24.01.2024 - 6 Invasive Arten im Ruhrgebiet / Oberhausen – mün...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
21. Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Mi., 24.01.2024
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
Herr Rautenberg, von der „Biologischen Station westliches Ruhrgebiet e. V." hält einen Vortrag mittels Power-Point-Präsentation.
Herr Flore bittet um Informationen darüber, ob bereits Maßnahmen gegen eine, sich möglicherweise ausbreitende, Oberhausener Population der Waschbären ergriffen werden und falls dies der Fall ist, um welche es sich im Einzelnen handelt. Beispielhaft führt er eine große und wachsende Problematik in Berlin an. Darüber hinaus führt Herr Flore die Jagd auf Enten im Ruhrpark an und gibt zu bedenken, dass eine Jagd in der Bevölkerung keinen großen Zuspruch finden könnte. Fraglich ist für ihn, ob die Jagdbehörde, oder die untere Naturschutzbehörde zur Klärung anzusprechen ist.
Herr Werntgen-Orman schlägt vor entsprechende Informationen beim Jagdverband anzufragen und nachträglich der Niederschrift beizufügen. Tätig ist die zuständige untere Naturschutzbehörde bei der Bekämpfung der aufgrund einer bestätigten Meldung eines Hornissennestes asiatischen Hornisse. Aufwand und Kosten für die Stadt entstehen auch durch weitere Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern. Es muss jeder Meldung nachgegangen und ggf. die Entfernung veranlasst werden.
Mit entsprechendem Aufwand ist die Stadt Oberhausen bereits seit mehreren Jahren gegen den Riesenbärenklau tätig. Statt chemischen Maßnahmen zu ergreifen, wird mittlerweile der Wurzelstrunk ausgefräst.
Herr Werntgen-Orman weist darauf hin, dass die angesprochenen Arten lediglich verringert, aber nicht mehr gänzlich vertrieben werden können.
Herr Flore bekräftigt, dass in der Bevölkerung eine Bejagung invasiver Tierarten kritisch gesehen werden könnte. Er bittet die Verwaltung darüber hinaus für eine der nächsten Sitzungen um die Erstellung eines Berichtes über den aktuellen Stand, welche invasiven Tierarten gegenwärtig in Oberhausen vorhanden sind und von welchen Arten zukünftig ggf. eine Gefahr ausgehen könnte. Hierbei nennt er den Waschbären als Beispiel.
Herr Bandel räumt ein, dass es in Oberhausen, auch aufgrund der unveränderlichen, urbanen Gegebenheiten, wenige Jagdreviere gibt. Herr Bandel fragt, ob es legitim wäre, aufgrund drohend hoher Kosten nicht gegen invasive Pflanzenarten vorzugehen. Mit Blick auf heimische Flora und Fauna und deren Verdrängungsgefahr weist er auch darauf hin, dass im schlimmsten Fall nicht nur die heimischen Pflanzen verdrängt werden, sondern auch die von ihnen abhängigen Nutzer ihren Lebensraum verlieren könnten. Dies würde eine Vermehrung der invasiven Pflanzen noch weiter verstärken. Eine spätere Reaktion könnte aus seiner Sicht erheblich höhere Kosten verursachen.
Herr Dr. Schröer-Tebbe merkt an, das im Antrag auch der Aspekt der Pathogene angefragt war und entsprechende Informationen im Vortrag des Herrn Rautenberg nicht ausgeführt werden.
