07.04.2022 - 10 Verschiedenes
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
8. Sitzung des Naturschutzbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Do., 07.04.2022
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
1. Bürgerinformationsveranstaltung zur Wasserstoffleitung DoHa
Herr Wittpahl berichtet über die von der Open Grid Europe am 28.03.2022 organisierte Bürgerinformationsveranstaltung. Dabei wurden vor allem die konkreten Trassenverläufe vorgestellt, die im Rahmen des Raumordnungsverfahrens geprüft werden. In Oberhausen würde die geplante Leitung entweder das Naturschutzgebiet 1.1.3 „Sterkrader Wald“ oder das Naturschutzgebiet 1.1.2 „Im Fort“ sowie das Landschaftsschutzgebiet 1.2.3 „Hühnerheide/Waldhuck“ mit dessen Waldflächen durchlaufen.
Herr Köster merkt an, dass die geplante Verlegung einer 600er Leitung von den Ausmaßen her unerwartet groß ist.
Der Naturschutzbeirat wird das geplante Projekt aufgrund der Eingriffe in Schutzgebieten besonders beachten und bittet um zeitnahe weitere Informationen zum Planungsstand.
2. Aufforstung an der Breilstraße
Es handelt sich um eine Ersatzaufforstung im Rahmen des Projektes „Ausbau Autobahnkreuz Oberhausen“.
Vor dem Kauf des Grundstücks an der Breilstraße durch die Stadt, wurden vorhandene Gebäude eines ehemaligen Garten- und Landschaftsbaubetriebes abgerissen, Flächen entsiegelt und der Boden für die jeweiligen Maßnahmen vorbereitet.
Bei der Ersatzaufforstung, handelt es sich um eine von der Unteren Naturschutzbehörde anerkannte „Ökokonto-Maßnahme“, d.h. die Stadt Oberhausen führt im Vorgriff auf den Verlust von Waldflächen durch den geplanten Um-/Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen eine Ersatzaufforstung in der Größe von 18.880 m² durch. Gegen eine entsprechende Bezahlung stellte die Stadt diese Aufforstung Straßen NRW als Ersatz für den Eingriff in den Wald zur Verfügung. Das heißt, die Fläche geht nicht für andere Projekte verloren, sondern ist fest an das Projekt des Autobahnbaus gebunden.
Neben der Aufforstung wurde im Vorgriff auf die Eingriffe durch das Warenverteilzentrum EDEKA eine Artenschutzmaßnahme durchgeführt. Auf einer Fläche von 15.000 m² wurde magerer Boden aufgebracht, ein Wall aus Steinen und Sandschüttungen als Winterquartier und ein Laichgewässer für Kreuzkröten angelegt.
Damit wurde ein Habitat für Offenlandtierarten, neben der Kreuzkröte auch für Vogelarten des Offenlandes geschaffen. Die Nähe der Aufforstungsfläche zu diesem neuen Ersatzhabitat wurde, insbesondere im Hinblick auf die Kulissenwirkung der heranwachsenden Bäume, artenschutzrechtlich durch ein externes Gutachterbüro überprüft. Aus Sicht der Unteren Naturschutzbehörde ist das Offenlandhabitat trotz der Nähe zur benachbarten Aufforstung sehr gut für Kreuzkröten und gut für die Heidelerche und den Flussregenpfeifer geeignet.
Herr Tomec merkt an, dass die Aufforstung aufgrund der verbleibenden Flächengröße für Offenlandarten und Bodenbrüter wie Heidelerche und Flussregenpfeifer eben nicht gut geeignet ist. Das zeigen auch ähnliche Eingriffe in anderen, jetzt ehemaligen, Brutgebieten der genannten Arten.
3. Flächenrekultivierung
Von Herrn Hagedorn wurden auf drei Freiflächen (Weißensteinstraße, Am Wehrgraben und Forsterbruchstraße) Verstöße festgestellt.
4. Planung Erlebnis Bauernhof am Hiesfelder Wald
Der Unteren Naturschutzbehörde ist das genannte Projekt bekannt. Herr Wittpahl erläutert, dass dem Beirat weitere Informationen zur Verfügung gestellt werden können, sobald eine Bauvoranfrage vorliegt.
Frau Schiemanowski bittet in der Thematik auf dem Laufenden gehalten zu werden.
5. Wasserhaltung Waldteich
Herr Tomec erfragt, ob die Wassereinspeisung am Waldteichgelände erfolgt ist.
Herr Weiher bestätigt dies.
6. Kontrolle der Fledermauskästen
Frau Podworni-Michael berichtet, dass Frau Hingmann gegen Ende April die Kontrolle von Fledermauskästen plant, an der bis zu fünf weitere Personen teilnehmen könnten.
Interessierte werden gebeten, sich bei Frau Hingmann zu melden.
7. Umgestaltung Emmericher Straße
Durch die Umgestaltung der Emmericher Straße ist der alte „Wildwechsel“ (Straßenquerung) am Nassenkampgraben immer noch nicht möglich. Das Thema ist seitens der Unteren Naturschutzbehörde noch in Bearbeitung und wird in der nächsten Beiratssitzung vorgetragen.
