18.02.2016 - 3.1 Projekt "KommSport" des Ministeriums für Famili...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
Reduzieren

Beratung

Herr Dr. Hoffmann stellt die Auswertungen der sportmotorischen Tests optisch informativ anhand einer Power-Point-Präsentation dar.

 

Im Anschluss erklärt Herr Bürgermeister Broß, dass die Ergebnisse in vielen Bereichen erschreckend sind. Hier nennt er exemplarisch die Steigerung von Adipositas bei Kindern.

 

Herr Aksünger möchte wissen, was künftig geändert werden muss, um Verbesserungen zu erzielen und erbittet Vorschläge. Herr Dr. Hoffmann führt aus, dass verschiedene Akteure zunächst einmal zueinander gebracht werden müssten. Dazu zählt auch die Vorstellung des Berichts in Ausschüssen der Resorts Bildung und Gesundheit. Eine frühkindliche Bewegungsförderung sollte bereits im Kindergarten stattfinden. Diese ist von der vorhandenen Infrastruktur vor Ort abhängig. Darüber hinaus sei auch der organisierte Sport gefragt. Für Projekte zur Verfügung stehende Gelder beim Landessportbund werden von Vereinen oft gar nicht abgerufen.

 

Für Herrn Stadtverordneten Scheffler lassen sich die Probleme nicht allein im Sportbereich lösen. Vielmehr sind auch Eltern gefordert, ihre Kinder bewusster zu ernähren und für sportliche Aktivitäten zu animieren. Fast Food, der übermäßige Gebrauch von Handys und/oder Spielekonsolen sind in der heutigen Zeit Normalität und nehmen zu.

 

Herr Nahrstedt, Geschäftsführer des Ausschusses für den Schulsport, verweist auf das sehr geringe Budget zur Durchführung kompensatorischer Maßnahmen. Für die fünf teilnehmenden Grundschulen standen insgesamt 3.000,00 EUR zur Verfügung. An jedem der fünf am Projekt teilnehmenden Schulstandorte wurde bereits ein bedarfsgerechtes Sportförderangebot installiert.

 

Herr Beigeordneter Motschull erklärt, dass es nicht einfach war, das Projekt überhaupt durchzuführen. Die Grundschulen mussten dazu bewegt werden, mitzumachen. Er sieht bei verschiedenen Akteuren Handlungsbedarfe. Eltern und auch der Schulbereich sind gefordert, Kinder zu motivieren und für Sport zu werben. Vereine sollten aufgrund der Reizüberflutung über ihre Angebote und Strukturen nachdenken. Politik und Verwaltung stehen ebenso in der Verantwortung. Eine bestimmte Infrastruktur ist zur Verfügung zu stellen. Dahingehend ist in den vergangenen Jahren mit der Modernisierung von Sportanlagen und dem Vorhalten von Sport- und Turnhallen viel geleistet worden. Sport ist gleichzeitig auch Bildung. Deshalb müsse es gelingen, die unterschiedlichen Gruppierungen zusammenzubringen. Herr Motschull räumt ein, dass die Verwaltung mit der Stellenbesetzung eines Netzwerkers noch in der Bringschuld steht. Hiermit werde man sich zeitnah beschäftigen.

 

Anschließend wird sich darauf verständigt, dass die Power-Point-Präsentation den Mitgliedern des Sportausschusses mit der Versendung der Niederschrift in digitaler Form zur Verfügung gestellt wird.

 

Der Sportausschuss hat den Bericht zur Kenntnis genommen.

 

 

Reduzieren

Beschluss

 

Online-Version dieser Seite: http://ratsinfo.oberhausen.de/to020?TOLFDNR=103672&selfaction=print