14.03.2018 - 3.2 Antrag der SPD-Fraktion, Fraktion Die Grünen un...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Reuen, Schulleiter des Bertha-v.-Suttner-Gymnasiums erklärt den Entschluss, ab dem kommenden Schuljahr keinen türkischsprachigen Unterricht mehr an seiner Schule anzubieten. Zum einen orientiert sich die derzeitige Lehrerin örtlich um. Zum anderen sei die Nachfrage, Türkisch als zweite Fremdsprache so gering, dass eine zukünftige Kursbildung gefährdet sei.

 

Zu diesen Ausführungen gab es parteiübergreifend mehrere Wortbeiträge, die darauf abzielten, ob schon eine Ausschreibung der Lehrerstelle vorgenommen wurde, wie viele Schüler/Innen derzeit an dem Kurs teilnehmen, wer sich für diesen Kurs anmelden kann und ob das Fach Türkisch gleichzusetzen ist mit dem muttersprachlichen Unterricht.

 

Lt. Herrn Reuen handelt es sich hier um kein offenes Fremdsprachenangebot. Es sei ein stetig sinkendes Interesse bei den Schüler/Innen und Eltern festzustellen. An den ca. 120 Gymnasien in NRW wird an keinem anderen Gymnasium Türkisch als 2. Fremdsprache angeboten. Auf Grundlage dieses Sachstands sei die Sicherung des Kurses nicht sicherzustellen und dadurch ist ein auslaufen lassen unabweislich.

 

Es sollen aber mit der Schulaufsicht intensive Gespräche geführt werden, um den muttersprachlichen Unterricht am Bertha-v.-Suttner-Gymnasium anbieten zu können. Hierfür stellt Herr Reuen die erforderlichen Räumlichkeiten an seiner Schule zur Verfügung. Bisher habe keine Stellenausschreibung stattgefunden, da lt. Herrn Reuen ein erheblicher Stellenbedarf für Mathematik und Deutsch erforderlich ist.

 

Durch den Integrationsrat kam die Anregung, dass immer mehr Türken die eigene Herkunftssprache besser lernen wollen, um sich in Deutschland besser integrieren zu können. Hierzu sollte man mehr Schüler/Innen die Möglichkeit anbieten.

 

Herr Große Brömer hält fest, dass der Schulausschuss zu dieser Problematik keine Entscheidungsbefugnis besitzt. Er regt jedoch an, in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Schulleitung, Schulaufsicht und den betroffenen Eltern eine möglichst kurzfristige Lösung zu finden.

 

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.