29.11.2018 - 1.2 Familienbericht 2017

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Zunächst begrüßt Herr Krey Herrn Güldenzopf und Herrn Bonsack, die den Familienbericht und die Handlungsempfehlungen darstellen. Ausdrücklich weist Herr Bonsack darauf hin, dass die Handlungsempfehlungen weder finanziell noch personell im Haushaltsplan bzw. im Stellenplan abgebildet sind. Die Präsentation, die den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses gezeigt wird, ist der Niederschrift beigefügt.

 

An den Empfehlungen, so Frau Münich, war das Dez. 3 maßgeblich in Zusammenarbeit mit anderen Fachverwaltungen beteiligt. In Oberhausen ist sehr viel für Familien entwickelt worden.

 

Die Validität der Zahlen wird von Herrn Real angezweifelt. Durch den stark unterschiedlichen Rücklauf in den einzelnen Sozialquartieren werde die statistische Darstellung verzerrt. Darüber hinaus sei aufgrund der Anzahl der befragten Jugendlichen keine Aussage über die Qualität der Arbeit der Jugendeinrichtungen ableitbar. In den Handlungsempfehlungen sieht er den Aufbau einer Parallelstruktur zum Kinder- und Jugendförderplan.

 

Herr Krey unterstreicht, dass ausgehend von 438 antwortenden Jugendlichen, von denen lediglich 4,6 % angeben regelmäßig ihre Freizeit in Jugendeinrichtungen zu verbringen, und sich über die Bekanntheit von 13 Jugendeinrichtungen äußern, keine Aussagekraft ableiten lässt.

 

Herr Güldenzopf stellt klar, dass der Familienbericht keine Evaluation des Kinder- und Jugendförderplans darstelle. Hinsichtlich der geringen Bekanntheit der Jugendeinrichtungen können geographische Gründe ausschlaggebend sein oder auch die Altersstruktur der Jugendlichen, die sich hierzu rückgeäußert haben.

 

Da der Rücklauf in den Stadtteilen, in denen ein hoher SGB II-Bezug vorherrscht, gering ist, müsse man, so Frau Walther, die Aussagen des Familienberichts in Relation hierzu sehen. Die schlechten Umfrageergebnisse zum ParkHaus seien darauf zurückzuführen, dass die Einrichtung wegen der Baumaßnahme im Jahr 2017 faktisch nicht bestanden habe. Bei der Planung der Neugestaltung seien die Betroffenen auch nicht beteiligt gewesen.

 

Dem widerspricht Herr Ladeur. Der Träger war im Planungsprozess jederzeit eingebunden. Er verweist aber auf die Schwierigkeit, sich aufgrund eines Plans die spätere Realität vorzustellen.

 

Zur Situation des ParkHauses stellt Frau Münich eine Berichtsvorlage für den nächsten Jugendhilfeausschuss in Aussicht. Derzeit füge sich das äußere Erscheinungsbild des ParkHauses nicht in das Umfeld ein, sei aber innen gut nutzbar.

 

Herr Klein teilt mit, dass der Träger an der Planung der Neugestaltung ambitioniert mitgewirkt habe, an der Entscheidung sei man aber nicht mehr beteiligt gewesen. Tatsächlich ist die Umsetzung nicht zufriedenstellend gelungen. Er hoffe noch auf Nachbesserungen.

 

Für den nächsten Jugendhilfeausschuss bittet Frau Willing-Spielmann um Informationen über das weitere Vorgehen, welche Verbesserungsmöglichkeiten bestehen und wie diese umgesetzt werden sollen.

 

Hinsichtlich des Familienberichtes hält sie eine Zusammenführung mit anderen bereits vorliegenden Bericht für notwendig. Wichtig sei auch, dass Fachleute daraus zu erstellende Handlungsempfehlungen begleiten und aus den Empfehlungen Ziele entwickelt werden. Aber auch Politik habe den Bericht nicht nur wahrzunehmen, sondern müsse sich mit der Berichterstattung auseinandersetzen.

 

Herr Krey bittet die Fragebögen und absolute Zahlen zur Verfügung zu stellen. Dies sei im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Familienbericht hilfreich.

 

Frau Minor fragt, warum Informationen bei Betroffenen nicht ankommen und hält eine Sensibilisierung der unterschiedlich Beschäftigten für notwendig, Betroffene auch auf Beratungsmöglichkeiten hinzuweisen.

 

Diese Sichtweise unterstützt Herr Krey. Er hält aber auch dagegen, dass Menschen, die Hilfe benötigen, bei der Befragung eben nicht geantwortet haben.

 

Abschließend stellt Frau Münich den Familienbericht als eine Gesamtschau der Felder, die Familien berühren, dar. Derzeit entwickelt die Verwaltung, aufsetzend auf die erhaltenen Informationen ein Konzept, wie zukünftig die Sozialraumgespräche durchgeführt werden können. Dabei werden auch die hierfür benötigten Ressourcen dargestellt.

 

Im Anschluss nimmt der Jugendhilfeausschuss den Bericht zur Kenntnis.

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen