04.05.2022 - 1.4 Oberhausener Bildungsreport 2022

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Zunächst bedanken sich Herr Girrullis und Herr Baum für den umfassenden Bildungsreport. Herr Baum merkt an, dass es Kinder aus erwerbslosen Familien schwierig haben und es somit positiv ist, dass die Endgeräte in den Schulen vervierfacht wurden. Darüber hinaus wurde von ihm ein engmaschiger Bericht gewünscht.

 

 Auf Nachfragen von Frau Willing-Spielmann und Herrn Girrullis führt Frau Scholz aus, dass der Bildungsreport auf eindrückliche Weise deutlich macht, welche Anstrengungen der Ausbau der Angebote in Kindertageseinrichtungen (KTE) als auch Kindertagespflege (KTP) in den vergangenen Jahren innerhalb Oberhausens gefordert hat. Bis heute sind rund 2.500 Plätze in Oberhausen seit 2010 geschaffen worden.

 

Nach dem gelungen Um- und Ausbau für unter 3-jährige Kinder bis August 2013 hat sich insbesondere durch die Zuwanderung Geflüchteter seit 2015 der Platzbedarf wieder verschärft. Hier sind Brückenangebote bis heute unverändert ein sinnvolles Instrument zum Einstieg in die Fremdbetreuung. Brückenangebote werden insbesondere von Kindern und deren Familien mit Fluchterfahrung genutzt. Frau Scholz betont, dass sie froh ist, diese zu haben, um Kindern darüber eine Möglichkeit des Lernens anzubieten. Aufgrund der aktuellen Lage rund um die Ukraine geht sie nicht davon aus, dass der Ausbau in der Kindertagesbetreuung kurzfristig ein Ende findet.

 

 Sie berichtet außerdem, dass das Kommunale Integrationszentrum (KI) in Kooperation mit dem Bereich 3-1 in 2011 ff. die Interkulturellen Standards in der Frühkindlichen Bildung angegangen ist. Dazu gab es auch Beschlussfassungen im JHA. Aktuell ist der Faden mit den Beteiligten der Facharbeitsgruppe Kindertageseinrichtung/ Kindertagespflege nach § 78 SGB VIII erneut aufgenommen worden. U. a. befasst man sich mit einem Monitoring, das auch Personal mit Migrationshintergrund in den Blick nimmt.

 

 Weiter führt sie aus, dass keine kurz- oder mittelfristigen Veränderungen bei den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchung zu erwarten sind. Zum einen werden stets Daten neuer Kinder erhoben und zum anderen ist der Ausbau der Kindertagesbetreuung insgesamt noch nicht abgeschlossen.

 

 Seit vielen Jahren befasst sich der Arbeitskreis Kindertageseinrichtung (KTE) und Grundschule (GS) mit dem Übergang der Kinder von dem einen in das andere Bildungssystem. Das Thema Sprachliche Bildung und insbesondere Sprachförderung ist in diesem Arbeitskreis seit vielen Jahren Dauerthema.

 

 Seit 2012 hat der Bereich 3-1 einen Leitfaden zur Übergangsgestaltung zwischen KTE und GS mit allen Trägern sowie dem Schulsektor und dem Gesundheitswesen vereinbart, der jüngst aktualisiert wurde. Darin ist u. a. geregelt, dass Schulanfänger mit besonderen Herausforderungen bereits deutlich vor ihrem 6. Geburtstag zur Schuleingangsuntersuchung eingeladen werden können.

 

Frau Amrehn erläutert aus schulischer Sicht, dass die Anmeldungen zur Schule bereits im Herbst beginnen und die Schule im engen Austausch mit den Kindertageseinrichtungen sind. Falls Defizite bei den Kindern festgestellt werden, werden sie vorzeitig zur Untersuchung gemeldet. Problematisch ist es mit Kindern, die erst zwischen Ostern und Sommer zur Schule angemeldet werden.

 

Auf Nachfrage von Frau Dr. Lentz erläutert Herr Schmidt, dass aufgrund der immensen Belastung durch die Corona Pandemie und nun auch durch die dringend erforderliche Hilfe für die vertriebenen ukrainischen Kinder dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst nicht möglich ist, allen Kindern eine Schuleingangsuntersuchung zu ermöglichen.

 

Daher wurde ein Kompromiss geschaffen, sodass der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, bei Kindern die keine Defizite aufweisen, eine verkürzte „Ersatz-Schuleingangsuntersuchung“ in deren Kindertageseinrichtungen durchführen.

 

Zum Schluss bedankt sich Frau Hemker für das Feedback zu den Oberhausener Bildungsreport und nimmt die Anregungen gerne mit.

 

Sodann wird die Vorlage vom Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis genommen.

 

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: http://ratsinfo.oberhausen.de/to020?SILFDNR=6478&TOLFDNR=162074&selfaction=print