05.12.2018 - 1.1 Familienbericht 2017

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Der Familienbericht wird in Form einer Powerpoint Präsentation durch Frau Schönfeld-Nastoll und Herrn Bonsack den Ausschussmitgliedern vorgetragen.

 

Das im Bericht fehlende Glossar wird zur Niederschrift bereitgestellt.

 

Die Befragung wurde 2017 durchgeführt. Hierbei wurden 5000 Familien im Zufallsverfahren bestimmt. Es haben sich 1258 Familien zu einer Befragung bereiterklärt. Dies entspricht einer Gesamtbeteiligung von 28 %. Der Rücklauf, sortiert nach den Quartieren ergibt jedoch ein unterschiedliches Bild. 67 % der Befragten nutzen den Offenen Ganztag.

Herr Bonsack führt aus, dass die Handlungsempfehlungen ähnlich ausfallen, wie 2006 und 2012. Hier stellt sich die Frage, was in der Zwischenzeit umgesetzt wurde. Es sei wichtig, Konzepte folgen zu lassen. Der Qualitätsstandard muss weiterentwickelt werden. Hierzu zählen u. a.

 Die Migrantenförderung

 Die Wiederaufnahme von Sozialraumgesprächen

 Angebote von Sport, Kultur und Bildung offensiver veröffentlichen.

 

Frau Hausmann-Peters räumt ein, dass die Umfrage die Ergebnisse des Oberhausener Nordens wiederspiegelt aber nicht die Meinung des Oberhausener Südens reflektiert. Es sollte Überlegungen geben, zukünftig ein umfassendes Bild der gesamten Stadtgesellschaft zu erlangen. Aber auch die jetzigen Ergebnisse der Umfrage bieten viele Anhaltspunkte. Notwendig ist z. B. den Familien Unterstützung zu gewähren, die Bildung dringend benötigen. Eine direkte Ansprache über die Schulen und Kitas wäre hilfreich.

 

Frau Oberste-Kleinbeck sieht in der Schulsozialarbeit mit den insgesamt 8,5 Stellen eine Aufgabe - der täglichen Alltagsarbeit - mit sehr hoher Bedeutung. Es besteht aber die Gefahr der Überfrachtung der Schulsozialarbeit.

Nicht überraschend ist die Kritik hinsichtlich der Ausstattung und Räumlichkeiten im Bereich des OGS. Die pädagogischen Profile werden ausdrücklich gelobt.

Die Angebote müssen da ankommen, wo sie benötigt werden. Grundsätzlich sind die Angebote vorhanden.

 

Frau Boos geht davon aus, dass viele Bürger nicht erreicht werden, die soziale Schwierigkeiten haben und die angesprochen werden müssten. Eine latente Überforderung durch den Fragebogen scheint gegeben, man sollte niedrigschwelliger herangehen. Es gibt genug gute Angebote.

 

Frau Walther ist - bei zu wenigen Rückmeldungen aus sozial schwachen Quartieren - ebenfalls der Meinung, man müsse sich für die Angebote andere Methoden einfallen lassen um die Bedürftigen zu erreichen. Es ist erschreckend wie wenig bekannt die Angebote sind.

Es werden immer weniger Kinder, die eine Kita besuchen. Es sollte herausgefunden werden, um welches Klientel es sich handelt.

 

Frau Münich führt aus, dass die Vielfalt der Angebote nicht die Menschen, die sie benötigen, erreicht. Es sei Aufgabe der Fachverwaltung und der Freien Träger die Aufgabe den Zielgruppen bekannt zu machen und ggf. neue Zugangswege zu überlegen. Der Besuch der KTE ist nicht verpflichtend. Familien im SGB II Bezug erhalten z. B. BUT Mittel weil die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter beim Ausfüllen der Anträge behilflich sind. Trotzdem werden nicht alle Familien, die Hilfe benötigen, erreicht. Eltern haben einen Rechtsanspruch auf einen KTE Platz, der Besuch ist aber keine Pflicht. In der Innenstadt von Oberhausen z.B. fehlen immer noch sehr viele Plätze.

 

Herr Große Brömer macht auf den finanziellen Hintergrund der Gemeinden aufmerksam. So müssen arme Kommunen u.a. die höchsten KTE Gebühren erheben.

 

Frau Schönfeld-Nastoll führt aus, dass alle 5 Jahre ein neuer Familienbericht erstellt wird. Man wird sich jetzt ansehen, wie der nächste Bericht methodisch verbessert werden kann. Der derzeit quantitative Ansatz könnte durch einen qualitativen Ansatz ergänzt werden.

Man könnte u. a. in der Innenstadt und in sozialschwachen Quartieren eine größere Anzahl von Bürgern befragen. So könnte man bestimmte Zielgruppen ins Auge fassen.

 

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen