucksache-Nr.: M/16/3926-01)

Vors. Erdas äußert, dass sie die Vorlage irritierend finde. Sie fragt, welche Intention dahinter steht, zumal die Diskussion um den HSU am Bertha-von-Suttner-Gymnasium noch nicht aufgearbeitet worden ist.

Frau Jordan-Ecker äußert in Bezug auf die Intention, dass die Vorlage der sachlichen Aufklärung über den Unterschied von fremdsprachlichem Unterricht (FSU) und HSU diene und dazu, den HSU am Bertha-von-Suttner-Gymnasium zu implementieren.

Auf Nachfrage von Herr Basoglu erläutert Frau Jordan-Ecker die in der Vorlage enthaltene Tabelle. Für Herr Basoglu sei dabei der Unterschied der Schüler*innen-Zahlen, die in der Primarstufe (ca. 600) und in der Sekundarstufe I (ca. 300) am HSU teilnehmen, erschreckend.

Frau Demirci bemerkt in Bezug darauf, dass sie sehr viele Mütter kenne, die wollen, dass ihr Kind die Herkunftssprache - in den von ihr berichteten Fällen Türkisch - lernt, aber kein HSU an den jeweiligen Schulen der Kinder angeboten wird.

Herr Telli unterstreicht die aufgekommenen Irritationen. Er kritisiert, dass der Elternschaft des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, die sowohl im Schulausschuss der Stadt Oberhausen als auch im Integrationsrat in keinster Weise geholfen worden ist. Für ihn ist unerklärlich, warum das Schuldezernat als auch die zuständige Bezirksregierung den Elternwillen so offensichtlich ignoriert habe. Er findet auch befremdlich, dass mit einer gewissen „Salamitaktik" die Eltern frustriert werden.

Herr Telli stellt fest, dass Türkisch in NRW eine wichtige Handelssprache sei und deshalb das Angebot und das Erlernen der türkischen Sprache für alle forciert werden sollte.

Die Beherrschung der türkischen Sprache von vielen in Oberhausen lebenden Menschen auch als Ressource/Mehrwert zu sehen, wurde dabei in der ganzen Diskussion nicht gesehen, dieser Ansatz wurde von mehreren Wortbeiträgen, u.a. Frau Demirci und Herr Basoglu, unterstrichen.

Vors. Erdas bedankt sich für die rege Diskussion und bei Frau Jordan-Ecker und beendet den TOP.

 

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Anlagen zur Vorlage

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