03.11.2021 - 1.1 Digitaler Kinderstadtplan

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Decker (Ruhrwerkstatt, Büro Brückenschlag) stellt die Internetseite des Kinderstadtplans www.kinderstadtplan-oberhausen.de <http://www.kinderstadtplan-oberhausen.de> vor.

 

Der Impuls zum Kinderstadtplan entsprang den Gesprächen mit dem Fachbereich Jugendförderung und dem „Kinderbüro unterwegs" bereits Ende 2019. In den Gesprächen wurden die Probleme der Kinderspielpunkte auf der Marktstraße thematisiert. Diese werden oftmals nicht wie gedacht als kurzweilige Spielpunkte genutzt.

Zudem hat eine Befragung des „Kinderbüro unterwegs" im April 2019 auf dem Spielpunkt Eduard-Berg-Platz unter anderem ergeben, dass selbst die nahe der Marktstraße gelegenen Kinderspielplätze oftmals nicht bekannt sind oder nicht genutzt werden. Vor dem Hintergrund der Sozialraumdaten, wie auch des IHKs Brückenschlag, entwickelte sich somit die Idee, gemeinsam einen Kinderstadtplan zu entwerfen.

Das Projekt soll den teils nur wenig räumlich orientierten Kindern Impulse und Anreize bieten, ihren Sozialraum nach ihren Bedarfen und Wünschen zu nutzen und zu erkunden. Zusätzlich sollen sowohl den Kindern als auch den Eltern Spiel- sowie Freizeitangebote besser bekannt und zugänglich gemacht werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Projektstart Mitte 2020 auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Die Entwicklung der Pandemie und der damit verbundenen Nachteile und Einschränkungen für die Kinder bestärkten darin, das Projekt weiter voran zu treiben, sodass Anfang 2021 gemeinsam mit der Firma Pixelstark und den Mitarbeiterinnen des „Kinderbüros unterwegs" begonnen wurde, den digitalen Kinderstadtplan zu programmieren.

Die Finanzierung des Kinderstadtplans wurde über Mittel der Öffentlichkeitsarbeit Brückenschlag dargestellt.

Die Darstellung des Kinderstadtplans wurde zwischenzeitlich auch zur Handynutzung optimiert.               

Laut Beschlussvorlage A/17/0339-01 „Antrag der CDU-Fraktion gemäß § 4 der Geschäftsordnung - Spielplatzplan" sollen folgende Punkte enthalten sein:

Eignung für welche Altersgruppe, Art der Spielgeräte, barrierefreie Zugänglichkeit und vorhandene barrierefreie Spielgeräte. So wurde die Karte unkompliziert und kindgerecht entwickelt. Sie beinhaltet verschiedene Symbole mit Beschreibungen und Bildern der besuchbaren Orte sowie auch gesperrte Plätze, Notinseln und Citywachen. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, Meldungen zu den jeweiligen Orten abzugeben, beispielsweise zu defekten Spielgeräten.

Weitere Aufgaben für den Kinderstadtplan können sich aus dem Zusammenhang der weiteren Entwicklungen zur Marktstraße und ihres Umfelds in Verbindung mit der Fortschreibung des Spielraumentwicklungsplans und der Anregung des Kinderbüros ergeben, ein Leitsystem zu entwickeln, welches die Nutzer*innen direkt auf fußläufige Spielplätze aufmerksam macht, um somit die Spielpunkte auf der Marktstraße zu entlasten.

 

Bisher hat das Büro Brückenschlag nur positive Rückmeldungen erhalten, so wurde etwa der Kinderstadtplan durch die evangelische Jugendhilfe getestet und positiv bewertet.

 

Auf die Frage von Herrn Büschken nach der geographischen Einschränkung des Kinderstadtplans teilt Herr Decker mit, dass der Plan auf das Fördergebiet und das angrenzende Umfeld beschränkt ist, dass der Plan jedoch bei Bewilligung weiterer Mittel erweiterbar ist.

Weiterhin gibt Herr Büschken zu bedenken, dass Kinder den Kinderstadtplan aufgrund einer noch fehlenden Computeraffinität nicht nutzen können, woraufhin Frau Willing-Spielmann anmerkt, dass Kinder ein Smartphone sehr früh bedienen können.

 

Herr Girrullis lobt den Kinderstadtplan, der umfassende Informationen komprimiert darstellt und auch für die Eltern gute Möglichkeiten der Freizeitgestaltung mit den Kindern bietet. Er bittet, die Zielsetzung einer Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet zu verfolgen.

 

Herr Broß lobt ebenfalls den Kinderstadtplan, der Kinder aufgrund der gut erkennbaren Piktogramme durch den Plan führt. 

 

Er fragt nach, ob auch Rückmeldungen über bestehende Mängel erfolgten. Bezüglich der geographischen Eingrenzung kündigt er einen Antrag der CDU-Fraktion an, das Angebot auch auf den Norden der Stadt auszuweiten.

Bezüglich bisher gemeldeter Mängel teilt Herr Decker mit, dass die Orte in Oberhausen bisher nicht in chronologischer Reihenfolge aufgeführt sind.

 

 

Herr Telli weist auf das Förderprogramm „Change City" hin, für das Oberhausen den Zuschlag erhalten hat. Die Fördersumme beträgt 13,5 Mio. Euro. Hier könnte der Kinderstadtplan eingebunden werden.

Hierzu fragt er nach den Kosten des Kinderstadtplans, die laut Mitteilung von Herrn Decker 3 bis 3,5 Tausend Euro betragen.

 

Herr Langnese von der Ruhrwerkstatt teilt mit, dass eine Erweiterung des Kinderstadtplans problemlos möglich ist, relevant ist jedoch die Betreuung und stetige Aktualisierung, die im kommenden Jahr noch von Herrn Decker begleitet wird. Anschließend können die Ressourcen für den personellen Einsatz ermittelt werden.

 

Herr Ladeur erläutert hierzu, dass die Betreuung des Kinderstadtplans über das Kinderbüro erfolgen soll, damit dem Plan eine Zukunftsperspektive gegeben wird.

 

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Beschluss

Der Sozialausschuss nimmt die Drucksache M/17/1106-01 zur Kenntnis.

 

Online-Version dieser Seite: http://ratsinfo.oberhausen.de/to020?SILFDNR=5974&TOLFDNR=156630&selfaction=print