11.06.2026 - 5 Neuaufstellung des Landschaftsplans der Stadt O...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Wittpahl informiert darüber, dass der derzeit gültige Landschaftsplan mittlerweile 30 Jahre alt ist und eine Neuaufstellung seit Längerem notwendig ist. Erste Kartierungen wurden bereits in Auftrag gegeben. Weitere Einzelheiten sind der vorliegenden Vorlage zu entnehmen. Die Neuaufstellung des Landschaftsplans stellt einen umfangreichen Arbeitsprozess dar, der voraussichtlich fünf bis sieben Jahre in Anspruch nehmen wird.

 

Frau Hingmann erkundigt sich, ob sich die Gesamtfläche des Landschaftsplans vergrößern wird.

 

Herr Werntgen-Orman erklärt, dass sich erst im weiteren Abstimmungsprozess mit den anderen betroffenen Bereichen der Stadtverwaltung sowie den Trägern öffentlicher Belange zeigen wird, welche Flächen neu in den Geltungsbereich des Landschaftsplans aufgenommen werden können. Voraussetzung hierfür ist bspw. grundsätzlich auch die Zustimmung der jeweiligen Grundstückseigentümer. Ziel ist es jedoch, die derzeit im Landschaftsplan enthaltenen Flächen mindestens zu erhalten. Die abschließende Entscheidung über den Geltungsbereich des Landschaftsplans trifft der Rat der Stadt Oberhausen.

 

Herr Axt befürchtet, dass – wie bereits bei der früheren Aufstellung des Landschaftsplans – Flächen zugunsten von Bauland aus dem Landschaftsplan herausgenommen werden könnten. Insbesondere im Norden von Oberhausen ist das Interesse groß, Flächen in Bauland umzuwidmen. Er schlägt vor, eine Arbeitsgruppe des Naturschutzbeirats zur Begleitung der Neuaufstellung des Landschaftsplans einzurichten.

 

Frau Schiemanowski unterstützt diesen Vorschlag und spricht sich ebenfalls für eine Arbeitsgruppe aus.

 

Herr von der Bey äußert den Wunsch, landwirtschaftliche Flächen auch künftig für die Landwirtschaft zu erhalten. Er weist darauf hin, dass die Landwirtschaft für viele Landwirte nicht mehr rentabel sei und daher mittlerweile viele aus finanziellen Gründen bereit sind, ihre Flächen zu verkaufen. Zudem merkt er an, dass Landwirte immer häufiger feststellen, dass die Bewirtschaftung einiger ihrer Flächen unwirtschaftlich sei. Daher würde er sich wünschen, dass man mehr mit den Landwirten zusammenarbeitet und gemeinsam prüft, ob Flächen bspw. stattdessen aufgeforstet oder anderweitig ökologisch aufgewertet werden könnten.

 

Frau Hegermann kritisiert die fortschreitende Bebauung im Stadtgebiet und spricht sich dafür aus, die weitere Versiegelung von Flächen zu reduzieren beziehungsweise einzustellen.

 

Herr Wittpahl begrüßt die Einrichtung einer Arbeitsgruppe. Er gibt jedoch zu bedenken, dass zunächst noch der Rat der Stadt die Neuaufstellung beschließen muss und auch danach zunächst noch einige Vorarbeiten zu leisten sind, bis es sinnvoll ist, eine solche Arbeitsgruppe einzurichten.

 

Herr Weiher weist darauf hin, dass Anregungen und Hinweise grundsätzlich auch unabhängig von der laufenden Landschaftsplanung jederzeit eingebracht werden können.

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: http://ratsinfo.oberhausen.de/to020?TOLFDNR=1020268&selfaction=print