18.01.2023 - 1.3 3. Quartalsbericht 2022 zur Entwicklung der Erz...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1.3
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 18.01.2023
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kinder, Jugend und Familie
- Bearbeitung:
- Sabine Lauterbach
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Beratung
Herr Pütz beantwortet Fragen von Frau Willing-Spielmann und Herrn Real. In Zeile 29 stellen die Zahlen jeweils die quartalsweise Differenz des Soll zur tatsächlichen Inanspruchnahme dar. Durch die Reform des SGB VIII ist ein Paradigmenwechsel eingetreten. Die Leistung habe nun eher einen Angebotscharakter. Es werde überlegt, die Maßnahme mit der Beratung im Jugendbündnishaus zu verzahnen. Um möglichst kurze Wege zu erhalten, sei dann eine Besetzung von ein bis zwei Stellen im Jugendbündnishaus geplant. Die Steigerung der Kosten in Pflegefamilien sei auf eine dynamische Entwicklung zurückzuführen, die sich jetzt aber bessere. Es gebe aber nach wie vor zu wenig Pflegestellen.
Eingehend diskutiert wurde über den in der Vorlage genutzten Begriff der „gefühlten Passivität in den Familien“. Der Begriff sei, so Herr Pütz, interpretationsfähig. Er solle beschreiben, dass Familien mit vielfältigen Problemlagen nicht mehr umgehen können und sich aufgeben. Dies sei eine schwierige Ausgangslage, da die Motivation abhandengekommen ist. Frau Salwick sieht die Familien durch die Krisen in einer Schockstarre. Hierdurch greifen Hilfen schlechter und dauern länger an. Daher regt Frau Willing-Spielmann an, präventive Hilfen eher bei den Erwachsenen als bei Kindern anzusetzen. Sie schlägt vor, die Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen im Sozialbereich zu intensivieren. Herr Pütz verweist diesbezüglich auf unterschiedliche Sichtweisen der Träger. Hinsichtlich präventiver Hilfen verweist er auf das Projekt „4 im Revier“. Herr Krey ergänzt, dass noch weitere Projekte präventiven Charakter haben. Jedoch seien die Ergebnisse nicht messbar.
Zu der in der Vorlage dargestellten belastenden Situation für die Beteiligten, empfiehlt Frau Hops, Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter aus den Regionalteams einzuladen, die die Situation in den Teams darstellen können.
Zu dem von ihr nachgefragten Sachstand zum Projekt Kinderschutz antwortet Herr Schmidt, dass dem Projekt ein umfangreicher Zeitplan zugrunde liegt. Aktuell starten die Interviews und Workshops unter Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der freien Träger.
Die Vorlage wird sodann vom Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis genommen.
