27.10.2022 - 2 Aktuelle Informationen

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Beratung

Herr Hinz informiert das Plenum über den aktuellen Sachstand zum Thema „Mobiles Lehrschwimmbecken“. Eine Recherche mit Firmen und den Servicebetrieben Oberhausen (SBO) habe ergeben, dass eine Umsetzung grundsätzlich machbar wäre. Mehrere Voraussetzungen müssten allerdings erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem eine 100 qm große Fläche sowie Dusch- und Umkleidebereiche in unmittelbarer Nähe. Die Wassertemperatur müsse 30 Grad Celsius betragen, die Raum-/Außentemperatur müsse noch einmal höher liegen.

 

Herr Hinz erläutert, dass man im Zusammenspiel mit den beteiligten Akteuren zu dem Schluss gelangt sei, ein mobiles Lehrschwimmbecken grundsätzlich nur in einer städtischen Turnhalle temporär errichten zu können. Doch hier benötige es beispielsweise ein leistungsfähiges Abluftsystem, um die erwartet hohe Luftfeuchtigkeit zu drosseln. Die Nutzung einer städtischen Turnhalle zu diesem Zweck hätte unweigerlich den Ausfall von anderem Schulsportunterricht sowie vereinssportlicher Nutzung zur Folge.

 

In der Sondersitzung des Sportausschusses am 20.09.2023 hatte der Beigeordnete Herr Schmidt bereits berichtet, dass man aufgrund der notwendigen Schließung des Hallenbads Sterkrade direkt mit Nutzern des Schul- und Vereinssports Kontakt aufgenommen und nach Ausweichlösungen gesucht habe. Herr Hinz schildert, dass die betroffenen Schulen aktuell entweder andere Schwimmzeiten nutzen oder im laufenden Schuljahr mit dem Schwimmunterricht aussetzen. Für den Vereinssport bzw. Leistungssport aus dem Hallenbad Sterkrade stellt ein mobiles Lehrschwimmbecken keinen Gewinn dar.

 

Herr Hinz hält im Ergebnis fest, dass die Herrichtung eines mobilen Lehrschwimmbeckens nicht empfohlen wird. Die mögliche Nutzung einer städtischen Turnhalle sei kontraproduktiv. Zeitlicher Aufwand, noch nicht näher bezifferte Kosten und keine Verbindlichkeit bei der Lieferzeit lassen aus Sicht der Verwaltung keine andere Schlussfolgerung zu. In diesem Zusammenhang weist Herr Hinz daraufhin, dass nach abgeschlossenen Sanierungen ab März 2023 alle Lehrschwimmbecken wieder zur Verfügung stehen sollen.

 

Herr Stadtverordneter Nakot zeigt sich ein wenig überrascht. Offenbar waren die Sorgen über den vorrübergehenden Wegfall des Sterkrader Hallenbades größer, als es die gegenwärtige Situation hergibt. Herrn Stadtverordneten Nakot freut die gute Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen und die Bereitschaft, auf Belegungszeiten zu verzichten.

 

Herr Gregorius ist mit dem Prüfergebnis nicht zufrieden. Der Stadtsportbundpräsident erinnert an die Idee, ein mobiles Lehrschwimmbecken in unmittelbarer Nähe zum Aquapark zu errichten. Einen Turnhallen-Standort kann er sich auch nicht vorstellen.

 

Herr Hinz entgegnet, dass man sich ein anderes Ergebnis gewünscht habe. Gegen einen Standort im Freien spreche schon der extrem hohe Energieverbrauch.

 

Herr Basoglu schlägt als Alternativstandort eine leerstehende Produktionshalle der GHH vor.

 

Herr Hinz erwidert, dass bisher ausschließlich das städtische Gebäudeportfolio zur Begutachtung als möglicher Standort herangezogen wurde.

 

Herr Stadtverordneter Kempkes verweist auf die Statik. Turnhallenböden seien für derartige Lasten nicht ausgelegt.